Jahrestag Terroranschlag Breitscheidplatz

Jan Fleischhauer schreibt im Spiegel:
https://juergenelsaesser.de/2017/12/09/breitscheidplatz-opfer-trauern-verboten/:

… „Meine Kollegen Britta Stuff und Wolf Wiedmann-Schmidt haben Überlebende (des Breitscheidplatz-Anschlages) aufgesucht und mit ihnen über das zurückliegende Jahr gesprochen. … Ich bin dagegen, etwas zu leichtfertig als Skandal zu bezeichnen. … Aber hier ist das Wort ausnahmsweise einmal angemessen. Was einem den Atem raubt, ist die nahezu völlige Abwesenheit von Anteilnahme auf Seiten eines Staates, dessen Versagen dazu beitrug, dass der Attentäter trotz deutlicher Hinweise auf seine Absichten mehr oder weniger unbehelligt blieb, bis es zu spät war, ihn zu stoppen. Neun Wochen dauerte es, bis sich der Regierende Bürgermeister Michael Müller per Brief bei den Angehörigen und Verletzten meldete. Datenschutzgründe hätten ihn gehindert, früher auf die Angehörigen zuzugehen, hieß es. Auf ein Kondolenzschreiben der Bundeskanzlerin warten die Hinterbliebenen bis heute. Auch eine Begegnung mit der Regierungschefin ist nie zustande gekommen.“

Schon zehn Monate früher schrieb Jürgen Elsässer (s. o.):

… „Die deutschen Opfer aber wurden verscharrt, ohne dass die Öffentlichkeit je ihre Namen erfuhr. Nirgendwo erschien ein Foto von ihnen. Die Öffentlichkeit weiß, ganz anders als bei den NSU-Toten, nichts von ihrem Leben, ihrer Arbeit, ihren Träumen.  (…) Die Trauer ist unerwünscht, weil beim Weihnachtsanschlag ein Moslem der Täter war – und Deutsche die meisten Opfer sind. Die Multikulti-Ideologie aber hat festgelegt: Terror hat nie etwas mit dem Islam zu tun, und die Deutschen sind immer die Schuldigen. Was dazu nicht passt, wird wegzensiert. Aber wollen wir uns wirklich nicht nur unsere Heimat und unser Leben, sondern auch unsere Toten stehlen lassen? …“ …

Thorsten Hinz: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2017/hierarchisierung-der-opfer/ (17.12.):

In öffentlichen Gedenk- und Trauerritualen artikulieren Staat und Gesellschaft mit Nachdruck ihren Werte- und Normenkanon, ihr Selbstverständnis und ihre Identität. Genauso aufschlußreich sind im Umkehrschluß die Unterlassungen. So auch nach dem islamistischen Attentat auf dem Berliner Breitscheidplatz vor einem Jahr. Die auffällige Dezenz, mit der staatlicherseits die zwölf Toten und 70 Verletzten auf dem Weihnachtsmarkt quittiert wurden, wirft ein Schlaglicht auf die innere Verfaßtheit der Bundesrepublik.

In einem offenen Brief an Kanzlerin Merkel haben Opfer und ihre Angehörigen „die mangelhafte Anti-Terror-Arbeit in Deutschland als auch den Umgang mit uns als Opfer und Hinterbliebene“ angeprangert. Der Vorwurf geht auch direkt an Merkel, die es für unnötig hielt, den Angehörigen persönlich oder schriftlich zu kondolieren.

… Die Kanzlerin, schreiben die Opfervertreter, sei ihrem Amt nicht gerecht geworden, schließlich galt der Anschlag „nicht den unmittelbar betroffenen Opfern direkt, sondern der Bundesrepublik Deutschland. Es ist eine Frage des Respekts, des Anstands und eigentlich eine Selbstverständlichkeit, daß Sie als Regierungschefin im Namen der Bundesregierung unseren Familien gegenüber den Verlust eines Familienangehörigen durch einen terroristischen Akt anerkennen.“ Mit anderen Worten: Merkels Verhalten ist katastrophal. Zugleich steht es für ein systemisches, ein Staatsversagen. …


Ergänzung 20.12.2017:

Karl Haller: http://www.freiewelt.net/blog/ein-trauerspiel-10073073/ (19.12.):

Vor einem Jahr rast der Islamist Anis Amri über den Berliner Breitscheidplatz, getrieben vom Hass auf den Westen und einem absoluten Vernichtungswillen. Die Bundesregierung ging damals jedoch ziemlich schnell zur Tagesordnung über, verstörend schnell. …


Hier könnte der nächste Fall anstehen:
http://www.freiewelt.net/nachricht/islamistischer-gefaehrder-in-berlin-freigelassen-10073078/ (20.12.):

Younis El-H. kam als irakischer Flüchtling nach Deutschland und fiel hier durch mehrfache Straftaten auf, soll auch in seiner Heimat Kriegsverbrechen für den IS begangen haben. Trotzdem wurde der als islamistischer Gefährder Eingestufte nun vorerst freigelassen. …


https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2017/merkel-hat-blut-meines-sohnes-an-ihren-haenden/ (18.12.):

ROZNOWO/ROSENFELDE. Die Eltern des von Anis Amri ermordeten polnischen Lkw-Fahrers Lukasz Urban haben schwere Vorwürfe gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erhoben. „Ich möchte Frau Merkel sagen, daß sie das Blut meines Sohnes an ihren Händen hat“, sagte Mutter Janina Urban der Deutschen Welle. …


Ergänzung 21.12.2017:

Jürgen Fritz: https://philosophia-perennis.com/2017/12/19/breitscheidplatz/ 1 Jahr LKW-Massaker vom Breitscheidplatz: Merkels „Einfach weiter so“ ist skandalös

Heute auf den Tag genau ist es ein Jahr her, dass ein islamistischer Terrorist in Berlin zwölf Menschen brutal aus dem Leben riss. Die Angehörigen der Todesopfer, Personen, die bei dem Anschlag verletzt wurden, und Nothelfer schrieben einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel, in welchem sie zu einem vernichtenden Urteil für die Bundesregierung und deren Chefin kommen.

Es war an einem Montag, dem 19. Dezember 2016, da überfiel ein radikalmuslimischer Terrorist (Dschihadist) einen polnischen LKW-Fahrer. Er raubte das Fahrzeug, erschoss den Fahrer und steuerte den LKW in den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz. Sein Ziel: so viele Menschen wie möglich umbringen. Elf weitere Menschen kamen dabei ums Leben, wurden brutal ermordet, ja regelrecht umgesenst. Unter den Opfern waren Menschen aus Israel, Italien, Tschechien, der Ukraine und natürlich Deutschland. Mehr als 70 Personen wurden – teilweise sehr schwer – verletzt.

Fast ein Jahr ist seither vergangen. Die Angehörigen der zwölf Todesopfer, Personen, die bei dem Anschlag selbst verletzt wurden und Nothelfer schrieben nun gemeinsam einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin, den der Spiegel ausführlich dokumentiert. Hier einige Passagen daraus. …


https://philosophia-perennis.com/2017/12/19/gespenstisches-gedenken/ Gespenstisches Gedenken: Merkel am Breitscheidplatz

(David Berger) Nach einer ökumenischen Andacht in der Gedächtniskirche haben Angela Merkel und der Regierende Bürgermeister Berlins eine Gedenkstätte für die Opfer des islamistischen LKW-Massakers vor einem Jahr eingeweiht. …


https://philosophia-perennis.com/2017/12/19/breitscheidplatz-wir-als-afd-werden-alles-dafuer-tun-dass-sich-solch-ein-terrorakt-nicht-wiederholt/:

(David Berger) Nicht nur, dass Merkel heute ihrer Schuldigkeit in Sachen Breitscheidplatz nach einem Jahr mehr widerwillig und lückenhaft – aber abgeschirmt vom Volk nachgekommen ist und Merkelkritiker von der Polizei mit Platzverweisen bedacht wurden. …


https://youtu.be/Iu64plVyfuc Staatsversagen am Breitscheidplatz (JF-TV Im Fokus) (19.12.  14 min)


https://philosophia-perennis.com/2017/12/20/gedenken-wider-willen/:

(Ed Piper) Nun war es also so weit: Ein Jahr nach dem politisch motivierten Massenmord auf dem Berliner Weihnachtsmarkt wurde am Breitscheidplatz der Opfer des islamistischen Attentates gedacht und zu diesem Zwecke ein Mahnmal eingeweiht. …

… Anlässlich des Jahrestages des islamistischen Anschlages hatten Mitglieder der Identitären Bewegung vor dem Brandenburger Tor – dort wo bis vor Kurzem noch öffentlich gefördert drei Islamisten-Busse in den Himmel ragten und nur wenige Tage später unter islamistischen Todesflüchen Israelfahnen brannten – ein kleines temporäres Mahnmal für die Opfer des Breitscheidplatzes arrangiert. Dieses lud Passanten unter der Inschrift „Den Opfern Islamistischen Terrors“, über die Tragödie Berlins hinaus, zum stillen Mitgefühl ein. Das Angebot wurde, wie ein Videomitschnitt gut dokumentiert, von Passanten angenommen. In schweigsamer Verbundenheit kondolierten sie, entzündeten Kerzen, verneigten sich vor den Opfern.

Doch die Ruhe währte nicht lange. Denn bereits nach wenigen Stunden rückte die Berliner Polizei mit schwerem Gefährt an, um das illegale Gedenken an Terror-Opfer zu unterbinden. …


https://philosophia-perennis.com/2017/12/21/islamkritische-kundgebung/ Islamkritische Kundgebung am Kudamm – ein kleiner Lichtblick

Am vergangenen Dienstag Abend (19.12.2017, Jahrestag des Terroranschlags vom Breitscheidplatz) fand gegenüber der Gedächtniskirche eine islamkritische Kundgebung statt. Der Gastautor von PP* war dabei.

Aufgerufen hatte ein Bündnis „Berlin Gegen Islamismus“, das bisher nicht in Erscheinung getreten war. Es nahmen geschätzt etwa 200 Menschen teil, Männer und Frauen, von jung bis alt. Auffällig war ein relativ hoher Anteil junger Männer. Die Redner und auch ein großer Teil der Anwesenden schienen dem linksliberalen Spektrum zu entstammen. Einige hatten israelische Flaggen dabei, ein junger Mann trug die Aufschrift „FCK NZS“ an der Mütze. Parteisymbole jeder Art waren nicht zugelassen.

Die Redner fühlten sich einem klaren Säkularismus verpflichtet. Sie geißelten in scharfen Worten die Islamisierung, das massive Fehlverhalten von Politikern und Behörden, welches den Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz ermöglicht hatte, sowie den unsäglichen Umgang mit den Opfern des Anschlags und ihren Angehörigen. Bei den zahlreichen klaren Formulierungen kam immer wieder starker Beifall auf, besonders wenn die Kumpanei der Staatskirchen mit den Islamisten verurteilt wurde. …


https://philosophia-perennis.com/2017/12/21/breitscheidplatz-kranz/ Kein Recht zu trauern: Kranz und Gedenk-Gesteck der AfD am Breitscheidplatz wurden entfernt


Ergänzung 22.12.2017:

https://philosophia-perennis.com/2017/12/22/zdf-afd/ Kranzniederlegung der AfD am Breitscheidplatz: „ZDF gab Anweisungen nicht darüber zu berichten“:

(David Berger) Gestern hatten wir berichtet, dass der Kranz der AfD am Breitscheidplatz, der an die Opfer des LKW-Massakers erinnern sollte, verschwunden war, während ein anderer Kranz noch an der außergewöhnlichen Stelle lag.

Jetzt haben wir neue Informationen dazu: Der von unserer Mitarbeiterin bei ihrer Recherche vor Ort registrierte Kranz war offensichtlich der ursprünglich von der AfD niedergelegte, aber unkenntlich gemachte Kranz. Der AfD-Politiker Dr. Dirk Spaniel bemerkt dazu:

„Unser Kranz liegt noch dort, aber die Schleife mit den Namen aller Opfer, sowie den Trauerworten der AfD wurde sorgsam entfernt …


https://philosophia-perennis.com/2017/12/22/radikaler-imam/ Radikaler Imam sprach bei Merkel-Gedenkfeier für Anschlagsopfer in Berlin


http://www.freiewelt.net/nachricht/angela-merkel-kanzlerin-ohne-einfuehlungsvermoegen-10073081/ (20.12.):

Ihr Auftreten gegenüber den Angehörigen der Opfer vom Breitscheidplatz wirkte kühl und empathielos. Hier, wie in vielen anderen Situationen, zeigt sich die emotionale Teilnahmslosigkeit von Angela Merkel. Es ist, als ob sie sich von ihren Bürgern losgelöst hat. Ein Kommentar. …


Ergänzung 23.12.2017:

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2017/radikaler-imam-sprach-bei-gedenkfeier-fuer-anschlagsopfer/ (22.12.):

BERLIN. Bei der offiziellen Veranstaltung zum Jahrestag des islamistischen Terroranschlags am Breitscheidplatz hat ein radikaler Imam gesprochen. Wie die Bild-Zeitung berichtet, las Mohamed Matar von der Neuköllner Begegnungsstätte (NBS) bei der „religionsübergreifenden Andacht“ in der Gedächtniskirche aus dem Koran. Der Berliner Verfassungsschutz beobachtet die NBS und ordnet sie der islamistischen Muslimbruderschaft zu. …


Ergänzung 25.12.2017:

https://philosophia-perennis.com/2017/12/23/news-matar/ Pip-News: Neues vom Imam, der bei der Gedenkstunde mit Merkel am Breitscheidplatz auftrat

Was ist dran am Vorwurf der „Bild“ gegen Matar? …


https://michael-mannheimer.net/2017/12/24/berichte-von-angehoerigen-zum-anschlag-in-berlin-als-erstes-kamen-gebuehrenbescheide-fuer-die-opfer/


Ergänzung 26.12.2017:

http://zurzeit.eu/artikel/identitaere-gedenken-der-opfer-von-multikultureller-gewalt-und-islam-terror_2135 (20.12.):

Am ersten Jahrestag des Anschlags, den der Islamist Anis Amri auf den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz in Berlin verübt hatte, setzte die Identitäre Bewegung Deutschland ein Zeichen des Gedenkens für die Opfer des islamistischen Terrors. Konkret wurde am Brandenburger Tor, im Zentrum der deutschen Hauptstadt, das „erste europäische Denkmal für die Opfer von Multikulti und islamistischen Terrorismus“ gesetzt. Auf Facebook schreibt die Identitäre Bewegung, dabei handle es sich um das erste internationale Denkmal für die Opfer multikultureller Gewalt und islamistischen Terrorismus in ganz Europa. …


Ergänzung 28.12.2017:

https://philosophia-perennis.com/2017/12/27/seyran-ates/ Seyran Ates: Liberale Muslime wurden zur Gedenkfeier am Breitscheidplatz bewusst nicht eingeladen

(David Berger) Die Einladung eines Radikal-Imam zur Gedenkfeier für die Opfer des LKW-Terrors am Breitscheidplatz weitet sich immer mehr zum Skandal aus. Jetzt meldet sich die bekannte muslimische Geistliche Seyran Ates zu Wort: „Schämt euch! Alle, die immer noch verharmlosen und lieber wegschauen, als die Verantwortlichen zu benennen.“ …

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