Gegen die „Ehe für alle“

Petition an die Kirchen:
https://www.civilpetition.de/kampagne/ehe-fuer-alle-stoppen/startseite/aktion/205056Z14242/ (14.7.):

Die klassische Ehe beruht auf der Gemeinschaft zwischen Mann und Frau und ist die Keimzelle der Familie. Aus ihr entsteht neues Leben. Die Ehe ist so das Fundament unserer Gesellschaft. Deshalb stand sie stets unter dem besonderen Schutz des Staates und der Kirche. Mit ihrer Empfehlung, die Parlamentarier über die „Ehe für alle“ in einer Gewissensentscheidung abstimmen zu lassen, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Abschaffung der klassischen Ehe eingeleitet.

Widerstand seitens der Kirche dringt nicht an die Öffentlichkeit. Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm sieht in der „Ehe für alle“ sogar eine Stärkung der Werteorientierung und des Wunsches, eine lebenslange Partnerbeziehung einzugehen. Sein katholischer Kollege Bischof Reinhard Marx drückte in dürren Worten sein „Bedauern“ über die Auflösung des Ehebegriffs aus.

Die Kirche muß ihre Stellung als erste und letzte Hüterin unseres christlichen Wertefundaments stärker behaupten und die traditionelle Ehe gegen die Anfechtungen wechselnder Zeitmoden vehement verteidigen. Die Ehe von Mann und Frau gehört zum Wesensbestand des Abendlandes. …

http://www.familien-schutz.de/2017/07/13/laues-lueftchen-statt-kulturkampf-als-letzte-verteidigerin-der-ehe-ist-die-kirche-ein-totalausfall/:

Das Gesetz zur Ehe für alle wurde nun auch vom Bundesrat brav abgenickt. Während Angela Merkel zusammen mit der SPD den traditionellen Ehebegriff zweifelhaften Wahlkampfaussichten opferte, schauen hohe Kirchenvertreter seelenruhig zu, wie unser christlich-jüdisches Erbe Stück für Stück abgeschafft wird. …

… Allein Liebe soll nun die Ehe zwischen zwei Menschen, egal welchen Geschlechts, begründen. Liebe überwindet alle Schranken und Grenzen. Das paßt natürlich gut zu der zuletzt auf dem evangelischen Kirchentag pompös präsentierten Weltanschauung, die kein Ethos weitsichtiger Verantwortung, sondern nur noch Gleichheit unter Gleichen anzuerkennen bereit ist. Differenzierung steht dabei per se unter Diskriminierungsverdacht. Wer Unterschiede macht, wer die Ehe zwischen Mann und Frau als überzeitliches, unveränderliches, naturgegebenes, auch gottgewolltes Ideal verteidigt, steht schon mit einem Bein über der Ziellinie zum Rassismus. …

Die katholische Kirche präsentierte sich in der Vergangenheit wehrhafter. Die Bereitschaft, die reine katholische Lehre auch gegen den Ansturm des Zeitgeists zu bewahren, war ausgeprägter, auch wenn sie sich auf immer weniger Köpfe verteilt. Noch am ehesten war die konservative geistige Unterströmung der Kirche zur Zeit Papst Benedikts XVI. zu bemerken. Führend hier Joachim Kardinal Meisner, der mit dem Löwenmut des Gläubigen der radikalfeministischen Propaganda trotzte und sich wiederholt zum „Tabu“ Abtreibung äußerte, das er als ein „Verbrechen“ gegen den Menschen geißelte. Die im Parlament durchgepeitschte Ehe für alle hat er noch miterlebt, das donnernde Widerwort schnitt der Tod dem „Wachhund Gottes“ vorzeitig ab. Es mag ein Segen sein, daß er das laue „Bedauern“ für die Auflösung der Ehe, zu dem sich sein Amtskollege Reinhard Marx gerade noch imstande sah, wahrscheinlich nicht mehr vernehmen mußte. …

Zur Vorgeschichte siehe https://kreidfeuer.wordpress.com/2017/06/27/bloss-keine-ehe-fuer-alle/


Ergänzung:

Petition:
https://demofueralle.wordpress.com/2017/07/06/online-petition-ehe-retten-jetzt-bayern-voran-gestartet-bayern-kann-normenkontrollklage-auf-den-weg-bringen/:

DEMO FÜR ALLE hat die Online-Petition „Ehe retten JETZT. Bayern voran!“ gestartet. Wir rufen die Bayerische Staatsregierung auf, ein Normenkontrollverfahren beim Bundesverfassungsgericht zu beantragen, um das unselige Gesetz zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare („Ehe für alle“) vom Schwarzen Freitag überprüfen zu lassen und zu kippen, bevor es zur Anwendung kommt. Noch ist der Kampf um die Ehe nicht verloren! Wir haben eine gute und realistische Chance. Dafür brauchen wir jetzt eine breite Unterstützungs-Bewegung! Jetzt hier Petition unterzeichnen. …

https://demofueralle.wordpress.com/2017/07/11/bayern-kuendigt-verfassungsrechtliche-pruefung-der-ehe-fuer-alle-an/:

In der Bundesratsdebatte zum Gesetzentwurf zur „Ehe für alle“ hat der Bayerische Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback eine »eingehende verfassungsrechtliche Prüfung« des Gesetzes zur Eheöffnung angekündigt. »Der große rechtliche Schwachpunkt dieses Gesetzes ist daher vor allem, dass es die bisherige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts übergeht«, so Bausback in seiner Rede vor der Länderkammer am vergangenen Freitag. …

https://demofueralle.wordpress.com/2017/07/14/wie-haeltst-dus-mit-der-ehe-normenkontrollklage-darf-nicht-bis-nach-der-wahl-verschleppt-werden/:

… Die Bayerische Staatsregierung unter Ministerpräsident Seehofer ist als einzige Landesregierung ohne linken Koalitionspartner berechtigt und in der Lage, das Ehe-Öffnungsgesetz in Form einer abstrakten Normenkontrollklage schnell vor das Bundesverfassungsgericht zu bringen. … Wohl um die konservativen CSU-Wähler zu beruhigen und vor der Bundestagswahl in Sicherheit zu wiegen, hatte Seehofer dann auch sofort nach dem Ehe-Öffnungs-Beschluß angekündigt, eine Normenkontrollklage prüfen zu lassen. Diese Vor-Prüfung könne allerdings „Monate dauern“…

Genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Die Ehe-Öffnung steht im direkten Widerspruch zur ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und wird von zahlreichen Rechtsexperten für verfassungswidrig gehalten. Um zu einer vorläufigen Einschätzung über eine Normenkontrollklage zu kommen, benötigt ein Gutachter allenfalls Wochen, aber gewiss keine „Monate“.

So drängt sich der Eindruck auf, daß Seehofer die Entscheidung über eine Klageerhebung unbedingt bis nach der Bundestagswahl verschleppen will. Dies dürfen wir nicht zulassen! Die Bürger sollen vor der Bundestagswahl erfahren, ob die CSU-Regierung Normenkontrollklage gegen das Ehe-Öffnungsgesetz erhebt oder nicht. …


http://kath.net/news/60280 Marx für Verfassungsklage gegen ‚Ehe für alle‘ (14.7.):

… Allerdings sehe er [Kardinal Reinhard Marx] in der „Ehe für alle“ auch keinen Dammbruch. Es gehe bei dem jetzigen Gesetz „um die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare und nicht für Verwandte oder drei, vier Personen“.

Der Münchner Erzbischof kritisierte Versäumnisse der katholischen Kirche im Umgang mit Homosexuellen.

Man sei bei den Homosexuellenrechten kein Vorreiter gewesen. Sich selbst schloss er dabei nicht aus, auch er habe „nichts dagegen getan, dass Homosexuelle strafrechtlich verfolgt wurden“, erläuterte Marx mit Blick auf den erst 1994 gestrichenen entsprechenden Paragrafen. …


Ergänzung 22.7.2017:

http://kath.net/news/60177 Ehe für alle? ‚Diese widersinnige Entscheidung überrascht mich nicht‘ (5.7.):

Evolutionsbiologe Prof. Ulrich Kutschera sagt nach der Bundestagsentscheidung für die „Ehe für alle“ im KATH.NET-Interview: „Unsere naiven Politiker benutzen Begriffe aus der Biologie, ohne zu wissen, was diese überhaupt bedeuten.“

Kassel (kath.net) Am Freitag, dem 30. Juni 2017, konnte man u. a. in der FAZ die Schlagzeile lesen „Gleichstellung: Bundestag beschließt Ehe für alle“. Der Schlüsselbegriff „Gleichstellung“ ist ein Reizwort für den Biologen Ulrich Kutschera, der im KATH.NET-Interview seine evolutionsbiologisch begründete Kritik an der sogenannten „Homo-Ehe“ darlegt. Der international tätige Evolutionsbiologe und Physiologe ist Professor am Institut für Biologie der Universität Kassel, außerdem Visiting Scientist in Stanford/Kalifornien.

… kath.net: Jetzt hat aber am letzten „schwarzen Freitag“ der Bundestag die Ehe für alle beschlossen: Überrascht Sie das?

Kutschera: Diese widersinnige Entscheidung überrascht mich nicht, denn sie ist eine konsequente Fortführung der von John Money (1921–2006) im Jahr 1955 begründeten Gender-Ideologie, die von der These ausgeht, es gäbe ein „psychosoziales Geschlecht“ (Gender), welches unabhängig von der biologisch-genetischen Veranlagung des Menschen existiert und wandelbar ist. Diese absurden Ansichten wollte Money mit seinem Baby-Kastrationsexperiment „beweisen“, was bekanntlich fehlgeschlagen ist (Doppel[selbst]mord der Brüder Reimer). Diese perverse Kinderschänder-Ideologie liegt dem „Gleichstellungs- bzw. Frau-gleich-Mann-Dogma“ zugrunde, welches auf Grundlage biologischer Fakten ad absurdum geführt werden konnte. Da insbesondere unter rot-grünen Politikern die moneyistische Irrlehre, welche auch „Homo-Ehen“ und Pädophilie befürwortet, verbreitet ist, kam es wenig überraschend zu dieser positiven Fehlabstimmung.

kath.net: Wie ist die deutsche Universal-Ehe aus Sicht der Evolutionsbiologie zu bewerten? …

Ulrich Kutschera: http://kath.net/news/60339 Ehe für alle und der Stiefvater-Effekt (20.7.):

„Kinder benötigen ihre biologischen Eltern, um sich optimal entwickeln zu können. An erster Stelle steht das Wohl der Schutzbefohlenen; der Eltern-Egoismus darf nicht dominieren.“ Gastkommentar in Reaktion auf Pressevorwürfe. Von Ulrich Kutschera

Kassel (kath.net/Hessische/Niedersächsische Allgemeine) Der HNA-Artikel „Staatlich geförderte Pädophilie: Kasseler Professor wettert gegen Homo-Ehe“ vom 17.07.2017 ist unsachlich und einseitig. Er soll daher durch den folgenden Kommentar ergänzt werden. Im kritisierten kath.net-Interview werden drei Sachverhalte thematisiert: Der Zusammenhang der neudeutschen Universal-Ehe mit der Gender-Ideologie (A), die biologischen Grundlagen des Mensch-Seins (B) sowie die Pädophilie (C).

A. Die Offenlegung der Tatsache, dass die „Ehe für alle“ eine Ausgeburt der von dem US-Psychologen John Money (1921–2006) begründeten Geschlechter-Ideologie ist, wird im Fachbuch „Das Gender-Paradoxon“ (1) ausführlich thematisiert. In diesem Text wird auch dargelegt, dass der kinderlose Urvater der „Frau-gleich-Mann-Glaubenslehre“, der sich selbst über sein verfehltes Baby-Kastrationsexperiment widerlegt hat, die Pädophilie befürwortete. Money beschimpfte die Kritiker seiner Gender-Irrlehre als „rechtsradikale Rassisten“ – wie es noch heute seine radikalfeministischen Nachfolger(innen) tun. …


http://kath.net/news/60351 Gesinnungsterror gegen Uni-Professor Kutschera (21.7.):

… Der Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera wird nach einem kath.net-Interview von deutschen Politikern und Medien unter Druck gesetzt. Der Wissenschaftler meinte im Interview:

„Sollte das Adoptionsrecht für Mann-Mann- bzw. Frau-Frau-Erotikvereinigungen kommen, sehe ich staatlich geförderte Pädophilie und schwersten Kindesmissbrauch auf uns zukommen. Der kinderlose Gender-Vater John Money hat diese Verhaltensweisen im Rahmen seiner absurden Geschlechter-Ideologie bereits vorgelebt.“

Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU), der sogar formal „katholisch“ ist, hält die Worte des beamteten Professors für abstrus. Er erwarte, dass die Universität Kassel prüfe, ob der Professor als Beamter seine Pflichten dadurch verletzt habe, dass er sich in abfälliger oder herabsetzender Weise gegen homosexuelle Menschen geäußert hat. Dies berichtet die „Welt“. …


https://demofueralle.wordpress.com/2017/07/28/jetzt-seehofers-doppelspiel-bei-der-homo-ehe-durchkreuzen/:

In der Causa „Ehe-Öffnung“ hat Bundespräsident Steinmeier keine Zeit verloren und das unsägliche Gesetz bereits unterzeichnet. Damit können ab dem 1. Oktober 2017 die ersten Homo-„Ehen“ geschlossen und dann auch Kinder adoptiert werden – wenn Bayern dies jetzt nicht schnellstens mit einer Normenkontrollklage verhindert! Aber genau das scheint der bayerische Ministerpräsident Seehofer verschleppen zu wollen, womöglich auf den St. Nimmerleinstag…


Ergänzung 6.8.2017:

https://demofueralle.wordpress.com/2017/08/01/rechtswissenschaftler-bestaetigt-ehe-fuer-alle-gesetz-ist-verfassungswidrig/:

Die Einführung der „Ehe für alle“ ist ein Verstoß gegen Artikel 6 des Grundgesetzes, zu diesem Urteil kommt der Jurist Prof.  Dr. Christopher Schmidt. Der Professor für Familien-, Kinder- und Jugendrecht geht davon aus, daß ein abstraktes Normenkontrollverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG) Erfolg haben würde. Es sollte zügig eingeleitet werden, bevor es zu ersten „Ehe“-schließungen von gleichgeschlechtlichen Paaren käme, deren Rechtsgültigkeit unsicher wäre. …

https://demofueralle.wordpress.com/2017/08/04/wie-die-ehe-fuer-alle-den-kindern-das-recht-auf-vater-und-mutter-nimmt/:

„Was macht es mit Kindern, wenn sie nicht mehr der Gemeinschaft von Vater und Mutter entstammen, sondern mehr und mehr Produkte technischer Planungen werden?“ (1) Das ist die eigentlich entscheidende Frage in der jüngsten Debatte um die „Ehe für alle“. Sie kam in der Debatte zu kurz. Denn im Kern geht es um die Kinder und nicht mehr um die vermeintlichen „Privilegien“ der Ehe.

Diese Eheprivilegien sind gleichgeschlechtlichen Paaren mit der „eingetragenen Lebenspartnerschaft“ längst zugestanden worden. Das gilt sogar für das steuerliche Ehegattensplitting und die Hinterbliebenenversorgung, die eigentlich Paaren zugute kommen sollten, in denen ein Elternteil wegen der Kindererziehung auf Erwerbseinkommen verzichtet hat. Dass auch eingetragene Lebenspartner diese Rechte erhalten, hat das Bundesverfassungsgericht damit begründet, dass diese Situation auch in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften vorkommen könnte (2).

Um diese „Regenbogenfamilien“ drehen sich heute ganze Erziehungsprogramme, obwohl sie eine verschwindende Minderheit unter den Familien sind. Meist handelt es sich um Frauen, die nach einer Trennung mit den Kindern aus ihrer früheren Beziehung in einem Haushalt mit einer anderen Frau zusammenleben. Diese Kinder aus früheren Beziehungen können von der neuen Partnerin (oder dem neuen Partner) als „Stiefkinder“ adoptiert werden. Gemeinsam als Paar konnten gleichgeschlechtliche Partner dagegen kein Kind adoptieren. Das ändert sich nun mit der „Ehe für alle“: Gleichgeschlechtliche Paare können gemeinsam Kinder adoptieren. Es stellt sich aber nun die Frage, woher die Kinder für adoptionswillige homosexuelle Paare kommen sollen. Denn es gibt viel mehr Paare, die ein Kind adoptieren wollen als Kinder. …

… Der Idealfall des Aufwachsens in stabilen Beziehungen mit Vater, Mutter und Geschwistern müsste demnach der Maßstab für Adoptionen sein, damit verwaisten Kindern aus ihrer Not heraus geholfen wird. …

… Faktisch geht es nicht um die Gleichberechtigung, sondern um die Privilegierung gleichgeschlechtlicher Paare. Dabei stört die Natur, die homosexuellen Paaren Kindern verwehrt. Die müssen deshalb von anderen „bereitgestellt“ werden, wofür das Adoptionsrecht absehbar nicht ausreicht. Gefordert wird deshalb die sogenannte „Leihmutterschaft“, die in Deutschland aus guten Gründen bisher verboten ist. …


Junius: https://demofueralle.wordpress.com/2017/08/04/ehe-fuer-alle-auch-ein-demokratietest-fuer-europa/:

In Deutschland ist die Ehe jetzt eine genderbeliebige Beistandsgemeinschaft. So haben es die Fraktionen von SPD, die Linke und Grünen beschlossen. Mitgestimmt hat auch ein Viertel der Fraktion von CDU und CSU. Selbst in Brüssel war man überrascht. Nie zuvor gab es so einen Blitzkrieg gegen das Fundament jeder Gesellschaft, nämlich die Ehe zwischen Mann und Frau, die die Generationenfolge sichert. …


http://www.familien-schutz.de/2017/08/04/ehe-fuer-alle-und-die-kirchen-schwanken-wie-ein-blatt-im-wind-jetzt-weiter-druck-ausueben/:

… Auch die Kirchen wurden von der politischen Entwicklung überrascht. Schwelte das Thema jahrelang nur in theologischen Thesenpapieren vor sich hin, war es plötzlich auf dem Tisch. Die evangelische Kirchenleitung erholte sich am schnellsten. Linientreue Funktionäre wie der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm brauchten ja nur die Begründung von SPDCDUGRÜNEFDP zur Ehe für alle übernehmen und ein bißchen christlich aufpolieren. Heißt: Wo Liebe ist, soll auch Ehe werden. Wir sind schließlich die Modernen. Amen.

Die katholische Kirche dagegen tat sich naturgemäß schwerer. Zwar wird die konservative Strömung immer mehr zurückgedrängt aus dem theologischen Diskurs, ist aber noch wirkmächtig. Gut zu erkennen an Bischof Reinhard Marx´ kläglichem intellektuellen Jonglierakt in der Debatte, die sich rund um die Parlamentsentscheidung zur Ehe-Öffnung entspann. Nachdem seine öffentlichen Aussagen zur Homo-Ehe den gesamten Varianzbereich von vorsichtiger Zustimmung bis halbherziger Ablehnung bedient hatten, rang er sich am Ende dazu durch, dem Land Bayern die Verfassungsklage anzuempfehlen.

Andere Kirchenvertreter wie der Berliner Landesbischof Koch sahen sich anscheinend noch schärferem Gegenwind ausgesetzt. Koch sprach sich sehr deutlich gegen die Ehe-Reform aus und wetterte gegen den gleichmacherischen Zeitgeist, der keinen Unterschied mehr anerkennen will. …


Ergänzung 19.8.2017:

http://www.katholisches.info/2017/08/keine-ideologie/ (18.8.):

„Die Lehre der Kirche über die Ehe und die Komplementarität der Geschlechter legt eine Wahrheit vor, die der rechten Vernunft einsichtig ist und als solche von allen großen Kulturen der Welt anerkannt wird. Die Ehe ist nicht eine beliebige Gemeinschaft von menschlichen Personen. Sie wurde vom Schöpfer mit einer eigenen Natur sowie eigenen Wesenseigenschaften und Zielen begründet.“ [Gaudium et spes]
„Keine Ideologie kann dem menschlichen Geist die Gewissheit nehmen, daß es eine Ehe nur zwischen zwei Personen verschiedenen Geschlechts gibt, … “ [Glaubenskongregation: Erwägungen zu Homopartnerschaften] …

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Eine Antwort zu Gegen die „Ehe für alle“

  1. Nonnen schreibt:

    Wieso die seltsame Abwertung der Mutter? Nur die Mutter kann die optimale kognitive Initialzündung für ihr Kind in den ersten Lebensjahren geben. Wenn dies infolge zu früher Fremdbetreuung immer weniger gegeben ist, ist zu befürchten, dass der wichtigste Schatz, den Deutschland besitzt, nur ungenügend sprachlich und kognitiv entwickelt vorliegen wird. (Siehe Ärztereport der Barmer Ersatzkasse vom Januar 2012 mit bereits jetzt schon ca. 40% sprachgestörten Kindern im Alter von 5 – 6 Jahren (Gründe: Zunahme Tagesmütter: 2006 ca. 14%, 2010: 23%; bereits 2015: 33%/ 62% bei 2-3Jährigen; enorme Lärmpegel in Kitas); logopädische Behandlungskosten etwa 1 Milliarde Euro).
    Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 6. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978-3-9814303-9-4]

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