Stasi 2.0: Online-Pranger für Patrioten

Julian Schernthaner: https://www.tagesstimme.com/2018/12/04/kolumne-online-pranger-fuer-patrioten-erinnert-an-perfide-stasi-methoden/:

Wenn Stasi‐Methoden in Deutschland erneut Schule machen, dann ist es für Demokratie und Rechtstaatlichkeit im Land zwischen Rhein und Oder möglicherweise schlecht bestellt. Zwei Episoden aus der jüngeren Vergangenheit lassen die Alarmglocken bei jedem schrillen, dem Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit ein wichtiges Anliegen sind. 

… Ausnahmsweise feiert nur die halbe Kaste des linken Journalismus den neuesten „Geniestreich” des Zentrums für politische Schönheit (ZPS) ab, aber immer noch zu viele. Das unter dem Deckmantel der Kunst agierende linksradikale Kollektiv erlangte bereits in der Vergangenheit zweifelhaften Ruhm, als es den Hausmüll eines patriotischen Politikers durchwühlte und diesem den Nachbau eines Holocaust‐Mahnmals vor die Tür stellte. Nun übertraf man sich selbst und ließ alle Hüllen fallen.

… Denn unter dem Namen „Soko Chemnitz” ruft es zur nicht zu leugnenden Hetzjagd auf Andersdenkende. Gegen monetäre Belohnung kann man nun nämlich endlich nachhaltig Patrioten bei deren Arbeitgeber anschwärzen. Mit Steckbriefen will man Personalien „dieser Idioten” sammeln, diese damit an den Online‐Pranger stellen. Denunzierung als Programm: Daraus macht man gar keinen Hehl. Die Missetat dieser Bösmenschen war übrigens, im Spätsommer in der sächsischen Stadt von ihrem verfassungsmäßigen Recht der Versammlungsfreiheit Gebrauch zu machen. …


Ergänzung:

Martin Sellner: https://www.youtube.com/watch?v=o7Trhskbf9M Der Bürger-Pranger des „Zentrums für politische Schönheit“ (3.12.  13 min)


https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/aufforderung-zum-denunzieren-zps-will-problemdeutsche-in-chemnitz-aufspueren-a2727819.html Aufforderung zum Denunzieren: Berliner Beauftragte für Datenschutz prüft „Soko-Chemnitz“- Projekt des ZPS (4.12.):

Die politischen Aktivisten der Gruppe „Zentrum für politische Schönheit“ suchen mit veröffentlichten Fotos nach „rechten“ Teilnehmern der Demos in Chemnitz nach dem gewaltsamen Tod von Daniel H. – die Polizei und die Berliner Datenschutzbeauftragte prüfen eine mögliche Strafrelevanz. …


https://philosophia-perennis.com/2018/12/05/moderne-hexenverfolgung-der-kampf-gegen-rechts/:

Denunziantentum ist in Deutschland wieder hip geworden, es ist gesellschaftlich voll akzeptiert, wird vom Staat mit Steuergeldern gefördert und schon den Jüngsten als erstrebenswerte, ja „couragierte“ Handlungsweise vermittelt. Ein Gastbeitrag von Daniel Matissek


GoT: https://www.youtube.com/watch?v=7Ylcm_fA98E Zentrum für politische Schönheit: was steckt dahinter? (4.12.  6 min)


ET: https://www.youtube.com/watch?v=UVJ5CI6eMoY ZPS will „Problemdeutsche“ in Chemnitz aufspüren (4.12.  3 min)


Vera Lengsfeld: http://www.freiewelt.net/blog/die-nazimethoden-des-zentrums-fuer-politische-saeuberungen-10076448/ (4.12.):

Philipp Ruch vom „Zentrum für politische Schönheit“, das richtig „Zentrum für politische Säuberungen“ heißen müsste, ist ein Gesinnungsterrorist. Das verdankt er der Gnade seiner späten Geburt. Wäre er sein eigener Großvater, würde der Mann, der vorzugsweise Schwarz trägt, sich für seine Aktionen gern das Gesicht schwärzt und damit den Kameraden von der historischen Todesschwadron ähnelt, die in Deutschland 13 verhängnisvolle Jahre für die Reinheit des Glaubens und des Blutes sorgte, noch ganz andere Seiten aufziehen. [Lesenswert!!!]


https://www.tagesstimme.com/2018/12/05/online-pranger-fuer-patrioten-firma-erkennt-ihren-mitarbeiter/:

Laut Berliner Kurier wurden aufgrund der jüngsten Aktion des „Künstlerkollektivs” Zentrum für Politische Schönheit bereits mehrere mutmaßliche Rechte erkannt. Kritik zu der Aktion kommt von mehreren Seiten.

Berlin/Chemitz. Ein in Berlin ansässiges Unternehmen hat sich in einem offenen Brief an das „Künstlerkollektiv” Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) gewandt, das aktuell mit einem Online‐Pranger für Patrioten für Kopfschütteln sorgt (Die Tagesstimme berichtete). Wie es in dem offenen Brief heißt, erweckt die Aktion „SOKO‐Chemnitz” den Eindruck, dass sich ein Mitarbeiter des Unternehmens „daran beteilige, Ausländer durch Chemnitz zu treiben, Presse und Polizeibeamte zu attackieren und, wie Sie schreiben: Hitler zu grüßen”. Das von Gat Ramon geführt Unternehmen erwarte, dass diese Art von Hetze und Denunziation unterlassen wird.

… „Eine öffentliche Denunziation ist für mich persönlich und auch für unser Unternehmen nicht die geeignete Antwort”. Das Unternehmen versuche „aktiv und verantwortungsbewusst” mit Mitarbeitern umzugehen, die andere Meinungen und andere Anschauungen haben. …


Ergänzung 6.12.2018:

http://www.freiewelt.net/nachricht/soko-chemnitz-muss-wieder-vom-netz-10076471/ (6.12.):

»Denunzieren Sie Ihren Nachbarn und kassieren Sie Bargeld« – so rief das linksradikal ausgerichtete »Zentrum für politische Schönheit« in Stasi-Tradition dazu auf, Teilnehmer der Demonstrationen in Chemnitz anzuschwärzen.

Das linksradikale »Zentrum für politische Schönheit« (ZPS) musste bei seiner umstrittenen Denunzations-Aktion eine Niederlage einstecken. Bei den veröffentlichten Bildern der zu denunzierenden Teilnehmer an den Demonstrationen in Chemnitz hat man sich an fremden Quellen bedient, obwohl die Nutzung zuvor klar untersagt wurde. Juristische Schritte wurden bereits eingeleitet, die Polizei war vor Ort und sammelte Beweismaterial gegen das ZPS und den Ableger, die sogenannte »Soko Chemnitz«, ein. Die Aktion ging also komplett in die Hose.

Zudem erntete das ZPS erhebliche Kritik, selbst aus ihr politisch nahestehenden Reihen. Die Anlehnung an die von der im SED-Staat seitens der Stasi großflächig praktizierten Vorgehensweise mit Fotos, Überwachung, Ausspitzelung und Denunziantentum ging sogar postkommunistischen Politikern zu weit. Derart im Regen stehend, blieb den selbsternannten »Aktivisten« keine andere Option mehr übrig, als die misslungene Aktion einzustampfen. …


https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2018/zentrum-fuer-politische-schoenheit-schaltet-online-pranger-ab/ (6.12.):

… Dem ZPS sei es in den vergangenen drei Tagen gelungen, durch die Suchanfragen der 2,5 Millionen Besucher der Homepage ein sogenanntes „Netzwerk Chemnitz“ aufzudecken. „Das ist das Relevanteste, was es an Daten in Sachen Rechtsextremismus in Deutschland aktuell gibt“, sagte Ruch der Nachrichtenagentur epd. „Wenn zum Beispiel der Bundesinnenminister mehr wissen will und Lust auf einen Kaffee mit uns hat, dann soll er vorbeikommen.“ …


Fragolin: http://lepenseur-lepenseur.blogspot.com/2018/12/das-zentrum-für-faschistische-schönheit.html (6.12.):

Das linksradikale Blockwartportal des sogenannten „Zentrums für politische Schönheit“, einer Vereinigung offensichtlich ultralinker Demokratie- und Verfassungsfeinde, die unter dem Vorwand „Kunst“, wie man sieht, knallharte politische Propaganda und politischen Aktionismus weit außerhalb der Legalität betreiben, wird verklagt.

Gut, denkt man sich.

Doch die Sache hat einen Haken.
Die Linksradikalen wurden nicht etwa dafür angezeigt, dass sie widerrechtlich Fotos von Demonstranten veröffentlicht, die persönlichen Daten der Abgebildeten dazugeschrieben und recht eindeutig illegale Forderungen nach „Bestrafungen“ formuliert haben und für die Denunziation von Nachbarn, Bekannten oder Arbeitskollegen sogar Bargeld auslobten. Nein, das ist in Deutschland inzwischen salonfähig geworden, wenn Linke ganz offen Recht und Gesetz brechen und in einer Art Inquisition Denunzianten bezahlen, die Gemeldeten der modernen Hexerei des „Rechts-Seins“ anklagen und vorverurteilen in Einem und das Urteil, ein Nazi und, in guter Tradition faschistischer Entmenschlichung des politischen Gegners, eine „AfD-Ratte“ zu sein, auf jede Litfaßsäule kleben. …


Boris T. Kaiser: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2018/jagd-auf-andersdenkende/ (6.12.):

Unter der Überschrift, „Gesucht: Wo arbeiten diese Idioten?“, stellte das „Zentrum für politische Schönheit“ auf seiner mittlerweile offline gegangenen Seite Fotos von Menschen ins Netz, deren einziges Vergehen es war, an einer Demonstration teilzunehmen, die den Damen und Herren der Organisation nicht genehm war. Dazu der Aufruf: „Denunzieren Sie noch heute Ihren Arbeitskollegen, Nachbarn oder Bekannten und kassieren Sie Sofort-Bargeld. Helfen Sie uns, die entsprechenden Problemdeutschen aus der Wirtschaft und dem öffentlichen Dienst zu entfernen.“ Schon lange ist klar: Die neue Linke will die totale soziale und wirtschaftliche Vernichtung möglichst aller Andersdenkenden. Aber selten wurde das auch so klar formuliert.

Die Betreiber der Internetseite phantasierten von „tausenden Arbeitnehmern oder Staatsdienern“, die bei Demonstrationen „Ausländer durch Chemnitz getrieben“ sowie „Presse und Polizeibeamte attackiert und Hitler gegrüßt“ hätten. Das klingt und ist zwar völlig irre, hätte so oder so ähnlich formuliert aber auch aus dem Kanzleramt kommen können, wo man die kleinliche Differenzierung zwischen „Hetze“ und „Hetzjagd“ schon vor Monaten für „nicht hilfreich“ erklärt hat. Sollte Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dem Ende ihrer Amtszeit noch einen neuen Regierungssprecher brauchen – Philipp Ruch wäre für die Nachfolge von Steffen Seibert geradezu prädestiniert.

… Eine gelungene Satire war der Online-Pranger in keinem Fall. Zwar soll einem bei einer solchen das Lachen auch schon einmal im Halse stecken bleiben, aber andere Menschen arbeitslos machen zu wollen und ihnen mit sozialer Vernichtung zu drohen, kann allenfalls lustig finden, wer in einer stinkenden Blase unter ausnahmslos Gleichgesinnten lebt und sein eigenes Einkommen aus Sozialleistungen bezieht. …


Ergänzung 16.12.2018:

Thorsten Hinz: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2018/mein-kuenstler-dein-spitzel/ (16.12.):

Mit der neuesten Aktion des „Zentrums für politische Schönheit“ hat die Eskalationsschraube der Denunziation eine neue Drehung bekommen. Eine sogenannte „Soko Chemnitz“ installierte einen Internetpranger, auf dem die Chemnitzer Demonstranten, die im August gegen die blutigen Folgen der Grenzöffnung in ihrer Stadt protestierten, zur Fahndung und anschließenden Anzeige bei ihren Arbeitgebern ausgeschrieben wurden. Um die Kündigungen „aufgrund charakterlicher Eignung“ (gemeint war Nichteignung) oder „wegen Rufschädigung“ zu erleichtern, wurden Vordrucke bereitgestellt. …

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