Petition gegen Uwe-Steimle-Rauswurf

https://www.tagesstimme.com/2019/12/05/mdr-rauswurf-wegen-kritik-fans-starten-petition-fuer-uwe-steimle/:

Die Entscheidung des MDR, die Zusammenarbeit mit dem beliebten Unterhaltungskünstler Uwe Steimle aufzukündigen, sorgt für breite Kritik. Nun kommen ihm seine Fans zu Hilfe.

Leipzig. – Maßgeblich für die Entscheidung, den Kabarettisten vor die Tür zu setzen, war der Bild zufolge unter anderem ein Interview in der konservativen Jungen Freiheit im Vorjahr. In diesem warf er den öffentlich-rechtlichen Angeboten vor, eine mangelnde Staatsferne zu pflegen. Den ARD-Journalisten Claus Kleber verglich er dabei mit dem DDR-Propagandisten Karl-Eduard von Schnitzler alias „Sudel-Ede”.

… Für den Mitteldeutschen Rundfunk ist die Begründung für das Steimle-Aus klar. „Wiederholt” habe dieser „die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks infrage gestellt”. Neuerliche Kritik am MDR zeige „mangelnde Loyalität” gegenüber dem Sender, dies mache eine weitere Zusammenarbeit „unmöglich”. Man habe bereits nach dem JF-Interview klargemacht, dass seine Aussagen „nicht akzeptabel” seien. …

https://www.openpetition.de/petition/online/wir-sind-steimles-welt (4.12.)


 Ergänzung:

Boris T. Kaiser: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2019/steimle-rauswurf-die-grenze-der-meinungsfreiheit/ (5.12.):

Ich glaube, daß wir noch nie in der Bundesrepublik soviel Meinungsfreiheit hatten, wie wir sie haben“, sagte kürzlich der ARD-Journalist Georg Restle in der Talkshow von Sandra Maischberger. Er sprach damals mit dem AfD-Gründer Bernd Lucke über die linksradikalen Studentenproteste gegen ihn und seine Vorlesungen an der Uni Hamburg. Der Moderator des Politmagazins „Monitor“ steht mit dieser Ansicht nicht alleine da. …


Ergänzung 06.12.2019:

Katrin Huß: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2019/steimle-braucht-den-mdr-nicht-der-mdr-aber-steimle/ (6.12.):

Eine der häufigsten Redensarten im Deutschen heißt: „Spaß beiseite“. So dürfen wir uns wohl den Humor beim Heimatsender MDR in Leipzig vorstellen.

Doch was erwarten wir auch von einer Sendeanstalt, wo inzwischen Hobbyköche, Schlagersänger, Schauspieler und Ärzte ohne journalistische Grundausbildung einen Großteil der Sendungen moderieren und gestandene Journalisten zu anstrengend geworden sind, weil sie mitdenken wollen?

Mal davon abgesehen, daß es Gebührengelder kostet, zusätzliche Redakteure zu beschäftigen, um Moderationsinhalte und Interviewfragen auszuarbeiten oder ein Moderationscoaching zu finanzieren. Das alles war, meines Wissens, bei Uwe Steimle nicht notwendig. …


Ergänzung 07.12.2019:

https://www.freiewelt.net/nachricht/zensur-mdr-setzt-satiriker-uwe-steimle-vor-die-tuer-10079748/ (6.12.):

… Wenn man die Sendungen von Jan Böhmermann oder die »ZDF-Heute-Show« anschaut, hat man das Gefühl, Satiriker und Kabarettisten dürfen in Deutschland alles sagen. Das ist an sich ganz gut. Nur stimmt diese Einschätzung nicht. Es kommt darauf an, welche Stoßrichtung der Humor hat.

Der Humor des gerade in den neuen Bundesländern äußerst beliebten Satirikers und Kabarettisten Uwe Steimle ging dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk gegen den Strich. Es klang wohl zu rechts, obwohl Steimle von sich selber sagt, er sei »weder links noch rechts, sondern ganz vorne«.

Der Hauptgrund ist wohl ein ganz anderer: Steimle wagte es, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu kritisieren. Ein Tabubruch. Also trennte sich der MDR von ihm (siehe Berichte und Kommentare bei »Epoch Times«, »Eigentümlich frei«, »Tagesspiegel«, »Focus-Online«). …


Moritz Schwarz: https://jungefreiheit.de/debatte/interview/2018/der-sachse-machts-maul-auf-2/ (2.7.2018)


Ergänzung 09.12.2019:

Vera Lengsfeld: https://www.freiewelt.net/blog/bei-meinungsfreiheit-rausschmiss-10079764/ (9.12.):

Der Entschluss des MDR, die Zusammenarbeit mit ihrem Top-Quotenbringer Uwe Steimle zu beenden, trifft auf weitgehendes Unverständnis der Zuschauer. Das macht sich besonders auf der Internetseite des Senders bemerkbar, wo tausende kritische Kommentare gepostet wurden. …


Ergänzung 15.12.2019:

Matthias Matussek: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2019/hier-wird-nicht-gelacht/ (15.12.):

Lustiger war eine öffentlich-rechtliche Anstalt lange nicht mehr, als es der MDR war in seiner Begründung zum Rausschmiß des Kabarettisten Uwe Steimle. Der nämlich habe die „Unabhängigkeit des Senders“ in Frage gestellt und zwar „wiederholt“, womit er nicht mehr tragbar sei. Aber Leute, ihr wißt doch genau, daß Steimle recht hat und daß er nicht der einzige ist: rund 40 Prozent der Hörer oder Zuschauer sehen das wie er – laut einer Umfrage des WDR. Nämlich, daß der Staat seinen Sendern, in deren Rundfunkräten er massiv vertreten ist, politische Vorgaben mache. Ist doch peinlich, oder? Fast jeder zweite hat Zweifel an eurer Glaubwürdigkeit. Hammer, oder? …

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