Ungarn: Orbán triumphiert bei Parlamentswahlen

https://www.freiewelt.net/nachricht/erdrutschsieg-fuer-orban-in-ungarn-10088702/ (4.4.):

Bei der Nationalratswahl in Ungarn hat die Fidesz-Koalition von Viktor Orbán einen entscheidenden Sieg errungen, mit 53 % der Stimmen und zwei Dritteln der Sitze im Parlament. Die von Berlin und Brüssel hofierte »Vereinte Opposition«, die sechs linke, kommunistische und neo-faschistische Parteien vereint, kam nur auf 35 %.

Alle Bemühungen der EU, Orbán durch Millionen für linke NGOs und Vorenthalten von Milliarden an Corona-Hilfen im Namen der »Rechtsstaatlichkeit« zu stürzen, sind damit gescheitert (Freie Welt berichtete).

… »Wir haben einen großartigen Sieg errungen – einen so großen Sieg, dass man ihn womöglich vom Mond sehen kann, und ganz sicher in Brüssel«, so Orbán vor einer jubelnden Menge. …


Ergänzung 06.04.2022:

https://jungefreiheit.de/kultur/medien/2022/medienschau-orban/ (5.4.):

Deutlicher als erwartet: Der Wahlsieg der Partei von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán treibt nicht nur die EU, sondern auch deutsche Redaktionsstuben um. Die JUNGE FREIHEIT bietet einen Überblick über die Reaktionen deutscher Medien.

Die Süddeutsche Zeitung kritisiert, Orbán habe unter „unfairen Bedingungen und in einem demokratisch beschädigten System“ gewonnen. Sein Sieg sei „das Vorbild für ein autokratisches Modell, das mitten im Westen Fuß fassen – und sich ausbreiten wird“, befürchtet das Blatt. Autorin Cathrin Kahlweit weist jedoch auch daraufhin, daß es zu kurz gedacht sei, der Regierungschef habe diese Wahl „nur mit Manipulation“ gewonnen. Die Fidesz-Partei habe ein System perfektioniert, in dem Ungarn als unterschätzte Nation dargestellt werde, während „der ‚Westen‘ verkommt“.

Die Wochenzeitung Die Zeit analysiert, Orbán sei es gelungen, die Angst vor dem Krieg zu instrumentalisieren. Für seinen Wahlsieg habe er „billiges russisches Gas“ gebraucht und sich deswegen mit Kritik an Rußlands Präsident Wladimir Putin zurückgehalten. Autor Ulrich Ladurner resümiert: „Man kann es so sagen: Wenn es einen Wunsch nach Veränderung in Ungarn gab, dann ist er am System Orbán zerbrochen. Dieses System hat die Kontrolle über die Botschaften, die das Volk erreicht. Dieses System hält viele Menschen, besonders auf dem Land, in Abhängigkeit.“ …


Elmar Forster: https://unser-mitteleuropa.com/orban-sieg-und-die-folgen-fuer-europa-update-linker-hass-gegen-wahlsieger-fidesz/ UPDATE: Oppositionsführer: „Teufel Orbán war schuld !“ + Rubel-Zahlungen in Forint: v. d. Leyen schäumt (8.4.):

… In der linken Nepsava-Zeitung gab sich der devastierte Führer der links-rechten Block-Opposition, Péter Márki-Zay, erneut einer linken Dolchstoßlegende hin: Die Niederlage wäre eben passiert, weil im gegenwärtigen Orbán-System FIDESZ nicht zu schlagen gewesen wäre. Außerdem hätten nicht alle alle Oppositionsführer den Sieg  gleichermaßen gewollt. – Seit einiger Zeit kursieren ja Doppelagenten-Verschwörungstheorien… die u. a. auch Márki-Zay selbst betreffen…

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