Kardinal Pells Einspruch abgelehnt

(Zum Erstverfahren siehe https://kreidfeuer.wordpress.com/2019/02/20/vatikan-21-24-2-gipfeltreffen-gegen-sexuellen-missbrauch/)             ——————–

https://www.freiewelt.net/nachricht/kardinal-pells-einspruch-wurde-abgelehnt-10078757/ (22.8.):

Nach 24-wöchiger Einzelhaft durfte der 78-Jährige Einspruch einlegen – ohne Erfolg. Die Hexenjagd auf den ehemaligen Spürhund der finanziellen Ungereimtheiten im Vatikan geht weiter.

Richter des Obersten Gerichtshofes von Victoria, Australien, entschieden gestern, am 21. August, dass Kardinal George Pell weiterhin im Gefängnis bleiben muss. Sein Einspruch fiel auf taube Ohren.

Pell wurde auf Grundlage einer fragwürdigen Zeugenaussage wegen Kindesmissbrauchs verurteilt. In den 1990er Jahren soll er sich an zwei Jungen in der Saint-Patricks-Kathedrale in Melbourne vergriffen haben. …

https://katholisches.info/2019/08/21/kardinal-pell-ist-natuerlich-enttaeuscht/:

(Canberra) Ein Berufungsgericht bestätigte die Verurteilung von Kardinal George Pell wegen sexuellen Mißbrauchs.

Der ehemalige Erzbischof von Sydney und ehemalige Präfekt des Wirtschaftssekretariats an der Römischen Kurie war im vergangenen Februar von einem Geschworenengericht schuldig gesprochen worden, 1996/1997 zwei Ministranten im Alter von 13 Jahren sexuell mißbraucht zu haben. Der Kardinal wurde zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

Kardinal Pell beteuerte seine Unschuld und legte gegen das Urteil Berufung ein. Anstatt Hausarrest zu beantragen, bis ein rechtskräftiges Urteil vorliegt, ging er stattdessen ins Gefängnis. …

Siehe auch
https://katholisches.info/2019/08/12/kardinal-pells-warnung-aus-dem-gefaengnis/:

(Canberra) Kardinal George Pell meldete sich aus dem Gefängnis zu Wort und nahm zur Amazonassynode Stellung und warnt vor weiterer „Verwirrung“. Das Justizministerium ermittelt nun gegen ihn wegen möglicher Verstöße gegen die Strafvollzugsordnung. …


Ergänzung 25.08.2019:

http://kath.net/news/68905 New York Post: „Katholikenfresser verurteilten unschuldigen Kardinal“ (24.8.):

Kommentar in großer US-Zeitung geht davon aus, dass das Urteil gegen Pell ungerechtfertigt und nur durch erheblichen Katholikenhass zu erklären sei. …


http://kath.net/news/68896 Kardinal Pells Kampf gegen Missbrauch in der Erzdiözese Melbourne (23.8.):

Als Erzbischof von Melbourne und Sydney war der Kardinal ein Pionier in der Aufklärung und Bekämpfung sexuellen Missbrauchs durch Kleriker.

… In der Berichterstattung über den Gerichtsprozess gegen Kardinal George Pell gerät leicht in Vergessenheit, dass der ehemalige Erzbischof von Melbourne bereits 1996 erste Maßnahmen zur Aufklärung von Missbrauchsfällen und Entschädigung für die Opfer gesetzt hat. Das schreibt Raymond de Souza in einem Artikel für den National Catholic Register. (Siehe Link am Ende des Artikels)

Pell wurde 1987 Weihbischof von Melbourne und 1996 Erzbischof der Diözese. Nur 75 Tage später richtete er die so genannte „Melbourne Response“ für Opfer von sexuellem Missbrauch ein, erinnert de Souza. …


http://kath.net/news/68887 Causa Pell bleibt weiterhin rätselhaft (22.8.):

Zwei der Richter des australischen Kardinals sind von dessen Schuld überzeugt. Doch Weinberg, der dritte Richter, sagt, dass eine „erhebliche Möglichkeit“ bestehe, dass Pell die ihm zur Last gelegten Missbrauchstaten nicht begangen hat. …


Ergänzung 26.08.2019:

https://katholisches.info/2019/08/26/kardinal-pell-ist-unschuldig-seine-anklaeger-sind-es-nicht/:

… „Kardinal Pell ist unschuldig“, seine Ankläger sind es hingegen ganz und gar nicht. Mit dieser Aussage nahm der bekannte Vatikanist Marco Tosatti zur Entscheidung des Oberlandesgerichts im Staat Victoria in Australien Stellung, mit der die Verurteilung des australischen Kardinals erster Instanz bestätigt wurde. Dabei blickt der Vatikanist vor allem auch Richtung USA und Westeuropa, wo eine Bereitschaft gefördert werde, katholische Priester grundsätzlich für schuldig zu halten.

… Tosatti:

„Ohne den geringsten Zweifel: Seine Eminenz ist unschuldig. Ich will damit sagen: Es ist wortwörtlich unmöglich, daß Kardinal Pell des Verbrechens schuldig ist, das ihm zur Last gelegt wird. Die Mißbrauchshandlungen, die in der Anklage beschrieben werden, sind nicht nur lächerlich, sondern von wem auch immer physisch unmöglich durchführbar. Es gibt zudem für die Tat weder Zeugen noch irgendeinen gerichtsrelevanten Beweis. Jeder Priester und jeder andere Ministrant der St.-Patricks-Kathedrale von Melbourne bezeugten, daß der damalige Erzbischof Pell zur fraglichen Zeit, als der Mißbrauch geschehen sein soll, die Messe zelebrierte. Wem mein Wort nicht reicht, soll sich die Gerichtsakten nachlesen oder irgendeine der Zusammenfassungen, die jüngst veröffentlicht wurden. … „


Ergänzung 31.08.2019:

http://kath.net/news/68938 Schuldig oder nicht schuldig? Reaktionen auf den Fall Pell (28.8.):

Hat die Polizei so lange gesucht, bis sie Kardinal Pell etwas anhängen konnte oder war der Ankläger glaubwürdig genug? Unterschiedliche Interpretationen zum Urteil des Berufungsgerichts in Melbourne. …


Ergänzung 10.09.2019:

https://katholisches.info/2019/09/10/wo-das-urteil-gegen-kardinal-pell-auf-fatale-weise-schiefgelaufen-ist/:

(Canberra) Der Rechtsphilosoph John Finnis, emeritierter Professor an der Universität Oxford, veröffentlichte in der Fachzeitschrift Quadrant eine Analyse des Urteil gegen den australischen Kardinal George Pell. Finnis argumentiert weder politisch noch philosophisch noch religiös, sondern strikt juristisch und legt dar, warum die Verurteilung des Kardinals eine Justizkatastrophe ist, die alle entsetzen sollte, denen der Rechtsstaat etwas bedeutet. …

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