Interview mit Norbert van Handel

https://unser-mitteleuropa.com/interview-mit-baron-van-handel-die-eu-war-nicht-dazu-gedacht-die-vereinigten-staaten-von-europa-zu-bilden/ (19.1.):

Interview mit Baron Norbert van Handel, Absolvent der Wirtschaftswissenschaften und der Geschichte, Doktor der Rechtswissenschaften. Er hat mehrere private Unternehmen gegründet und geleitet und war in der österreichischen Wirtschaftskammer tätig. In den 70er Jahren war er Leiter der österreichischen Delegationen im Bereich Energie und Rohstoffe bei der OECD (Paris), beim Europarat (Straßburg) und bei der UNECE-Handelskammer (Genf). Vizepräsident der Niederländischen Handelskammer in Österreich von 1982 bis 2013. Er ist Mitglied des Europäischen St.-Georgs-Ordens (Europäischer Orden des Hauses Habsburg-Lothringen), dessen Prokurator er war.

… Sie haben die Gründung einer M7 vorgeschlagen, eines Blocks, der aus den Visegrád-Ländern, Österreich, Slowenien und Kroatien besteht. Könnte dieser Block eine Alternative zum derzeitigen EU-Modell sein? [M. steht wohl für Mitteleuropa]

Wichtig ist die Entwicklung von M7, also einer Organisation, die Österreich, Visegrád-4, Slowenien, Kroatien und, wenn möglich, Teile Oberitaliens umfasst. Sie basiert auf den früheren und zum Teil noch bestehenden engen Beziehungen dieser Länder im Rahmen von Österreich-Ungarn. Ich sehe es als eine Organisation innerhalb der EU ähnlich, wie es zum Teil mit den Benelux-Ländern oder den skandinavischen und baltischen Staaten gesehen wird. Sollte sich die EU in ihrer jetzigen Form jedoch auflösen, wäre die M7 ein durchaus denkbares Modell kleinerer christlicher Staaten mit jahrhundertelanger gemeinsamer Geschichte.

Sie verteidigen ein Europa der Vaterländer. Glauben Sie, dass sich dieses Europa gegen das föderalistische Projekt der EU und die Agenda 2030 durchsetzen kann?

Die EU geht in die falsche Richtung. Alles, was in Richtung eines Superstaates geht, wie Finanz- oder Sozialunion und Ähnliches, ist entschieden abzulehnen. Die EU ist als Friedensprojekt und als Wirtschaftsprojekt gedacht, aber nicht als die Vereinigten Staaten von Europa. Alles, was darüber hinausgeht, würde die kleinen christlichen Staaten in einer Weise dominieren, die von der Bevölkerung nicht gewollt ist, und würde automatisch zu einer Vormachtstellung der großen Staaten in der EU führen. Deshalb verteidige ich die M7-Idee. …

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