Plädoyer zum Muttertag

Martine Liminski: http://www.i-daf.org/aktuelles/aktuelles-einzelansicht/archiv/2018/05/11/artikel/mehr-als-renten-und-rosen.html:

Warum den Müttern Unrecht widerfährt / Eine Definition des Familienmanagements als Plädoyer zum Muttertag

Seit Jahrzehnten tragen Politiker und Verbände zum Muttertag die Losung auf den Lippen: Renten statt Rosen. Mit der Mütterrente ist dieser legitime Wunsch zu einem kleinen Teil Wirklichkeit geworden – und schon meckert der Mainstream. Auch und gerade liberale Zeitungen wie die FAZ halten die Mütterrente für ein grobes Foul an der künftigen Generation. Natürlich belastet diese Maßnahme die Rentenkassen. Aber Belastung kann kein Kriterium sein. Dann hätte man längst auf die viele Milliarden schwere Griechenland-Rettung oder die Bankenrettungen verzichten müssen, bei der noch nicht einmal das Hauptkriterium für politisches Handeln eine Rolle spielte: Gerechtigkeit. Man argumentiert politisch, Euro-Einheit und Banken seien systemrelevant.

Aber nichts ist systemrelevanter als die Leistung der Mütter. Sie schaffen die Voraussetzungen, von denen der Staat lebt und die er selber nicht schaffen kann. Ihre Leistung ist mehr wert als Renten und Rosen. …


Ergänzung:

https://kultur-und-medien-online.blogspot.co.at/2018/05/entgelt-der-kleinkindbetreuung-in-hohe.html Entgelt der Kleinkindbetreuung in Höhe der Krippenkosten gerechtfertigt (11.5.):

(PM des Verbandes Familienarbeit e. V.) Jenniffer Ehry-Gissel, Mutter von zwei kleinen Kindern und Vorstandsmitglied im Verband Familienarbeit, zum Muttertag am 13. Mai: „Einmal im Jahr wird sie geehrt. Idealerweise darf die Mutter am sogenannten Muttertag, an ihrem Ehrentag, ausschlafen, sie bekommt ein üppiges Frühstück ans Bett serviert, und ihre Familie hält Dankesreden und Lobpreisungen ob der täglichen Höchstleistungen, die sie gekonnt vollbringt. Selbstgebasteltes und Selbstgemaltes wird überreicht und sie darf sich wünschen, was an diesem Tag gemeinsam unternommen wird. Das tut der Mama-Seele gut. …


https://www.tagesstimme.com/2018/05/13/muttertag-gedenkfeier-zwischen-blumenindustrie-und-dankbarkeit/:

Im deutschsprachigen Raum begeht man seit Jahren am zweiten Sonntag im Mai den Muttertag. Viele Menschen verbringen Zeit mit ihren Müttern. Dabei hat der Tag seinen Ursprung eigentlich in einem traurigen Anlass – und längst hat die Wirtschaft das Potenzial der Festlichkeiten erkannt. 

Begründet wurde der Muttertag in seiner heutigen Form nämlich von der US-amerikanischen Methodistin Anna Marie Jarvis. Die Inspiration nahm sie 1907 von einem Gedenkgottesdienst zu Ehren ihrer zwei Jahre zuvor verstorbenen Mutter. Ein Jahr später wiederholte sie Gelegenheit und ließ dabei in ihrer Heimatpfarre in Grafton (West Virginia) eine Messe zu Ehren aller Mütter abhalten. Sie verteilte außerdem hunderte von Nelken an die Mütter des Ortes.

… Die Idee wurde derart positiv angenommen, dass sie sich fortan für eine landesweite Anerkennung des Tages einsetzte. Ein erster Versuch im Jahr 1908, diesen auch gesetzlich verankern zu lassen, scheiterte noch. Nachdem Jarvis sich allerdings für die Etablierung eines Muttertages einsetzte und dieser bald in allen Bundesstaaten gefeiert wurde, verankerte letztlich Präsident Woodrow Wilson diesen auch gesetzlich. So wurde am zweiten Maisonntag des Jahres 1914 erstmals in den Vereinigten Staaten ein landesweiter Muttertag begangen. …

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3 Antworten zu Plädoyer zum Muttertag

  1. Frauenfrühstück schreibt:

    was bin ich froh, dass wir unsere Handvoll Kinder nicht heute großziehen müssen, wo ein Dinkelbrötchen (Norddeutschland, Speckgürtel) 85Cent kostet! Und die Mutter deshalb die Brötchen mitverdienen muß!
    In kinderlosen „Mutti“-M-Zeiten eines „Vaterlandes“, wo eine perfide Königin das Ruder an sich reißt und auf dem falschen Zug fährt, der garantiert entgleist (so wie die eigenen Gesichtszüge und die etlicher „Bediensteter“! allesamt nicht Wahl-Gewinner! : Die Bevölkerung ins Un-Heil.
    (Pay-Artikel:
    https://www.abendblatt.de/hamburg/article214267891/trotz.html)
    Nun formieren sich also die „Echten Mamas“. (Nachdem sie vorher gnadenlos gemobbt worden sind
    https://www.abendblatt.de/hamburg/article214267891/trotz.html )
    Bevor ein Frauenschicksal dann WIEDER endet wie hier:
    https://www.zeit.de/2018/20/rente-putzen-job-geld-altersarmut
    (interessant dazu die Meinung der Leser)
    Und erwachsene Kinder, vor 1992 geboren, sind ja allesamt nichts wert.

    Tja…die fortgesetzte Schmach muß wohl auch mit der aggressiven Hemmung der Frauen zu tun haben, die ihnen kulturell in die Sozialisation (nicht Wiege) gelegt wird!

    • Frauenfrühstück schreibt:

      Angesichts der typischen Kommentare der Leserschaft der ZEIT (Artikel putzen/rente, siehe oben) mit der abschmetternden Meistbemerkung „verzockt“, kann ich für mich selbst auch konstatieren: verzockt! Verzockt mit fünf Kindern. Habe auch einmal gut bzw. besser gelebt! 🙂 Aber so etliches in sie „reingesteckt“. Ohne, dass es „gesellschaftlich“ honoriert wird bzw. wieder heraus kommt! z.B., dass die Kids entsprechende Jobs im Fachkräftemangel-Land ergattern. Nein, Diese Generation der politischen globalisierten digitalisierten Abschöpfung behält es einerseits für sich (Eliten) und gibt es mit vollen Händen aus (für wen, wissen wir ja). Schüleraustausch, Führerschein (für christlicheTräger unabdingbar, um ein soziales Jahr zu machen usw.) soziales Praktikum, Studium, Auslandsstudium, u.a. Pay-Uni, StudienabschlüssE. Wieder nur Praktika. Befristete Anstellungen, keine Übernahme…..Ehrenrunde wegen verpfuschter OPs…Privatvergnügen wg. keiner Anstellung nach Studium (da zahlt kein Staat!) usw. VERZOCKT, auch, weil ich heute mich mit einer Pension nach A13, garantiert A14, auf Reisen begeben KÖNNTE! Lach. Ich gönne mir nicht mal die wöchtenliche Printausgabe! (wie mit 16 und gleich mit Alice Schwarzer) Aber ich habe mich FUNDAMENTALISTISCH VERZOCKT! Nein, ich bin nicht Cloppenburg. Mit Deutschlands höchstem Kinderreichtum. (Russlanddeutsche Gemeinde) aber angesichts der Resonanz in diesen Blogs zum Thema, nämlich NULL, wird klar, warum und wieso! IMMER NOCH!
      EGAL bei welchen SEKTIERERN!

  2. Frauenfrühstück schreibt:

    was für ein s u g g e s t i v e r Text, der tagtäglich diejenigen diskriminiert, die „nicht selber laufen können“ (= Mütter) , sondern Verantwortung für andere übernehmen (nämlich für K i n d e r, die nicht aus einem Plastik-Überraschungsei heraus klamüstert wurden – sind sie u.a. evtl. aus einem dieser „Dates“ entstanden?)
    „Wenn sie tanzt (ist sie woanders) “ M. Giesinger.

    paßt zu diesem ganzen absurden Theater (einschl. der Einlagen ’sexueller Selbstbestsimmung‘ -Umerziehungsprogramm- auf den Special Olympics…apropos: tolle „Disziplin“)

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