Martin Sellner und die britische „Meinungsfreiheit“

Lukas Steinwandter: https://jungefreiheit.de/debatte/interview/2018/hier-werden-wir-dagegenhalten-und-dazwischengraetschen/ (12.3.):

Herr Sellner, sind Sie froh, wieder in Österreich zu sein?

Sellner: Absolut. Als mich die beiden Wiener Grenzbeamten begrüßt haben, habe ich gleich gemerkt: Hier bin ich wieder in relativer Sicherheit. Großbritannien wirkt auf mich immer mehr wie eine wahrgewordene Orwell’sche Dystopie.

Was genau ist am Freitag passiert? Sie landeten zusammen mit Ihrer Freundin am Flughafen in London und …

Sellner: … kam leider nicht sehr weit. Bei der Paßkontrolle stutzte der Beamte und bat mich, in einem gesonderten Bereich Platz zu nehmen. Es „handle sich sicher um ein kleines Versehen“, sagte er. Aus dem kleinen Versehen wurden dann drei Tage. Mir wurde mitgeteilt, daß ich ein für Großbritannien „unacceptable character“ („inakzeptable Person“) sei.

Und Ihre Freundin?

Sellner: Meine Freundin Brittany Pettibone wurde aufgegriffen, wir wurden getrennt und hatten keinen Zugriff auf unsere Handys mehr. Dann folgten Verhöre, Durchsuchungen, Befragungen und stundenlange Wartezeiten in der Abschiebezelle am Flughafen, die ich mir mit illegalen Südländern und kriminellen Osteuropäern teilen mußte.

Was wurde Ihnen vorgeworfen? Gab es eine Anzeige? …


Ergänzung:

https://www.tagesstimme.com/2018/03/12/polizei-haelt-lauren-southern-in-calais-fest/:

Die bekannte kanadische Reporterin Lauren Southern wollte mit dem Bus nach Großbritannien einreisen. Doch die Behörden nahmen Southern fest und verweigerten ihr die Einreise über Calais.

Nachdem am vergangenen Wochenende Identitären-Chef Martin Sellner und die US-YouTuberin Brittany Pettibone am Londoner Flughafen festgehalten und schließlich des Landes verwiesen worden waren (Die Tagesstimme berichtete), verweigerten die britischen Behörden auch der kanadischen Reporterin Lauren Southern die Einreise.

… „Ich wurde aufgrund Titel 7 (Terrorismus) vernommen und werde aufgrund ‚Rassismus‘ festgehalten. Wenigstens durfte ich mich auf dem Formular als Pakistani ausgeben“, scherzte Southern am Montag auf Twitter. …


https://www.tagesstimme.com/2018/03/13/identitaere-martin-sellner-angriff-auf-dissidenten/:

Am vergangenen Wochenende wollte Identitären-Chef Martin Sellner in London eine Rede über Meinungsfreiheit halten. Doch bereits bei seiner Ankunft am Londoner Flughafen wurden er und seine Freundin festgenommen. Die Behörden verweigerten den beiden patriotischen Aktivisten die Einreise (Die Tagesstimme berichtete). Im Interview berichtet uns Martin Sellner über seine Festnahme, die Reaktion der österreichischen Behörden und seine Rückkehr nach Wien. …


http://www.freiewelt.net/nachricht/grossbritannien-hat-sich-von-der-redefreiheit-verabschiedet-10073821/ (13.3.):

Islamistische Hassprediger dürfen in London frei sprechen. Wenn aber kritische Reporter und Aktivisten aus den USA, Kanada oder Österreich einreisen wollen, dann werden sie bereits am Flughafen festgenommen, eingesperrt und Tage später wieder zurückgeschickt oder aber an der Grenze gestoppt. So steht es aktuell um die Redefreiheit in Großbritannien.

Vor wenigen Tagen wollten die US-amerikanische Autorin und Aktivistin Brittany Pettibone und ihr Freund, der österreichische Polit-Aktivist Martin Sellner, nach Großbritannien einreisen. Pettibone hatte vor, den britischen Aktivisten und Reporter Tommy Robinson zu interviewen, der einst der »English Defence League« angehörte. Sellner hatte vor, eine Rede im Londoner Hyde Park zu halten. Dort gibt es den berühmten »Speaker’s Corner«, wo seit 1872 [] die freie Rede von jedermann erlaubt und möglich ist. Dort dürfen normalerweise alle reden, vom Kommunisten bis zum Islamisten, vom Menschenrechtsaktivisten bis zum Gewerkschafter, vom progressiven Revolutionär bis zum konservativen Reaktionär.

Man mag von Martin Sellner und der »Identitären Bewegung« halten, was man will. Aber an einem Ort, an dem sogar Lenin reden durfte und heute jeden Sonntag die Islamisten predigen, sollte da nicht auch ein Sellner reden dürfen? Gehört das nicht zur Redefreiheit dazu? Besonders in Großbritannien? Im Hyde Park? Am Speaker’s Corner? Dem Ort der freien Rede schlechthin? …


Martin Sellner: https://www.youtube.com/watch?v=IJODfNkMQjE Was in London passiert ist (12.3.  31 min)


Martin Lichtmesz: https://sezession.de/58336/martin-sellner-und-brittany-pettibone-in-england-verhaftet (11.3.)


https://michael-mannheimer.net/2018/03/12/auch-england-hat-die-meinungsfreiheit-abgeschafft-martin-sellner-in-england-verhaftet-er-soll-heute-nach-oesterreich-abgeschoben-werden/


Ergänzung 14.3.2018:

https://www.journalistenwatch.com/2018/03/14/„terroristin“-lauren-southern-jetzt-spreche-ich/:

Die kanadische Journalistin und Islamkritikerin Lauren Southern ist nicht nur an der Einreise nach Großbritannien gehindert worden. Sie wurde unter Terrorverdacht verhaftet, über Stunden verhört und ist nun offiziell wegen „Rassismus“ aus Großbritannien verbannt worden. Tommy Robinson reiste nach Calais, um mit ihr zu sprechen. …


Ergänzung 15.3.2018:

http://www.freiewelt.net/nachricht/dumm-gelaufen-britisches-einreiseverbot-gegen-politik-aktivisten-schlaegt-hohe-wellen-10073853/ (15.3.):

Einschüchtern, an der Einreise hindern, abschieben und Gras drüber wachsen lassen: Das wollten die britische Behörden mit drei rechts-konservativen Aktivisten machen. Doch der Schuss ging nach hinten los: Jetzt sind die Medien und Politiker darauf angesprungen.

Nochmal zur Erinnerung: Die US-amerikanische Autorin Brittany Pettibone, der österreichische Aktivist Martin Sellner und die kanadische Reporterin Lauren Southern waren vor wenigen Tagen an der Einreise nach Großbritannien gehindert worden. Pettibone und Southern wollten den britischen Aktivisten Tommy Robinson interviewen. Sellner wollte eine Rede am Speaker’s Corner im Londoner Hyde Park halten.

Hätten die britischen Behörden die drei jungen Menschen gewähren lassen, hätte die Angelegenheit wenig Aufmerksamkeit erregt. Und das wollten die Behörden eigentlich auch erreichen: Möglichst Aufruhr und Unruhe verhindern. Stattdessen wurden Pettibone und Sellner für drei Tage ins Gefängnis gesteckt und Lauren Southern von der Polizei unter Terrorverdacht-Kriterien verhört. …


Ergänzung 18.3.2018:

Sina Lorenz: http://www.freiewelt.net/blog/london-has-fallen-oder-eine-gute-und-eine-schlechte-nachricht-10073864/ (16.3.):

Die gute zuerst: Grenzsicherung, Terror-Bekämpfung, Abschiebung und ähnliche Anachronismen ehemaliger Rechtsstaatlichkeit funktionieren in Europa noch (oder wieder) ziemlich gut. Erschreckend gut sogar! Die schlechte: leider nur sehr selektiv. Diese Maßnahmen richten sich immer unverhohlener gegen Kritiker, Journalisten und unbescholtene Bürger. So war das eigentlich nicht gedacht.

Es mutet wie eine skurrile Szene aus einem Film an: Mitten in der Nacht klingelt das Telefon. Der Beamte am anderen Ende der Leitung eröffnet dem verdutzten Vater gutgelaunt, dass man seine Tochter unter Terrorverdacht festgenommen habe. Damit einhergehend hätte sie sämtliche Grundrechte verloren, beispielsweise das auf anwaltlichen Beistand. Im Grunde sei das aber halb so wild, versichert er, man halte sie gar nicht wirklich für eine Terroristin, man behandle sie halt nur wie eine. Weil man es halt könne. Weil es die Klärung von „ein paar Fragen“ erleichtere.

Jetzt kann man nur spekulieren, ob das besonders dumm, außergewöhnlich dreist oder eine ungesunde Mischung aus beidem war, aber man kann es sich unmöglich ausdenken. Dem Vater aus obiger Szene hätte das wohl auch niemand geglaubt, aber er hat dieses Telefonat geistesgegenwärtig aufgezeichnet(1). Bei der Tochter handelt es sich übrigens um die bekannte kanadische Journalistin (Politikerin, Filmemacherin, Aktivistin, usw.) Lauren Southern. …


Ergänzung 19.3.2018:

https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2018/grossbritannien-verweigert-pegida-chef-bachmann-die-einreise/ (19.3.):

BERLIN. Pegida-Chef Lutz Bachmann ist am Londoner Flughafen Stansted in Gewahrsam genommen und abgeschoben worden.

„Er wurde aus Gründen abgewiesen, die vorliegen, wenn die Anwesenheit einer Person dem Gemeinwohl nicht zuträglich ist“, bestätigte das britische Innenministerium der Bild-Zeitung die Maßnahme.

Auf seiner Facebook-Seite schrieb Bachmann, er habe auf dem Versammlungsplatz Speakers’ Corner im Hyde-Park die Rede von Österreichs Identitären-Chef Martin Sellner vorlesen wollen. …


https://www.journalistenwatch.com/2018/03/19/speakerscorner-zehntausende-hoeren-martin-sellners-rede-weltweit/:

Gestern Nachmittag war es soweit. Tausende Briten folgten dem Aufruf von Tommy Robinson und kamen zu Londons berühmtem Symbol der freien Rede – Speakers‘ Corner im Hyde Park.

Zum Entsetzen der anwesenden Antifa und der Korangläubigen, die dort jeden Sonntag „Allahu Akbar“ verkünden, verlas Tommy Robinson die Rede des österreichischen Patrioten Martin Sellner, dem die britische Regierung die Einreise verboten hatte. Für die britische Regierung war es ein Eigentor, denn durch ihr Verbot hatten sie die Aufmerksamkeit auf sich gezogen und so lauschten zehntausende Menschen weltweit auch online den Worten Martin Sellners.

Hier ist sie, seine „Hass-Rede“, die bei allen Regierenden den Angstschweiß rinnen lässt: …


Ergänzung 21.3.2018:

Martin Sellner: https://youtu.be/Hx42e-vcg6Q Der Sieg vom Speakers‘ Corner! (20.3.  12 min)

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