Das christliche Erbe Europas

https://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2651:lasst-uns-kathedralen-bauen&catid=1:neuestes&Itemid=33 (23.1.):

… In den letzten Zeiten konnte man den Eindruck gewinnen, als gebe es noch gar kein Europa, als sei Europa noch zu schaffen. Hier wurde ein politischer Prozeß über einen jahrhundertealten Begriff gestülpt, wurde ein jahrhundertealter Begriff zum Synonym für ein gewolltes, neues, fremdes Konstrukt gemacht, welches von seinen eigentlichen Ursprüngen, seinen Wurzeln gelöst werden sollte; eine Tradition wurde abgebrochen, und ihre äußere Hülle sollte diesen Bruch mit den eigenen Ursprüngen verdecken. …

https://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2652:lasst-uns-kathedralen-bauen-2&catid=1:neuestes&Itemid=33 (24.1.):

… Das, was in Europa am Ende des ersten Jahrtausends an neuen Einrichtungen und neuer gesellschaftlicher Ordnung entsteht, ist christlich geprägt, und Symbol dafür ist die Entstehung von Klöstern und Burgen überall in der europäischen Landschaft. Die klösterlichen Einrichtungen, angefangen mit dem großen Orden des hl. Benedikt, sind ein neues Lebensideal, eine neue Art des Zusammenlebens, ein Zusammenleben auf der Grundlage eines Gleichgewichtes zwischen Gebet, Studium und Feldarbeit. Die Mönche entwickeln die Liturgie, bewahren die antike Literatur und Kunst und begründen die neue, agrarisch orientierte Gesellschaft. …

https://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2653:lasst-uns-kathedralen-bauen-3&catid=1:neuestes&Itemid=33 (25.1.):

… Das christlich geprägte Zeitalter kennt keine Auseinandersetzungen in den Dimensionen neuzeitlicher Kriege, weil es eben ein christliches Zeitalter war. Das war eine jahrhundertelange Friedensbewegung, die es schaffte, kriegerischen Raufbolden das Ideal des christlichen Ritters zu vermitteln, eine Leistung, die sogar in unserer heutigen Sprache noch einen Nachhall hat, wenn wir von ritterlichem Verhalten sprechen. Welche Strahlkraft bis in unsere Zeit! …

https://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2654:lasst-uns-kathedralen-bauen-4&catid=1:neuestes&Itemid=33 (26.1.):

… Die Kirche ist tatsächlich eine universelle Gesellschaft, sie ist dazu bestimmt, alle Länder der Erde zu einer Familie zusammenzufassen, ohne Unterschied der Rasse, der Kultur, der Nationalität. Der Missionsbefehl Jesu veranlaßte die Missionare, das Christentum von einem Ende der Welt bis zum anderen Ende der Welt auszubreiten. Als die Missionare in fremde Länder, Kontinente, Kulturen aufbrachen, taten sie es sicher ohne Aussicht oder gar Streben nach materiellem Gewinn. Wohlgemerkt, es geht nicht um die Abenteurer und Eroberer, sondern um die Missionare. …

https://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2655:lasst-uns-kathedralen-bauen-5&catid=1:neuestes&Itemid=33 (27.1.):

… Die christlichen Wurzeln und die jahrhundertelange christliche Geschichte dieses Kontinents definieren ihn. Wer diese christlichen Wurzeln nicht hat, wer diese Geschichte nicht hat, kann nicht im eigentlichen Sinne Europäer sein: ihm fehlt die europäische Identität. Es ist nicht so, daß man das nicht ändern will. Man kann das nicht ändern: es geht nicht. Ein Europa ohne seine christlichen Wurzeln, ohne seine christliche Geschichte, ein Europa gar, welches sich selbst fremd würde: es würde sterben im wörtlichen Sinne. Vielleicht sinkt deshalb die Geburtenrate in ganz Europa dramatisch, vielleicht sinkt deshalb die Lebenskraft Europas so ersichtlich, vielleicht ist Europa deshalb so wehrlos. …

https://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2656:lasst-uns-kathedralen-bauen-6&catid=1:neuestes&Itemid=33 (28.1.):

… Da haben wir wiederum etwas entdeckt, das über Grenzen, Nationen, Völker hinweg in höchstem Maße europäisch und in dieser Ausformung in keiner anderen Kultur so ausgeprägt ist: die enge Verbindung von Arbeit und Reflexion, von Gefühl und Konstrukt, von innen und außen.

Das kann man besonders deutlich am typischsten Beispiel für katholisch-europäisches Denken verständlich machen, nämlich an der gotischen Kathedrale, entstanden eben in jener hohen Zeit des katholischen Europa und, von Frankreich ausgehend, über das gesamte Europa verbreitet.

Wenn man sie von außen betrachtet, versteckt sie ihren technischen Charakter gar nicht. Ein ausgeklügeltes System von Strebepfeilern und Bögen leitet den Druck von Mauern und Gewölbe ab und ermöglicht kühnste Konstruktionen. …

https://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2657:lasst-uns-kathedralen-bauen-7&catid=1:neuestes&Itemid=33 (29.1.):

… Wissen, Denken und Ordnen sind europäische Lebensprinzipien, ist europäische Eigenart und für Europa lebensnotwendig. Es gibt da eine bedenkenswerte Theorie, welche besagt, daß eine Kultur auch durch die Landschaft geprägt wird, in der sie entsteht und wächst und reift. Für Europa würde das bedeuten: größte Abwechslung und Vielfalt auf engem Raum. Wer durch Europa fährt, erlebt auf wenigen Kilometern ständig neue Landschaftsbilder.

… Wenn wir keine Kathedralen mehr bauen, wenn wir uns nicht auf unser ganz Eigenes besinnen würden, dann wären wir verloren. Wir wären verloren, wenn Europa ein politischer Verein wäre, dem man unter rein materiellen Vorgaben beitreten oder nicht beitreten kann. Europa ist doch viel mehr: ein Traditionsraum ganz eigener Art, verbunden von gemeinsamer Kultur in erstaunlicher Variation und Vielfalt, geeint durch die christlich-katholische Vergangenheit und Gegenwart. Es kann problemlos mit anderen Traditionsräumen Kontakte pflegen, kann sie aber nicht integrieren, wenn die Wurzeln nicht gemeinsam sind. Das wäre das Ende Europas. Europäer ist man, wie wir gesehen haben, durch Abstammung und kulturelle Tradition, oder man ist es nicht.

Laßt uns Kathedralen bauen! Es ist eine Lebensfrage.

Ich möchte dem ungenannten Autor für diese wunderschöne und aufschlussreiche mehrteilige Abhandlung herzlich danken. Carolus

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Eine Antwort zu Das christliche Erbe Europas

  1. strafjustiz schreibt:

    Stimmt alles wunderbar! Europa brauchte diesen christlichen Antriebs-, Motivations-schub, um die Leute zum arbeiten, zum das Land zu verteidigen, zum Familie zu gründen, zum den Obrigkeiten den Tribut zu leisten, anzuhalten. Die Idee, die dahinter stand, war einmalig bis heute (2018). Wenn da bloss die Leute nicht durch Erfindung des Buchdrucks 1450, die Reformation 1517, die Aufklärung 1750, die französische Revolution 1789, durch den Sozialismus 1848, Liberalismus und alle guten und bösen ….ismen hellhörig gemacht worden wären, dass es keine „einzige-reine-wahre Heils-Erlösungs- Lehre“ gibt, weil es keinen Einheitsmenschen gibt: Es vom selbstlosen, gutmenschig-naiven Sandalen-mönchen bis zum selbst-, karriere-, erfolgs-süchtigen Super-menschen alle denkbaren Schattierungen hat, die doch nicht einvernehmlich zusammen-arbeiten, -leben können. Das ist doch nicht ihr Fehler, nein, die sind so genetisch programmiert, von ihrem Umfeld (Sippe) geprägt, ihrer mehr oder weniger politisch ruhigen Zeit geformt, müssen sich einfach stets im Umgang mit Menschen sehr zusammenreissen, sagte Jesus doch selber in Mt. 10,34: “ Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“ was in Lk. 12,51 noch weiter geht: „…die Entzweiung in der Familie“. Vom 8. bis 17. Jhdt. wurde Europa auch durch den Islam auf Trab gehalten, neuestens, ab 2001 wieder…. mit keinem Ende in Sicht, alle diese Missstände, weil wir die natürlichen Ressourcen mit dem Mitmenschen nicht teilen können, ihm misstrauen, nicht nur wegen des Gefälles der (Aus-)Bildung und Herkunft sondern vielmehr, weil er uns zu sehr ähnelt (homo lupus), die gleich egoistischen Absichtsziele verfolgt wie wir. Würde Jesus heutzutage erscheinen, er hätte keine Erfolgschancen, es sei denn die Juden hätten seit dem Jahre 0030 irre dazugelernt, dass sie ihn heutzutage in einem Betreuungszentrum sehr gut behandeln für ihre sowohl religiösen wie medizinischen Heilszwecke einspannen würden in richtiger „win-win“ Ausgangs-Lage für alle. Sagte Jesus doch in Jh. 4,22: „….denn das Heil kommt von den Juden.“ Er ist also einer der ihren, wollte doch gar keine neue Religion gründen, sondern (wie „Gorby“ die UdSSR) das Judentum erneuern, auffrischen. Aber eben, solch grosse Weltreiche lassen sich nicht von innen her aufpeppen: Entweder bleibt +/- alles beim alten Morschen oder es gibt ein neues, umgekrempeltes Reich. Und so entstand das Christentum aus blutigen Anfängen. Von Christus gibt’s zwar keinerlei offizielle Belege, so sehr rasch = 30 Std. = war sein rekordhafter genetischer Fussstapfen in Jerusalem, dass nicht einmal eine Personenbeschreibung von ihm existiert, rein gar nichts steht dazu in den Evangelien und Apostelbriefen. So kann es auch sein, dass sein Wirken und Auferstehen auf Wunschträumen besteht, denn, wenn uns schon die Denke eines Luthers ziemlich verschwommen vorkommt, wie erst recht jene der Erde-ist-Scheibe-ist-Mittelpunkt-des Weltalls Analphabeten vor 1988 Jahren: Völlig unverständlich.
    Drum: So sei es, dass Europa vom Christentum geprägt sei, also trotzdem von einer Denke aus dem Morgenland, aus dem Süden, nicht aus Europa, wie auch der Islam und das Judentum. Bewahren wir also dieses „fremde“ Christus-Erbe als geistiges – nicht zwingend als religiöses!! denn wir haben kein anderes, wollen aber auch kein anderes haben.

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