GfdS lehnt Genderstern ab; Petition gegen Genderwahn

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2020/gesellschaft-fuer-deutsche-sprache-lehnt-gender-sprech-ab/ (14.8.):

BERLIN. Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat das sogenannte Gendersternchen abgelehnt. Eine Prüfung habe ergeben, daß es sich nicht eigne, um geschlechtsneutrale Personenbezeichnungen zu bilden. „Bei seiner Verwendung entstehen nicht nur grammatisch falsche Formen (z. B. Arzt*in oder Ärzt*in), auch den Regeln der deutschen Rechtschreibung entspricht das Sternchen nicht“, teilten die Sprachschützer am Donnerstag mit.

Zwar befürworte die Gesellschaft für deutsche Sprache grundsätzlich eine diskriminierungsfreie Sprache, „das sogenannte Gendersternchen (z. B. Leser*in) stellt aber aus sprachlicher Sicht kein geeignetes Mittel dar, um dieses Anliegen umzusetzen“. Auch andere vergleichbare Ausdrucksmittel wie der Gender-Unterstrich, der Gender-Doppelpunkt oder der Gender-Mediopunkt seien „mit den amtlichen Regeln der deutschen Rechtschreibung nicht vereinbar“. …

… Unterdessen stößt die Petition der JUNGEN FREIHEIT gegen Gender-Sprache weiterhin auf große Zustimmung. Bis Freitag unterzeichneten fast 24.000 Personen den Appell gegen angeblich geschlechtergerechte Sprache. …


Ergänzung:

https://www.tagesstimme.com/2020/08/15/genderneutrale-schreibweisen-als-problematisch-bewertet/:

… Es sei auch unklar, wie die Formen in der gesprochenen Sprache realisiert werden sollen. Wird das Gendersternchen oder eine vergleichbare Form beim Vorlesen eines Textes nämlich als Zeichen ignoriert, so wird die feminine Form gesprochen (z. B. Leserin). Diese könne dann aber nicht mehr als geschlechtergerecht oder genderneutral betrachtet werden. Eine „Gender-Sprechpause”, wie sie oftmals zu hören ist, entspräche zudem nicht den Aussprachenormen, heißt es in der Stellungnahme der GfdS. Eine genderneutrale Schreibweise könnte außerdem auch für Computerprogramme, die beispielsweise Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit den Besuch einer Internetseite ermöglichen, problematisch sein. Gendersternchen, Unterstriche und Doppelpunkte würden dabei nicht einheitlich interpretiert werden, wodurch die Barrierefreiheit eingeschränkt wäre. …


Ergänzung 19.08.2020:

https://jungefreiheit.de/kultur/2020/oeffentlich-rechtlicher-radiosender-spricht-gendersternchen/ (19.8.):

BERLIN. Der Jugendsender „Fritz“ wird als erster öffentlich-rechtlicher Radiosender in seinen Nachrichten künftig das sogenannte Gendersternchen mitsprechen. Die Redaktion habe sich nach mehreren Versuchen darauf verständigt, das Sternchen durch eine kurze Pause abzubilden, sagte Programmchefin Karen Schmied dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Damit wolle der zum ARD-Verbund gehörende Sender sowohl alle Männer und Frauen wie auch Personen, die sich keinem der beiden Geschlechter zugehörig fühlen, mit einbeziehen.

Das Sprechen des Gendersterns sei anfangs zwar etwas ungewohnt gewesen und habe seltsam geklungen, erläuterte Schmied. Die Nachrichtenredaktion habe sich aber schnell daran gewöhnt. „Pro Satz soll es nicht zu viele Sternchen-Formulierungen geben, sonst klingt es zu verwirrend.“ …


Ergänzung 20.08.2020:

https://unser-mitteleuropa.com/irre-rbb-will-in-jugendprogramm-gendersternchen-durch-pause-mitsprechen/ (20.8.):

… Dazu erklärt die stellvertretende Landesvorsitzende der AfD Brandenburg, Birgit Bessin: …


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