Aus für Ostermarkt und Osterhasen

http://www.freiewelt.net/nachricht/aus-osterhase-wurde-schmunzelhase-oder-traditionshase-10073971/ (29.3.):

Der Ostermarkt in Essen wird in diesem Jahr in „Frühlingsmarkt“ umbenannt, der Osterhase von Milka heißt „Schmunzelhase“, bei Karstadt „Traditionshase“. Mit einer Islamisierung hat das jedoch, wie uns immer wieder versichert wird, nichts zu tun. Wer davon spricht, ist ein Troll und offenbart damit nur seinen Hass.

So also sieht es in diesem Jahr zu Ostern aus: Die Essen Marketing GmbH, kurz EMG, hat den Ostermarkt am Willy-Brandt-Platz erstmals in »Frühlingsmarkt« umbenannt. Mit »religiösen Empfindlichkeiten« habe das allerdings nicht zu tun habe, betont EMG-Sprecherin Ina Will.

»Mancher störte sich in der Vergangenheit daran, dass der Ostermarkt bis weit über Ostern hinaus dauerte«, sagt sie auf Anfrage. Um solcher Kritik keine Nahrung mehr zu geben und um zeitlich flexibler zu sein, habe man sich zu der Umbenennung entschlossen. So meldet es die WAZ. …


Ergänzung 30.3.2018:

Juliana Bauer: https://philosophia-perennis.com/2018/03/29/ostern-hase-amp/ Eine kleine Kulturgeschichte von Osterhase und Osterei:

Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts kannte man in der Pfalz und am Oberrhein – vor allem im Elsass und den angrenzenden Gebieten – die Vorstellung, der Hase bringe an Ostern den Kindern die Eier. Im Lauf des 19. Jahrhunderts wurde der Hase insbesondere in Süddeutschland zunehmend populär und verdrängte andere „Überbringer“ wie Fuchs, Storch und Hahn.

So nahmen sich die Konditoren der Hasen bevorzugt an und gossen zu Ostern in aufwändiger Handarbeit solche aus Schokolade wie auch rote Zuckerhasen. Weite Verbreitung fand der Hase vor allem ab den 1950er Jahren in ganz Deutschland, als ihn die Süßwarenindustrie für sich entdeckte und insbesondere den Hasen aus Schokolade günstig und in reichhaltigen Mengen anbieten konnte.

… Die Gründe, die man für die Verbindung von Hase und Osterei suchte, sind vielfältig. Das Ei galt bei allen Völkern als Symbol für neues Leben. Entsprechend wurde es im Mittelalter in die christliche Kultur übernommen. Seit dem frühen 13. Jahrhundert wird im deutschen Sprachraum das Färben von Eiern erwähnt. Rot, das für Leben und Lebensfreude, aber auch für den Opfertod Christi steht, wurde dabei als erste Farbe verwendet. Noch heute stellt Rot in Südosteuropa die Hauptfarbe der Ostereier dar. Selbst in die seit Ende des 19. Jahrhunderts beliebten roten Zuckerhasen mochte diese Farbsymbolik noch hineinreichen, wenngleich auch Rot als Lieblingsfarbe der Kinder mit Sicherheit die größere Rolle gespielt haben wird. …

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