USA: Sieg für die Ungeborenen

Elmar Forster: https://unser-mitteleuropa.com/anti-1968er-kulturkampf-in-den-usa-us-gerichtshof-hebt-recht-auf-abtreibung-auf/ (24.6.):

… Die wegweisende Entscheidung kippte das bisher geltende liberale „Roe v. Wade“-Abtreibungsrecht mit Zweidrittel-Mehrheit (sechs der neun Richter stimmten für die Aufhebung): „Die Verfassung gewährt kein Recht auf Abtreibung“, wie es in der Urteilsbegründung heißt. Damit ist das aktuelle Recht auf Abtreibung nach fast einem halben Jahrhundert Geschichte. Somit können in den einzelnen US-Staaten strengere Abtreibungsgesetze bis hin zu kompletten Verboten durchgesetzt werden. Etwa die Hälfte der 50 US-Bundesstaaten könnten letzteres beschließen.

… Interessantes Detail am Rande: Drei der Höchstrichter (unter ihnen auch eine Frau) hatte noch der neo-konservative Ex-US-Präsident Donald Trump ernannt. Daran erkennt man aber auch: dass mehr als ein halbes Jahrhundert nach Aufkommen der liberalen 68er-Ideologismen, die in die heutige ultra-libertäre Political-Correctness-Ideologie überschwappten, ein Kulturkampf im Sinne eines gewaltigen neokonservativen Rollbacks im Gange ist. Das spüren auch die grau gewordenen Vertreter des abgehobenen linken Polit-Etablissements.

Deren Entsetzen ob dieses Urteils war ihnen in Worte und Gesicht geschrieben: Der demokratische US-Präsident Joe Biden sprach noch am Freitag von einem „traurigen Tag für das Gericht und für das Land“ und hält das Urteil für einen „tragischen Fehler“. Und der demokratische Ex-Präsident Obama rief die Bevölkerung sogar zu Protesten auf, indem er ein höchst-richterliches Urteil als: den „Launen von Politikern und Ideologen“ überlassen,  bezeichnete. (ORF) …

https://aktion-sos-leben.blogspot.com/2022/06/usa-oberstes-gerichtshof-verwirft-roe.html (24.6.)

https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2022/abtreibung-usa-gerichtshof/ USA: Oberster Gerichtshof kippt Recht auf Abtreibung (24.6.):

… Sechs als konservativ geltende Richter stimmten für den Beschluß, drei eher liberale dagegen, berichtet die New York Times. Damit ist das bisher 1973 vom selben Gericht gefasste Grundsatzurteil zu „Roe v. Wade“, das Abtreibungen im gesamten Land bis zur 24. Schwangerschaftswoche erlaubte, aufgehoben. …

https://www.freiewelt.net/nachricht/us-supreme-court-erlaubt-beschraenkung-von-abtreibungen-10089684/ (24.6.):

… Schließlich war auch Ex-Präsident Barack Obama zur Stelle. Die Entscheidung des Gerichts »beschneide wesentliche Freiheiten« der Amerikaner, ohne allerdings zu sagen, welche Freiheit er meint: die Freiheit, Ungeborene nach Belieben zu töten. Selten wurde die Brutalität einer verantwortungslosen Ideologie des Egozentrismus und einer pervertierten Vorstellung von Freiheit klarer mit Worten belegt. …


Ergänzung 26.06.2022:

Giuseppe Nardi: https://katholisches.info/2022/06/25/der-jahrhundertsieg-fuer-das-leben-und-die-menschlichkeit/:

… Es gibt Tage, an denen sich die Ereignisse verdichten. Der 24. Juni 2022 ist ein solcher Tag. Ein großer Tag. Ein großartiger Tag. Ein Tag, an dem Geschichte geschrieben wurde. Ein Tag für das Leben. Ein Sieg über niedrigste Instinkte im Menschen, die ihn zur Tötung eines anderen Menschen bringen. Während der Deutsche Bundestag das Abtreibungsverbot beseitigte, ging der Oberste Gerichtshof der USA in die entgegengesetzte Richtung und kippte das grausamste Urteil seiner Geschichte, das berüchtigte Urteil Roe gegen Wade von 1973. Der Kontrast zwischen Berlin und Washington könnte kaum größer, bezeichnender, entsetzlicher und dennoch zugleich ermutigender für alle Menschen guten Willens sein, die sich mit der Gier nach Tod und Vernichtung, den die Ideologen hegen, nie abgefunden haben und sich auch nie damit abfinden werden. Und es ist nicht der einzige Kontrapunkt.

Nicht nur auf der Ebene der höchsten Verfassungsorgane kontrastiert das Bild, sondern auch auf der geistigen und geistlichen Ebene. Die gestrigen Entscheidungen fielen am Herz-Jesu-Fest mitten im „Gay Pride“-Monat. Es gibt Tage, an denen sich die Dinge eben auf auffällige Weise verdichten.

Mit sechs gegen drei Stimmen fällte der neunköpfige Richtersenat in den USA seine Entscheidung für das Leben klar und eindeutig. Nur die drei linken Richter widersetzten sich dem Schutz des Lebens und zeigten die häßliche Fratze der Abtreibungs-Agenda. Denn gestern ging es nicht um virtuelle Spielereien, sondern millionenfach um Leben oder Tod. Um eine Dimension des Grauens und des Bösen, die das Ermessen vieler Menschen buchstäblich übersteigt. Die Höchstrichter, von denen fünf bereits im Frühjahr in einer Absichtserklärung ihre Stimmabgabe bekundet hatten, ließen sich durch linksradikale Gewalt und Morddrohungen nicht einschüchtern, der sie in den vergangenen Wochen ausgesetzt waren. Sie beeindruckte auch das abscheuliche Votum des Europäischen Parlaments wenige Tage zuvor nicht, das aber zum Offenbarungseid der Linksparteien wurde – und der sich selbst als „liberal“ bezeichnenden Parteien wie FDP und Neos. Die Tötung eines unschuldigen Menschen ist nie „liberal“, schon gar nicht ein „Recht“ auf Tötung Unschuldiger. Eine Bankrotterklärung. …


Ergänzung 27.06.2022:

https://katholisches.info/2022/06/27/immer-fuer-das-leben-aber-nie-zu-laut-gegen-die-abtreibung/ :

… (Rom) Nachdem zunächst die Päpstliche Akademie für das Leben erstaunlich emotionslos auf das Jahrhunderturteil des Obersten Gerichtshofs der USA reagiert hatte, trat Andrea Tornielli, der Hauptchefredakteur aller Vatikanmedien, mit einem Leitartikel an die Öffentlichkeit. Von diesem darf angenommen werden, daß er vorab mit Santa Marta abgestimmt wurde. Stärker fällt jedoch ins Gewicht, daß Franziskus auch beim Angelus das Sensationsurteil zugunsten des Lebensrechts nicht erwähnte. …


https://www.andreas-unterberger.at/2022/06/wann-beginnt-das-menschliche-lebenij/ (25.6.):

Dass es das noch geben darf! Mitten in einer Zeit, wo vielerorts beliebiger (nur bitte möglichst nicht heterosexueller) Sex mit wem auch immer, Geschlechterwechsel nach Belieben zur politisch und medial angesagten Lehre erhoben worden ist,  wo von Schulen, Behörden und selbst manchen Kirchen die Schwulenfahnen flattern, wagt es der höchste US-Gerichtshof wider allen linken Zeitgeist, wider alle geradezu verordnete Hemmungslosigkeit den Schutz des menschlichen Lebens zu erlauben.

Wohlgemerkt: Der Supreme Court hat den US-Bundesstaaten diesen Schutz lediglich erlaubt, nicht ihn angeordnet. Er halt also keineswegs so gehandelt, wie es in den meisten linken Mainstreammedien dargestellt wird. Er hat keineswegs landesweit die Abtreibung von ungeborenen Kindern verboten. Er hat vielmehr den einzelnen US-Bundesstaaten wieder erlaubt, die Abtreibung zu verbieten oder einzuschränken. Er hat also genau das getan, was der Kern, der Sinn der Demokratie ist, was aber Anhängern einer elitären Justizdiktatur nicht gefällt: Er hat es wieder in die Hände der demokratisch gewählten Gesetzgeber gelegt, über die Strafbarkeit von Abtreibungen zu entscheiden. Und das sind nach US-Recht die einzelnen Bundesstaaten.

Mit anderen Worten: Die Empörung aller Linksparteien und ihrer Journalisten richtet sich dagegen, dass die vom Volk gewählten Parlamente und damit die Bürger über eine wichtige Grundsatzfrage entscheiden dürfen und dass nicht der Richterstaat einzementiert worden ist. Wir lernen (wieder einmal): Manche sind halt nur dann für die Demokratie, wenn deren Entscheidungen in ihrem Sinn ausfallen. Diese „Manchen“ nennt man auch Linke …


https://www.wochenblick.at/welt/sturm-linker-entruestung-weil-us-gericht-abtreibungsrecht-kippte/ (25.6.):

Das Urteil des Obersten US-Gerichtshofs, das extrem liberale Abtreibungsrecht in den Vereinigten Staaten zu kippen, hat eine Welle der Entrüstung verursacht. Ex-US-Präsident Barack Obama rief etwa zu Straßenprotesten auf. Und Österreichs Justizministerin Alma Zadic (Grüne) sieht in der Entscheidung des Obersten US-Gerichtes einen „zivilisatorischen Rückschritt“. …

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