Ukraine: Corona offenbart die Unmenschlichkeit der „Leihmutterschaft“

Schrecklich:
Birgit Kelle: http://vollekelle.de/2020/05/15/kollateralschaden-kind-wenn-die-lieferketten-der-leihmutterschaft-unterbrochen-sind/:

… Rund 500 Neugeborene warten derzeit offenbar in der Ukraine darauf, von ihren „Bestellern“ abgeholt zu werden, die aufgrund von Corona-Reisebeschränkungen nicht ins Land einreisen können. Die Lieferketten sind nicht nur bei sonstigen Waren des täglichen Gebrauchs weltweit unterbrochen, auch dort, wo der Mensch durch die Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin in fremden Bäuchen gebrütet und als begehrtes Objekt gehandelt wird, wird er eben auch so behandelt: als Objekt. Bestellt und nicht abgeholt.

Eines der zahlreichen Reproduktionsunternehmen der Ukraine, BioTexCom, hat ein Video aus dem firmeneigenen Hotel in Kiew online gestellt, um in farbenfrohen Pastellbildern zu versichern, dass alles getan werde, um die allein hier beaufsichtigten 46 Neugeborenen zu betreuen, bis es eine administrative Lösung gibt. …

Schätzungen zufolge warten alleine in der Ukraine 500 Babys darauf, dass jemand sie heimholt. Weltweit werden ähnliche Probleme gerade auch in anderen Ländern entstehen, die die sogenannte „Leihmutterschaft“ legalisiert und damit den modernen Kinderhandel im Namen des Elternwunsches salonfähig gemacht haben. …


Ergänzung 20.05.2020:

https://demofueralle.blog/2020/05/20/zur-ware-degradiert-video-zeigt-schrecken-der-leihmutterschaft/:

Die Szenen im Video sind herzzerreißend: Dicht aneinander gereiht liegen schreiende Säuglinge in ihren kleinen Bettchen in einem Hotelzimmer in Kiew. Pflegerinnen mit Schutzmasken (!) versuchen, die Kinder zu beruhigen. Als Betrachter fragt man sich besorgt: Wo stecken die Eltern?

Die Antwort ist kompliziert: Die Kinder wurden bei dem ukrainischen Reproduktionsmedizin-Unternehmen BioTexCom „bestellt“ und von Leihmüttern ausgetragen. Aufgrund der Corona-Reisebeschränkungen können die „Bestelleltern“ aus Europa und China die Kinder allerdings nicht abholen.

… Die Perversion ist offensichtlich: Die Kinder werden wie Produkte in einem Supermarkt behandelt und müssen warten, bis sie von den Kunden abgeholt werden, die pro Kind zwischen 40.000 und 65.000 Euro an BioTexCom bezahlen. Leihmutterschaft ist ein äußerst lukratives Geschäft, bei dem die Kinder zur Ware und die Leihmütter zu Brutkästen degradiert werden. …


Ergänzung 27.05.2020:

http://kath.net/news/71751 Ethikerin: Leihmutterschaft nach Skandal in Ukraine verbieten (24.5.):

… Würzburg/Wien (kath.net/ KAP) Babys – bestellt und nicht abgeholt: So könnte man die Tatsache auf den Punkt bringen, dass in der Ukraine mehr als 100 von Leihmüttern geborene Säuglinge wegen der Corona-Krise nicht abgeholt werden können. Für die Wiener Bioethikerin Susanne Kummer haben die schockierenden Bilder, die dazu von Presseagenturen weltweit ausgestrahlt wurden, System und zeigen einen unakzeptablen Missstand im Zusammenhang mit der in der Ukraine besonders verbreiteten Leihmutterschaft auf: „Pure finanzielle Not“ veranlasse die betreffenden Frauen dazu, „sich als Gebärmutter zur Verfügung zu stellen“, schrieb die Expertin des von der Österreichischen Bischofskonferenz getragenen Instituts für medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) in der jüngsten Ausgabe der deutschen Wochenzeitung „Die Tagespost“. Sie forderte ein internationales Verbot dieser entwürdigenden Praxis. …

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