100 Jahre Kärntner Volksabstimmung

https://de.wikipedia.org/wiki/Volksabstimmung_1920_in_K%C3%A4rnten:

… Am 10. Oktober 1920 fand eine Volksabstimmung im Grenzgebiet Südkärntens statt, in dem die slowenischsprachige Volksgruppe ca. 70 % der Gesamtbevölkerung ausmachte: 59,04 % aller Stimmen gingen dabei an Österreich. Aus dem Ergebnis ging hervor, dass auch ein erheblicher Teil (etwa 40 %) der Kärntner Slowenen für den Verbleib bei Österreich gestimmt hatte. Dabei war die Zustimmung zur Angliederung an den SHS-Staat in den südlichen, an Slowenien angrenzenden Gemeinden tendenziell stärker als in den nördlicher gelegenen Gemeinden.

Das Votum der Slowenen für Österreich ist vor allem auf die tradierten sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Bindungen innerhalb der historisch gewachsenen Grenzen Kärntens zurückzuführen. Klagenfurt war auch für die „Zone A“ das wirtschaftliche und infrastrukturelle Zentrum.

Durch die von Jugoslawien angestrebte Grenzziehung sah man Absatzmärkte gefährdet und Familien von Trennung bedroht. Glaubens- und Mentalitätsunterschiede, die demokratische Staatsform Österreichs und dessen höherer Entwicklungsgrad und Wohlstand sowie die Zusagen bezüglich des Minderheitenschutzes spielten ebenfalls eine Rolle. …


Ergänzung:

https://kaernten.orf.at/stories/3070397/ 100 Jahre Kärntner Volksabstimmung (9.10.):

Van der Bellen und Pahor riefen eindringlich zum Minderheitenschutz auf. Er bedauere den Rückgang der Kärntner Slowenen „sehr“ und hoffe auf eine Trendumkehr, sagte Van der Bellen. Pahor sagte, dass auch Slowenien eine „Pflicht“ zum Schutz der deutschsprachigen Volksgruppe habe. Die erstmalige Teilnahme eines slowenischen Staatspräsidenten am Klagenfurter Volksabstimmungsgedenken sei „ein Schwimmen gegen den Strom“ angesichts der zunehmenden „Auffassungsunterschiede auf nationaler, aber auch europäischer Ebene“, so Pahor. …


https://youtu.be/SqLXT_wzYU4 Kärntner Heimatlied und Abschluss „Musik in Bewegung“ – Landesmarschwertung in Kraig 2019 (2019  6min)


https://unser-mitteleuropa.com/100-jahre-kaerntner-volksabstimmung/ (10.10.):

… Die Volksabstimmung musste erkämpft werden. Bereits im Dezember 1918 drangen die ersten bewaffneten Okkupanten aus Slowenien in Südkärnten ein und besetzten später sogar für eine kurze Zeit Klagenfurt. Nur der bewaffnete Widerstand von Studenten und Freikorps, der etwa 300 Todesopfer auf Deutschkärntner Seite forderte, erzwang das Zustandekommen der Abstimmung. …


https://www.unzensuriert.at/content/113512-100-jahre-nachdem-mannesmut-und-frauentreu-die-heimat-sich-erstritt-aufs-neu/ (10.10.):

Heute, Samstag, jährt sich das demokratische Bekenntnis der Deutsch-Kärntner zu ihrer Heimat, der Republik Österreich, zum 100. Mal. Am 10. Oktober 1920 konnten die Kärntner wählen zwischen dem Verbleib bei Österreich und der Annexion durch den südslawischen Staat.

… Für die Kärntnerinnen war es erst die zweite Wahl überhaupt, da die Frauen erst kurz davor das Wahlrecht erhalten hatten.

Die Frauen haben überhaupt einen bedeutenden Beitrag zur Kärntner Freiheit geleistet, der, so der Autor der jüngsten Eckartschrift zur Politik in Kärnten, der ZurZeit-Herausgeber Walter Tributsch, viel zu wenig bisher gewürdigt wurde. Ihnen setzt er mit seiner Schrift ein wichtiges Denkmal. …


Ergänzung 11.10.2020:

https://www.tagesstimme.com/2020/10/11/linksextremismus-staette-der-kaertner-einheit-wurde-geschaendet/:

Nach den 100-Jahres-Feiern am Samstag kam es in Klagenfurt zu einem mutmaßlich linksextremen Farbanschlag.

Klagenfurt. – In der Nacht auf Sonntag haben mutmaßliche Linksextreme die Stätte der Kärntner Einheit im Klagenfurter Landhaushof beschmiert. Die bislang unbekannten Täter verunstalteten das Denkmal mit Farbe, sprühten darauf „Smrt fasizmu“ (Slowenisch für „Tod dem Faschismus“) und hinterließen kommunistische Symbole.

… Laut ORF-Bericht veurteilte Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) die Sachbeschädigung „auf das Schärfste, nicht nur als Landeshauptmann, sondern auch als Mensch, denn sie sind ein Zeichen für Radikalismus und in diesem Fall auch von maßloser Dummheit“. …

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