Buch: Robert Sarah: „Herr bleibe bei uns, denn es will Abend werden“

Markus Schmidt: https://katholisches.info/2019/11/22/zwei-kardinaele-zwei-mahnende-stimmen-in-weltenburg/:

Auf sehr großes Interesse stieß gestern abend die Vorstellung der deutschen Ausgabe des neuen Buchs von Kardinal Robert SarahHerr bleibe bei uns, denn es will Abend werden“ im Kloster Weltenburg. Kardinal Sarah ist Präfekt der römischen Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung.

Vorher zelebrierte Kardinal Gerhard Müller, bis 2017 Präfekt der römischen Glaubenskongregation, ein Pontifikalamt am Hochaltar der überfüllten barocken Klosterkirche mit Weihrauch, gregorianischem Choral und an der Kommunionbank durch mehrere Priester ausgeteilter Kommunion …

… Kardinal Müller stellte das Buch lobend vor und fand dabei deutliche und kritische Worte zur Situation in Kirche und Gesellschaft und zu den „Eliten“. Er nahm dabei kein Blatt vor den Mund, wofür er mehrfach Applaus erhielt. Es wird interessant sein, wie der anwesende bayerische Rundfunk das dann „kritisch“ darstellen wird.

Kardinal Sarah beantwortete danach Fragen der Anwesenden. Er betonte dabei mehrmals, daß eine Neuevangelisierung des Abendlandes notwendig ist und beklagte die Kinderarmut in den westlichen Ländern.

Er sprach sich für mehr Gebet im geistlichen Leben und mehr Stille als Basis der Liturgie aus. …


Ergänzung 27.11.2019:

https://www.freiewelt.net/nachricht/kirche-vom-geist-des-atheismus-durchdrungen-10079639/ (27.11.):

Führungsschicht bastelt sich eine Einheitsreligion als eine Art »spiritueller Vereinigung aller Menschen im materiellen Lebensgenuss ohne jede Transzendenz.«

Kardinal Müller kommentierte am Donnerstag im Kloster Weltenburg die Situation von Gesellschaft und Kirche. Und der Kirchenfürst ist pessimistisch. Alles deutet auf eine neue Art der Ideologie hin: Eine »neue Weltelite spielt sich wie eine neue Herrenrasse auf«, erklärte der Kardinal. Abtreibung als »Tötung eines Kindes im Mutterleib« im Namen der Selbstbestimmung der Frau als Menschenrecht zu erklären sei vergleichbar mit der Rechtfertigung der Sklaverei in den amerikanischen Südstaaten, weil es sich um »keine vollwertigen Menschen« gehandelt habe, wie katholisch.de berichtet.

Die katholische Kirche sei – mit ihrer Morallehre – an vorderster Front und auf ganzer Schusslinie. Gleichzeitig gebe es aber in der Kirche selbst Not für Reform, die vor allem darin bestehen müsse, die Tugenden der Klugheit, der Gerechtigkeit, der Tapferkeit und des Maßes wieder zu beleben. Die Antwort seien keine bloßen »Strukturreformen, Anpassungen an das Unvermeidliche, das Verschweigen unangenehmer Wahrheiten und Umdeutung der geoffenbarten Mysterien.« …

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2 Antworten zu Buch: Robert Sarah: „Herr bleibe bei uns, denn es will Abend werden“

  1. Notwende schreibt:

    Wäre interessant zu wissen, ob der Herr Kardinal den Begriff der Kinderarmut richtig meinte:
    Nicht arme Kinder, sondern ein Volk arm an Kindern.

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