Landtagswahl Steiermark 2019: Vorspiel

https://www.tagesstimme.com/2019/10/31/durchsichtig-burschenschaften-kritisieren-neuen-wirbel-um-liederbuecher/ „Durchsichtig”: Burschenschaften kritisieren Aufregung um Liederbücher:

In der aktuellen Debatte rund um das Auftauchen eines potenziell missverständlichen Spottliedes im Liederbuch einer steirischen Mittelschulverbindung erheben nun die Burschenschaften des Bundeslandes ihre kritische Stimme.

Graz. – Es schien wie eine Kopie der Liederbuch-Affäre aus dem Jänner 2018. Wieder geriet wenige Wochen vor einer Landtagswahl ein Liederbuch mit vermeintlich zweifelhaften Texten aus der Schülerverbindung eines FPÖ-Politikers an die Öffentlichkeit. Wieder handelte es sich – wenn auch um eine andere Strophe – um das Spottlied „Es lagen die alten Germanen”. Diesmal in einem Liederbuch, welches offenbar beim Pennalen Corps Austria zu Knittelfeld auflag. Zu dessen Mitgliedern gehört auch der FPÖ-Politiker Wolfgang Zanger.

… Nach Bekanntwerden schossen sich alle übrigen Parteien auf eben diesen ein. So forderten etwa Ewa Ernst-Dziedzic (Grüne) und Karl Nehammer (ÖVP) umgehende Konsequenzen und einen Rücktritt Zangers. Auch die SPÖ und die NEOS forderten den freiheitlichen Parteichef Norbert Hofer auf, von seinem im September erlangten ‚Durchgriffsrecht’ Gebrauch zu machen und Zanger umgehend aus der Partei auszuschließen. …

https://www.tagesstimme.com/2019/11/01/die-alten-germanen-das-ist-die-geschichte-des-beruechtigten-liedes/:

Bereits zum zweiten Mal in jüngerer Vergangenheit gereicht das Spottlied „(Es lagen) Die alten Germanen” zu einem medialen und politischen Skandal. Wir haben uns die Geschichte des Liedes genauer angesehen.

… Schnell stellte sich dabei heraus, dass das Lied alles andere als tatsächlich nationalsozialistisches Gedankengut beförderte.

… Somit hatte bereits der Urvater des Liedes einen satirischen Hintergrund. …

Doch die Medien wollen die Realität nicht zur Kenntnis nehmen:
https://www.oe24.at/oesterreich/politik/Nazi-Strophe-auch-in-Liederbuch-von-Schuetzenhoefer-Verbindung/404114888
(31.10.):

Im Liederbuch-Skandal um FPÖ-Abgeordneten gerät nun auch Verbindung von ÖVP-Landeshauptmann ins schiefe Licht. oe24 wurde MKV-Liederbuch mit NS-verherrlichenden Strophen zugespielt.

Die aktuelle Liederbuch-Affäre um die Verbindung „Pennales Corps Austria zu Knittelfeld“ und den steirischen FPÖ-Nationalratsabgeordneten Wolfgang Zanger wird jetzt zum bestimmenden Wahlkampf-Thema in der Steiermark.

… oe24 wurden nun zwei weitere Liederbücher zugespielt, in dem das NS-verherrlichende Lied abgedruckt ist. Konkret handelt es sich dabei um „Das österreichische Kommersbuch“, herausgegeben vom Mittelschüler-Kartell-Verband MKV sowie „Gaudeamus – Österreichisches Studenten-Liederbuch“, herausgegeben von Christoph Knrath im Auftrag des Mittelschüler-Kartell-Verbandes. …


Ergänzung:

Fragolin: http://lepenseur-lepenseur.blogspot.com/2019/11/wahlkrampf.html (2.11.):

Also langsam wird es langweilig. Immer der gleiche Singsang vor den Wahlen. Und täglich grüßt das Liederbuch. Nun also in der Steiermark.

Abgesehen davon, dass die bisher veröffentlichten Textabschnitte durch eine primitive Fäkalsprache negativ auffallen, die selbst bei Sauf- und Spottliedern reichlich zuviel des Guten ist (…), möchte ich mir nicht vorstellen, was jemandem passiert wäre, der solche Zeilen über „Hakenkreuze an den Eiern“ oder „Nazipimmel im Rassenwahn“ gegrölt hätte. Wenn man nur eine Sekunde nachdenkt, erkennt man, dass das (wenn auch primitive und obszöne) Spottverse sind, für die man in der Hitlerei wohl eher im Lager geendet hätte als mit einem Orden vom Föhrrer.

Wer sowas singt, der verherrlicht die Nazis nicht, sondern macht sie zum Affen. Kein Hitler-Fan würde sich selbst oder seine Geistesbrüder als „Nazi“ bezeichnen. …


Ergänzung 03.11.2019:

https://www.andreas-unterberger.at/2019/11/das-scheitern-der-liederbuch-schnüffler/ (1.11.):

Sie begreifen es einfach nicht, dass die allermeisten Österreicher das Spiel längst durchschaut haben: Knapp vor jedem Wahlgang wird über eine willfährige Zeitung ein uralter Vorgang als brandneuer Skandal hochgespielt. Das geschieht jeweils in der Hoffnung, den Nationalsozialismus als politisches Halloween-Gespenst wiederauferstehen zu lassen und sich selbst zum antifaschistischen Widerstandshelden zu machen. Halt ein paar Jahrzehnte zu spät. Das immer gleiche Spiel löst im Grund nur noch Gähnreiz aus. Die Fadenscheinigkeit dieser immer gleichen Empörungsinszenierung zeigt sich beim jüngsten „Skandal“ ganz besonders klar: Diesmal geht es um eine Sammlung kopierter Zettel mit zum Teil anstößigen Liedern aus dem Dunstkreis einer rechten Mittelschüler-Verbindung. …


https://www.tagesstimme.com/2019/11/03/neues-von-rechts-pankraz-liederbuch-alles-roger/:

… Entgegen den Vorwürfen handelt es sich bei dem zu Beginn skandalisierten Lied „Es lagen die alten Germanen” jedoch mitnichten um NS-Verherrlichung. Darauf machten sowohl die FPÖ als auch die steirischen Burschenschaften aufmerksam. Denn die jetzt von den Medien problematisierten Liedstrophen waren als Persiflage auf die „Deutschtümelei” früher ebenso Teil des Liedguts katholischer Verbindungen. …


https://www.tagesstimme.com/2019/11/04/hofer-fpoe-mittlerweile-sind-fast-alle-medien-gegen-mich-unterwegs/:

… Wien. Die neuerliche „Liederbuch-Affäre” in der Steiermark ist weiterhin Thema. Mittlerweile hat der Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, sogar den Rücktritt von FPÖ-Obmann Norbert Hofer als Dritter Nationalratspräsident gefordert (Die Tagesstimme berichtete). Hofer äußerte sich nun auf Facebook zu dieser Rücktrittsforderung und fragte seine Fangemeinde, was sie von dieser Forderung halte. …


Ergänzung 05.11.2019:

https://www.tagesstimme.com/2019/11/05/liederbuch-burschenschaften-veroeffentlichen-offenen-brief/:

In der Diskussion um die sogenannte „Liederbuch-Affäre” haben die steirischen Burschenschaften am Dienstag mit einem offenen Brief reagiert.

Der Brief ist eine Reaktion auf eine Petition, die mehrere Kunstschaffende wie Elfriede Jelinek, Franzobel und Karl Markovics unter dem Titel „Gegen Nazi-Liedgut und antisemitische Hetze” zuvor veröffentlicht hatten. Die Unterzeichner forderten darin unter anderem den Rücktritt des FPÖ-Politikers Wolfgang Zanger sowie die Offenlegung aller Liederbücher österreichischer Burschenschaften.

Die Tagesstimme veröffentlicht die am heutigen Dienstagnachmittag publizierte Antwort der steirischen Burschenschaften im Folgenden ungekürzt: …


Ergänzung 06.11.2019:

https://www.tagesstimme.com/2019/11/06/landtagswahl-am-24-november-wird-in-der-steiermark-gewaehlt/:

… Graz. Bei der steirischen Landtagswahl am 24. November treten sechs Parteien an. Drei der Spitzenkandidaten, die bei der Landtagswahl in der Steiermark 2019 antreten, nämlich Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP), Mario Kunasek (FPÖ) und Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ), traten bereits 2015 an.

Für Landeshauptmannstellvertreter Michael Schickhofer (SPÖ), Niko Swatek (NEOS) und Sandra Krautwaschl (Grüne) wird es die erste Bewährungsprobe.

… Am 25.10.2019 folgten dann die Wahlkampfauftakte der Freiheitlichen und der Grünen. Dabei betonte Mario Kunasek, Spitzenkandidat der steirischen FPÖ für die Landtagswahl, dass es am 24. November darum gehe, „eine patriotische Rechtspartei zu wählen, damit die Steiermark unsere Heimat bleibt”. Auch die Themen Migration und Grenzkontrollen wurden angesprochen. „Ein Asylchaos wie 2015 darf sich nicht wiederholen. Die Europäische Union ist nicht in der Lage, Grenzschutz zu leben, daher müssen wir unsere Außengrenzen schützen. Und dazu braucht es ein gut ausgestattetes Bundesheer und die Polizei”, sagte Kunasek. …


Ergänzung 13.11.2019:

https://www.tagesstimme.com/2019/11/13/steiermark-erste-elefantenrunde-vor-landtagswahl-geschlagen/:

… Graz. Bei der ersten Elefantenrunde vor der steirischen Landtagswahl am 24. November diskutierten die jeweiligen Spitzenkandidaten über Themen wie Kinderbetreuung, Bildung, die Gerüchte um massiven Jobabbau bei Magna und Klimaschutz. In diesem Zuammenhang wurde auch ein mögliches Öffi-Ticket um 365 Euro pro Jahr für die ganze Steiermark diskutiert.

.. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP), LH-Stv. Michael Schickhofer (SPÖ), Mario Kunasek (FPÖ), Sandra Krautwaschl (Grüne), Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ) und Niko Swatek (NEOS) sorgten bei ihrem ersten Aufeinandertreffen für wenig Überraschungen.

Etwas lauter wurden die Stimmen nur beim Thema Kinderbetreuung, denn hier prallten die Ansichten von Kunasek auf jene von Krautwaschl. Kunasek wolle Eltern die Wahl lassen, auch länger zu Hause zu bleiben. In seiner Heimatgemeinde Gössendort gab es etwa eine finanzielle Unterstützung für jene, die das Kind nicht in der Krippe abgaben. Das sei aber keine „Herdprämie”, wie er betonte. …


Ergänzung 16.11.2019:

https://www.tagesstimme.com/2019/11/16/landtagswahl-vier-prozent-haben-bereits-gewaehlt/:

… Graz. Am 24. November finden in der Steiermark die Landtagswahlen statt. Bereits am Freitag [15.11.] haben 39.720 der 955.795 Wahlberechtigten – das sind 4,16 Prozent – den vorgezogenen Wahltag genützt, um ihre Stimme zur Landtagswahl abzugeben. Damit war der Vorwahltag heuer etwas weniger beliebt als 2015. …


Ergänzung 18.11.2019:

https://www.tagesstimme.com/2019/11/18/fpoe-fremd-im-eigenen-land-steirische-identitaet-schuetzen/:

… Graz. – Am Montag hat die steirische FPÖ unter dem Titel „Fremd im eigenen Land? Steirische Identität schützen!” eine Pressekonferenz über die Themen Soziales, Migration und Islamismus abgehalten. FPÖ-Landesparteiobmann Mario Kunasek, NAbg. Hannes Amesbauer und der Grazer FPÖ-Klubobmann Armin Sippel präsentierten dabei ihre Positionen für die anstehende steirische Landtagswahl am Sonntag. …

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