30 Jahre Mauerfall

https://www.freiewelt.net/nachricht/04-november-1989-eine-million-menschen-demonstrieren-auf-dem-alexanderplatz-10079435/ (4.11.):

Heute vor 30 Jahren versammelten sich auf dem Berliner Alexanderplatz mehr als eine Million Menschen zu einer Demonstration gegen das SED-Regime. Es war der Abgesang auf Mauerbau, Todesstreifen, Stasi und staatliche Willkür.

Der Alexanderplatz in Berlin war am 04. November 1989 schwarz von Menschen. Mehr als eine Million Demonstranten versammelten sich friedlich, um ihren Abgesang auf das SED-Regime zu zelebrieren. Diese Kundgebung war das für jedermann offensichtliche Ende eines Regimes, das seine Bürger rund um die Uhr überwachen ließ und den Menschen bis in die intimsten Sphären des Privatlebens nachschnüffelte. Es war das Ende derer, die eine tödlich gesicherte Mauer quer durch Berlin errichten ließen und einen mindestens ebenso mörderischen Todesstreifen auf fast 1400 Kilometer Länge quer durch Deutschland schufen.

Fünf Tage später fielen durch einen Versprecher Schabowskis diese menschenverachtenden Gebilde. …


https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2019/spd-momper-keilt-gegen-jammer-ossis/ (5.11.):

FRANKFURT/MAIN. Der frühere Regierende Bürgermeister von Berlin Walter Momper (SPD) hat den Ostdeutschen anläßlich des 30. Jahrestags des Mauerfalls vorgeworfen, zu viel zu jammern. Es gebe eine andere Selbstwahrnehmung im Osten, sagte Momper der FAZ. …


Gerald Grosz: https://www.youtube.com/watch?v=lTIRG7k4MwY 30 Jahre Mauerfall – Deutschland, vom Beton befreit, durch Merkels Spaltung getrennt. (3.11.  2 min)


Ergänzung 09.11.2019:

https://www.tagesstimme.com/2019/11/09/merkel-wiedervereinigung-dauert-halbes-jahrhundert-oder-laenger/:

Zum dreißigsten Jahrestag des Mauerfalls äußerte sich die Bundeskanzlerin Angela Merkel zu anhaltenden Unterschieden zwischen Ost- und Westdeutschland.

Berlin. – Die Regierungschefin erklärte, dass eine Wiedervereinigung noch nicht vollständig gelungen sei. Die Angleichung würde weit länger dauern, als bisher angenommen. So könne diese durchaus „ein halbes Jahrhundert“ andauern.

… In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ äußerte sich Angela Merkel zum Mauerfall und den Folgen für die Bundesrepublik. Von einer erfolgten Angleichung könne man noch nicht sprechen. So sagte sie, man solle Geduld walten lassen: „Auch die Mühen der Freiheit, alles entscheiden zu müssen, müssen gelernt werden“. …


Dieter Stein: https://jungefreiheit.de/debatte/streiflicht/2019/das-ende-eines-sonderweges/ (9.11.):

In meiner Kindheit machten wir Anfang der siebziger Jahre Urlaub in der Lüneburger Heide. Wir spazierten zu einer gesprengten Elbbrücke. Unser Vater wies nach Osten und meinte: „Dort drüben geht Deutschland weiter.“ Ich bin mit dem Bewußtsein großgeworden, daß die Teilung ein anormaler, gewaltsamer Zustand war. …


Dieter Stein: https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2019/auf-nach-berlin-2/ (9.11.):

Wie schafft man es auf eine Postkarte? JF-Redakteuren der ersten Stunde gelang dies, weil sie in der Nacht vom 10. auf den 11. November 1989 mit Zehntausenden auf der Berliner Mauer am Brandenburger Tor feierten – und eine deutsche Fahne dabeihatten! Im Gegensatz zum Festakt zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990, als der Platz vor dem Reichstag in ein schwarzrotgoldenes Fahnenmeer getaucht war, damals noch ein Unikum. …


Boris T. Kaiser: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2019/kaisers-royaler-wochenrueckblick-34/ (9.11.):

Heute jährt sich zum 30. Mal der Fall der Berliner Mauer. Eigentlich ein Grund zu unendlicher Freude. Während jedes andere Volk ein solches Jubiläum mit einem Gefühl der nationalen Verbundenheit ausgelassen feiern würde, nutzen in Deutschland viele den runden Geburtstag der wiedergewonnenen, gesamtdeutschen Freiheit, um die Spaltung innerhalb der Bevölkerung voranzutreiben. Statt republikanisch-patriotische Freudenklänge erklingen zu lassen, blasen sie in das alte, dumpfe Horn zum Kampf gegen rechts. …


Karlheinz Weißmann: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2019/ende-des-postnationalen-irrwegs/ (9.11.):

In den 1970er Jahren antwortete der Liedermacher Reinhard Mey auf die Frage, welches Gebäude so häßlich sei, daß man es abreißen sollte: „die Berliner Mauer“. In seiner Zunft und der Kulturszene überhaupt machte er sich damit keine Freunde. Ganz im Gegenteil. Denn auch wenn es kaum jemanden gab, der die Mauer ästhetisch ansprechend fand, so wurde sie in der alten Bundesrepublik doch achselzuckend hingenommen, von den Gebildeten oft noch hinzugefügt, daß sie auf eine gewisse Weise der Friedenssicherung diente. …


http://kpkrause.de/2019/11/06/noch-immer-lust-am-sozialismus/:

und am Untergang – Dabei ist der Mauerfall erst 30 Jahre her – Aber die sozialistische Ideologie trotzt aller schrecklichen Erfahrung – Die Auseinandersetzung zwischen Kollektivismus und Individualismus – Eine Tagung des Forums Freiheit in Berlin, das Klonovsky-Buch Land der Wunder und deutsche Politiker, die die Wiedervereinigung nicht gewollt haben – Gescheitert ist die DDR an ihrem System: dem Sozialismus …


Ergänzung 10.11.2019:

Martin Sellner: https://www.youtube.com/watch?v=S8ke2llhiOo 30 Jahre Mauerfall — immer noch gefangen (10.11. 7 min)


Kurt Zach: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2019/enteignete-erinnerung/ (10.11.):

Wer als Deutscher sein Land liebt und über ein Mindestmaß an ästhetischem Empfinden und Sinn für das Angemessene verfügt, der muß notgedrungen leiden an nationalen Feier- und Freudentagen und historischen Jubiläen wie diesem, dem dreißigsten Jahrestag des Falls der Berliner Mauer und damit auch des kommunistischen Unrechts-, Ausbeutungs- und Unterdrückungsregimes.

… Kommt die Kanzlerin zur Feierstunde ans Mauer-Mahnmal, warnt sie nicht etwa vor den Gefahren und verbrecherischen Folgen von Kommunismus und Diktatur, sondern vor „Haß, Rassismus und Antisemitismus“. …

Als wären die Deutschen in der ehemaligen „DDR“ nicht dagegen auf die Straße gegangen, daß man sie unmenschlich eingesperrt und entmündigt hat, sondern um von illegalen Migranten aus aller Welt überflutet und ausgenutzt zu werden und um die wiedergewonnene nationale Selbstbestimmung gleich wieder an der Brüsseler Garderobe abzugeben. …


Ergänzung 11.11.2019:

https://www.freiewelt.net/nachricht/einheitsfeier-ohne-schwarz-rot-gold-10079496/ (11.11.):

Viele gingen in Berlin zum Brandenburger Tor, um 30 Jahre Mauerfall zu feiern, und wurden enttäuscht. DDR-Flüchtlinge wurden mit heutigen Migranten gleichgesetzt, Rapper sangen »Endlich wieder Krieg« und auf Hebräisch wurde »Schluss mit der Besatzung« eingeblendet. Schwarz-Rot-Gold sah man nirgends.

Am 9. November 2019 jährte sich zum 30. Male der Fall der Berliner Mauer. Im Zuge der Friedlichen Revolution in der DDR leitete ein Versprecher des Berliner SED-Bezirkchef Günter Schabowski auf einer Pressekonferenz zum neuen Reisegesetz einen Massenansturm auf die Grenzübergänge und damit den Prozess der Deutschen Einheit ein.

Ein Grund für ganz viele zum Feiern. Dem konnte sich auch die rot-rot-grüne Stadtregierung in Berlin nicht ohne weiteres entziehen. Von daher wurde eine ganze Festivalwoche zu 30 Jahre Friedliche Revolution und Mauerfall angesetzt. Menschen aus der ganzen ehemaligen DDR, aber auch ganz viele internationale Touristen pilgerten in die deutsche Hauptstadt. …


Ergänzung 20.11.2019:

https://www.youtube.com/watch?v=2gSMKOAPezU Michael Klonovsky: Ich komme aus der DDR, ich komme aus der Zukunft! (5.11.  43 min)


Ergänzung 29.11.2019:

Vera Lengsfeld: https://www.freiewelt.net/blog/30-jahre-friedliche-revolution-10079675/ (29.11.):

Achtundzwanzigster November 1989: Bundeskanzler Kohl legt seinen Zehn-Punkte-Plan zur schrittweisen Überwindung der Teilung Deutschlands dem Bundestag vor.

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