Papst Franziskus: „Es gibt keine Hölle.“ Droht Amtsenthebung?

https://www.katholisches.info/2018/03/franziskus-die-hoelle-und-das-scalfari-lehramt/ (30.3.):

(Rom) Das Ritual ist bekannt, und das seit viereinhalb Jahren, seit jener Kontaktaufnahme von Papst Franziskus mit Eugenio Scalfari im Sommer 2013. Gestern veröffentlichte Scalfari ein neues Interview mit seinem „Freund“ Franziskus. Neu ist eine „Distanzierung“ durch den Vatikan, wie manche katholische Medien behaupteten. Doch gibt es überhaupt eine Distanzierung? Und wenn ja, wovon hat sich der Vatikan distanziert?

Scalfari: „Heiligkeit, bei unserem vorigen Treffen sagten Sie mir, daß unsere Spezies an einem bestimmten Punkt verschwinden wird und Gott aus seinem kreativen Samen andere Spezies schaffen wird. Sie haben nie von Seelen gesprochen, die in der Sünde gestorben sind und in die Hölle fahren, um dort in alle Ewigkeit zu bleiben. Sie haben mir hingegen von guten Seelen gesprochen, die zur Anschauung Gottes gelangen. Aber die bösen Seelen? Wo werden sie bestraft?“

Papst Franziskus: „Sie werden nicht bestraft. Jene, die bereuen, erhalten die Vergebung Gottes und reihen sich unter die Seelen, die ihn betrachten. Aber jene, die nicht bereuen, denen kann nicht vergeben werden, und sie verschwinden. Es gibt keine Hölle. Es gibt das Verschwinden der sündigen Seelen.“

… Am Nachmittag reagierte das vatikanische Presseamt mit einer Stellungnahme, die als „Präzisierung“ bezeichnet wurde, nicht aber als Dementi oder Distanzierung.

… „Der Heilige Vater hat jüngst den Gründer der Tageszeitung La Repubblica wegen Ostern zu einem Privattreffen empfangen, ohne ihm ein Interview gegeben zu haben. Was vom Autor des heutigen Artikels berichtet wird, ist das Ergebnis seiner Rekonstruktion, in der nicht das vom Papst wörtlich Gesagte zitiert wird. Nichts vom genannten Artikel, das unter Anführungszeichen steht, ist daher als getreue Wiedergabe der Worte des Heiligen Vaters zu verstehen.“ …

https://www.katholisches.info/2018/04/kardinal-drohte-papst-mit-amtsenthebung/ (3.4.):

(Rom) Am Gründonnerstag, 29. März, veröffentlichte Eugenio Scalfari in La Repubblica sein jüngstes Interview mit Papst Franziskus. Am 26. März hatte ihn das Kirchenoberhaupt anläßlich des Osterfestes in Santa Marta empfangen. Die Veröffentlichung sorgte hinter den Mauern des Vatikans für erheblichen Wirbel. Ein bedeutender Kardinal habe Franziskus noch am selben Tag einen unmißverständlichen Wink gegeben.

… Dabei ging es darum, daß Papst Franziskus die Existenz der Hölle leugnete. Eine These, die aus seinem Mund gar nicht so neu ist. …

Es scheint, daß dieses Mal wegen der Anführungszeichen, die Papst Bergoglio zwei ausdrückliche Häresien im Widerspruch zu zwei fundamentalen Dogmen der Kirche zuschreiben, ein bedeutender Kardinal (kein Italiener) sich empörte und einige Kollegen kontaktierte und dann auch in ihrem Namen Bergoglio direkt verdeutlichte, was dieses Interview für ihn bedeuten könne (das Bekennen von häretischen Thesen ist einer von vier Gründen, die zum Verlust des Petrusamtes führen)….

Roberto de Mattei: https://www.katholisches.info/2018/04/papst-franziskus-und-die-ewige-bestimmung-der-seelen/ (4.4.):

Papst Franziskus und Eugenio Scalfari: Was Scalfari als Aussage von Franziskus zur Hölle wiedergibt, ist eine Häresie. Eine alte Häresie.

Der Zweck der Kirche ist die Verehrung Gottes und die Rettung der Seelen. Rettung aber wovor? Vor der ewigen Verdammnis, die das Schicksal der Menschen ist, die in einer Todsünde sterben. Für das Heil der Menschen hat Unser Herr sein erlösendes Leiden auf sich genommen.

… man gewinnt den Eindruck, daß das, was die Repubblica veröffentlichte, keine Fake News ist, sondern eine willkürliche Initiative, um die Verwirrung unter den Gläubigen zu vergrößern. Die These, daß das ewige Leben den Seelen der Guten vorbehalten sei, während jene der Bösen verschwinden würden, ist eine alte Häresie. Sie leugnet nicht nur die Existenz der Hölle, sondern auch die Unsterblichkeit der Seele, wie sie vom Fünften Laterankonzil als Glaubenswahrheit definiert wurde (DH 1440). …


Ergänzung 8.4.2018:

https://www.katholisches.info/2018/04/kardinal-burke-untragbare-situation/ (5.4.):

(Rom) „Was mit dem jüngsten Interview passiert ist, das Eugenio Scalfari in der Karwoche gegeben und am Gründonnerstag veröffentlicht wurde, geht über das erträgliche Maß hinaus“, sagte Kardinal Burke in einem gestern von Nuova Bussola Quotidana (NBQ) veröffentlichten Interview.

„Daß ein bekannter Atheist den Anspruch erhebt, eine Revolution in der Lehre der katholischen Kirche zu verkünden, und dabei behauptet, im Namen des Papstes zu sprechen und die Unsterblichkeit der menschlichen Seele und die Existenz der Hölle zu leugnen, ist ein schwerwiegender Skandal nicht nur für viele Katholiken, sondern auch für viele Laizisten, die Respekt für die katholische Kirche und ihre Lehre empfinden, auch wenn sie diese nicht teilen.“

… „Zudem war die Antwort des Heiligen Stuhls auf die entsetzten Reaktionen, die aus aller Welt eingingen, in hohem Maße ungeeignet. Anstatt klar und deutlich die Wahrheit über die Unsterblichkeit der menschlichen Seele und über die Hölle zu bekräftigen, steht in der Gegendarstellung lediglich, daß einige zitierte Worte nicht direkt vom Papst stammen. Es steht dort aber nicht, daß die falschen, ja sogar häretischen Ideen, die mit diesen Worten ausgedrückt wurden, vom Papst nicht geteilt werden, und daß der Papst diese Ideen zurückweist, weil sie im Widerspruch zum katholischen Glauben stehen. Dieses Spielen mit dem Glauben und der Doktrin auf höchster kirchlicher Ebene, ist zu Recht für Hirten und Gläubige ein Skandal.“ …


Ergänzung 10.4.2018:

http://www.freiewelt.net/nachricht/kardinal-wirft-papst-vor-franziskus-stiftet-weiterhin-verwirrung-um-katholische-lehre-10074073/ (10.4.):

Mit seinem jüngsten Ausspruch des Zweifels ob die Hölle existiere, vergrößere der Papst die Verwirrung „weit mehr, als tolerierbar ist“, erklärte Kardinal Raymond Burke in einem Interview mit der italienischen Nachrichtenagentur „La Nuova Bussola Quotidiana“.

Die päpstliche Höllenleugnung war Teil eines Interviews des Papstes mit seinem atheistischen Freund Eugenio Scalfari (94) und wurde später vom Vatikan dementiert.

Scalfari habe die Aussagen des Papstes nicht korrekt wiedergegeben, lautete die Klarstellung des Vatikans, allerdings wurde keine Klärung zur Lehre der Hölle gegeben, was die Verwirrung fördere. …

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