Bayerische Landtagswahl 2018 – Vorgeplänkel

Patrizia von Berlin: https://philosophia-perennis.com/2018/06/23/seehofers-dilemma-oder-warum-er-sich-nicht-trauen-darf/:

Horst Seehofer und Markus Söder, die Doppelspitze der CSU, haben zwei Probleme. Die Landtagswahl in Bayern und Kanzlerin Merkel. Eines dieser Probleme wäre schon schlimm genug, aber beide Probleme hängen zusammen und drohen in Kombination zur Katastrophe für die CSU zu werden.

Die CSU ist weit weg von einer absoluten Mehrheit. Von Februar bis April [sah es] so aus, als ob die Übernahme des Amtes des Ministerpräsidenten durch Markus Söder ein Befreiungsschlag gewesen wäre. Söder war von Anfang an in einer Zwickmühle. Endlich am Ziel, nach vielen Jahren. Ein Sieg mit ein paar bösen Haken. Ilse Aigner, die durch Votum der Landtagsfraktion aus dem Rennen geworfene Chefin des stärksten Bezirksverbandes, ist ein Problem Söders. Das viel größere Problem heißt Seehofer. Der Parteichef ist eingebunden in die Kabinettsdisziplin und verbindet dadurch sehr sichtbar die Münchner Staatskanzlei mit der Politik der Kanzlerin.

Söder startete sehr offensiv. Der FDP gab er vorsorglich einen Korb in Sachen Koalition, obwohl diese gar nicht angefragt hatte. Nach links zog er, im Gegensatz zur Kanzlerin, eine Grenze zu den Grünen. Und die AfD beschimpfte er als „unbayerisch“. Was auf Deutschland angewandt blanker Rassismus und Nazisprache wäre, schien ihm passabel. Die CSU führte eine „Brauner Schmutz“Kampagne in Richtung der Blauen.  …


Ergänzung 25.6.2018:

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2018/soeder-setzt-im-wahlkampf-auf-kurz-statt-merkel/ (25.6.):

MÜNCHEN. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verzichtet im Landtagswahlkampf auf eine Unterstützung von CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Zu meiner Abschlußkundgebung kommt keine Bundeskanzlerin, sondern ein Bundeskanzler“, sagte Söder der Welt, womit er den österreichischen Regierungschef Sebastian Kurz (ÖVP) meinte. …


Ergänzung 13.7.2018:

http://www.freiewelt.net/nachricht/bayerns-waehler-wollen-keine-alleinregierung-der-csu-10075028/ (13.7.):

Die Wähler in Bayern haben keine Lust auf eine weitere Alleinregierung der CSU. In einer Umfrage sprachen sich lediglich 13 Prozent für diese Option aus. Die CSU fällt darüber hinaus in den Umfragen bei allen relevanten Instituten unter die 40-Prozent-Hürde. …


Ergänzung 13.8.2018:

http://www.freiewelt.net/nachricht/csu-stuerzt-in-bayern-weiter-auf-37-prozent-ab-spd-nur-vierter-10075336/ (13.8.):

Der Verlust der absoluten Mehrheit rückt für Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder und seine CSU immer näher. In einer Umfrage zwei Monate vor der Landtagswahl rutschen die Christsozialen weiter auf 37 Prozent ab. Der CSU droht ein Debakel. …

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