Kann Mitteleuropa Europa retten?

Cyril Moog: https://unser-mitteleuropa.com/mitteleuropa-und-die-goethezeit/ (18.4.):

Beim Kampf gegen den Kommunismus war es vor allem Mitteleuropa, wo sich der im Menschen verborgene geistige Drang zur freien Individualität am deutlichsten manifestierte.

Die eigentlich christlich-abendländischen Werte, in Westeuropa selbstverständlich und kaum noch bemerkt, wurden zur Inspiration des Widerstandsgeistes gegen den Totalitarismus. Von Mitteleuropa – einer Region, zu der einst auch Deutschland kulturell gehörte – ging somit eine erste Wiedergeburt der abendländischen Zivilisation aus: die Rekonstruktion eines versunkenen Kontinents. …

… Angesichts des zivilisatorischen Niedergangs Europas könnte Mitteleuropa die letzte Bastion des Abendlandes sein. Dabei wird es darauf ankommen, dass an die geistigen, auf ein höheres Menschentum gerichteten Orientierungen und Kulturimpulse der Goethezeit wieder angeknüpft wird. Die menschheitsgeschichtliche Bedeutung dieser Kulturziele besitzt, in einer unserer Entwicklungssituation gemäßen Form, auch heute noch ihre volle Gültigkeit. …


Ergänzung 20.04.2021:

Siehe auch: Über die Zukunft Europas


Höchst lesenswert:
János Latorcai: https://unser-mitteleuropa.com/kann-das-christliche-erbe-europas-geschuetzt-werden/ (19.4.):

Vor siebzig Jahren, am 18. April 1951, wurde der Vertrag von Paris zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl unterzeichnet, ein direkter Vorläufer der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, die nur wenige Jahre später durch die Römischen Verträge gegründet wurde und als Vorläufer der Europäischen Union, wie wir sie heute kennen, angesehen werden kann.

Diejenigen, die einst die Einigung des europäischen Kontinents vorantrieben, waren Männer, die von ihrem tiefen christlichen Glauben geprägt waren: Konrad Adenauer, Alcide de Gasperi und Robert Schuman. Dies ist so wahr, dass die beiden letztgenannten bereits den Prozess der Seligsprechung in der katholischen Kirche begonnen haben. Dass sich die drei Staatsmänner 1951 in einem Benediktinerkloster am Rheinufer zum Nachdenken und Beten trafen, bevor die Verhandlungen begannen, ist in diesem Zusammenhang ebenso verständlich wie symbolträchtig. Sie alle waren sich bewusst, dass nach dem Zweiten Weltkrieg, im Schatten der kommunistischen Diktatur der Sowjetunion, einer der Siegermächte, der Wiederaufbau Europas nur gelingen konnte, wenn er auf einem soliden, für alle akzeptablen Fundament stand.

Sie glaubten fest daran, dass die Idee der antiken griechischen Demokratie endlich in einer modernen christlichen Demokratie erfüllt werden könnte, die auf der Gleichheit vor Gott – über Geschlecht, Rasse und Klasse hinweg – und auf der persönlichen Beteiligung und Verantwortung aller Mitglieder der Gesellschaft beruht. Sie haben auch von der griechischen Philosophie gelernt, dass der effektivste Weg zur Lösung politischer Konflikte in einer auf logischer Argumentation basierenden Debatte besteht, in der man versucht, den anderen zu verstehen und dann einen Kompromiss zu schließen, während man seine Prinzipien bewahrt. …

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