Öffentlich-unrechtliche Ideologen

http://www.andreas-unterberger.at/2018/03/europas-pressefreiheit-ist-ganz-anderswo-bedroht/ (1.3.):

Sie schaffen es, immer noch lächerlicher zu werden: Jetzt haben sich die österreichischen Profiteure des Gebührenmonopols Unterstützung der deutschen Profiteure des Gebührenmonopols geholt. Einige ARD/ZDF-Mitarbeiter entblödeten sich nicht, einen „Offenen Brief“ zur Unterstützung des ORF abzuliefern. Noch köstlicher ist die dabei offenkundige Denkweise der Deutschen: Sie fordern allen Ernstes Bundeskanzler Kurz auf, kritischen Attacken auf den ORF „Einhalt“ zu gebieten.

In welcher Zeit leben diese Menschen geistig eigentlich? Vor 80 Jahren? Vor 100 Jahren? Damals herrschten in Deutschland in der Tat jeweils Verhältnisse, wo ein Machthaber irgendwelchen kritischen Äußerungen „Einhalt gebieten“ konnte. Sie haben offenbar nicht mitgekriegt, dass zumindest in Österreich solche Zeiten endgültig vorbei sind.

… Absolut köstlich ist noch ein Aspekt am Offenen Brief der öffentlich-rechtlichen Privilegienritter aus Deutschland: Sie haben sich ausgerechnet an Sebastian Kurz gewendet. Nachdem dieser noch nicht von altersbedingtem Gedächtnisverlust betroffen sein dürfte, wird er sich freilich noch gut erinnern, wie niederträchtig und verächtlich vor kurzem gerade in Deutschland eine öffentlich-unrechtliche Moderatorin versucht hat, ihn herunterzumachen. Was ihr freilich nicht geglückt ist. …

https://philosophia-perennis.com/2018/03/02/von-kleber-bis-slomka/ Von Kleber bis Slomka: Deutsche Staatsfunk-Journalisten wollen Pressefreiheit in Österreich retten:

(David Berger) Ohne eine ganz große Portion Bigotterie kann man es beim deutschen Staatsfunk nur sehr schwer aushalten. Von daher ist auch die jüngste Aktion einer Gruppe an öffentlich-rechtlich alimentierten Medienschaffenden aus Deutschland zu verstehen, die sich in einem Brief an den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz wenden.

Der Grund ihrer Erregung: Der FPÖ-Vizekanzler Strache hatte es gewagt, ihre Kollegen vom Österreichischen Staatsfunk, dem ORF, zu kritisieren. Er hatte sich auch nicht gescheut, in diesem Zusammenhang von „Lüge“ zu sprechen.

Die selben Leute, die die weitgehende Abschaffung der Meinungsfreiheit durch das Netzdurchsetzungsgesetz von Heiko Maas ohne nennenswerte Widersprüche hingenommen haben, [schreiben] in diesem Zusammenhang, das sei ein „Angriff auf die Pressefreiheit“. …

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2 Antworten zu Öffentlich-unrechtliche Ideologen

  1. Anne schreibt:

    als Kohl mit Spusis RTL implantierte, ging vieles den Bach runter (hatte Auswirkungen auf Moral oder z.B. die geheimen Erzieher der Kinder) Ich habe eben so wenig „Bock“ auf Dauerwerbung als auf Reschke-Fernsehen. Vielleicht könnte man die Energie darauf verwenden, den ÖR wieder SAUBER zu machen! Denn dass ein privates Fernsehen DRECKSFERNSEHEN wird, ist nicht zu verhindern! Aktuell eine Diskussion dazu auf Süddeutsche….

  2. Essen + Trinken schreibt:

    noch ein Unterschied zwischen staatlich und privat:
    In dem Fall die Linke in HH startete eine Protesaktion gegen „dekadente Eliten-Speisung“:
    https://www.abendblatt.de/hamburg/article213605483/Linken-Protestaktion-gegen-dekadente-Eliten-Speisung.html
    Wo Fischer und Juncker sich auf Staatskosten laben
    (und wo bei den Privaten die Brosamen vom unterm Tisch geraubt werden)
    ……
    „Das Matthiae-Mahl koste den Steuerzahler rund 100.000 Euro, viel sinnvoller könne das Geld in die Ausweitung des Winternotprogramms, kostenloses Mittagessen für alle Kinder in den Krippen, Kitas und Schulen sowie eine Stärkung der sozialen Infrastruktur in Hamburg investiert werden. Mit Verweis auf die Diskussion um die Essener Tafel sagte De Masi: Die Symbolik sei „nicht angemessen in Zeiten, in denen sich die Ärmsten um Essensreste prügeln“ müssten. „

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