Hintergründe des Ukraine-Kriegs

Leseempfehlung:
https://helmutmueller.wordpress.com/2022/05/10/zeitgeschehen-im-fokus-interview-mit-jacques-baud/:

„Die Politik der USA war es immer, zu verhindern, dass Deutschland und Russland enger zusammenarbeiten“ Historische, politische und wirtschaftliche Hintergründe des Ukraine-Kriegs. Ein sehr ausführliches und aufklärendes Interview von Zeitgeschehen im Fokus* mit dem Schweizer UN-Experten für Sicherheit und nachrichtendienstliche Aufklärung Jacques Baud**

… Zeitgeschehen im Fokus:  Herr Baud, Sie kennen die Region, in der im Moment Krieg herrscht. Welche Schlüsse haben Sie aus den letzten Tagen [Anfang März] gezogen, und wie konnte es so weit kommen?

Jacques Baud: Ich kenne die Region, um die es jetzt geht, sehr gut. Ich war beim EDA [Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten] und in dessen Auftrag fünf Jahre abkommandiert zur Nato im Kampf gegen die Proliferation von Kleinwaffen. Ich habe Projekte in der Ukraine nach 2014 betreut. Das heisst, ich kenne Russland auf Grund meiner ehemaligen nachrichtendienstlichen Tätigkeit, die Nato, die Ukraine und das dazugehörige Umfeld sehr gut. Ich spreche Russisch und habe Zugang zu Dokumenten, die nur wenige Menschen im Westen anschauen. …


Ergänzung:

Gegen den Krieg!
Hannes Hofbauer: https://tkp.at/2022/05/11/dieser-krieg-ist-nicht-unser-krieg/:

Im Schlagschatten der USA ist die Europäische Union in einen Krieg eingetreten, den das Kiewer Regime seit 2014 gegen die abtrünnigen Gebiete im Donbass führt. Dass diese langjährige militärische Auseinandersetzung unter dem Radar der Wahrnehmung im Westen blieb, ist der geopolitischen Interessenslage und der diese begleitenden Medien zuzuschreiben. Eine Rechtfertigung für den Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine, wie er am 24. Februar den mehr als sieben Jahre schwärenden Bürgerkrieg internationalisierte, ist das allerdings in keinem Fall. Der von Moskau betriebene Völkerrechtsbruch ist zu verurteilen.

Gegen den Krieg! Noch vor wenigen Wochen hätte man unter dieser Losung zwischen Brüssel, Berlin und Wien eine Friedenspolitik verstanden und wäre für wirtschaftlichen und diplomatischen Austausch zur Stärkung internationaler Bande eingetreten. Seit dem 24. Februar ist das anders. Nun schreien die Spitzen der transatlantischen Welt, geradezu angetrieben von einer kriegsgeilen Journaille, nach mehr und mehr Waffen für die eine Kriegspartei, für die Ukraine. „Der Krieg der Ukraine ist auch unser Krieg“, tönt der EU-europäische Chefdiplomat Josep Borrell. Diesen Satz muss man sich nochmals durch den Kopf gehen lassen; er stellt klar: Die Europäische Union wähnt sich im Krieg mit Russland.

Bei Worten ist es nicht geblieben. Einzelne EU-Staaten – von den USA gar nicht zu reden – überbieten sich geradezu darin, Öl ins lodernde Feuer zu gießen. Ungeheure Mengen aus Altbeständen aller Waffengattungen finden ihren Weg in die Ukraine. Und der militärisch-industrielle Komplex kriegt sich vor Begeisterung gar nicht mehr ein. Nachbestellungen füllen die Auftragsbücher auf Jahre hinaus. Für Innehalten und Nachdenken, wohin das alles führen soll – und zweifellos auch führen wird – fehlt nicht die Zeit, sondern die Vernunft. …


Ergänzung 17.05.2022:

HM: https://helmutmueller.wordpress.com/2022/05/17/putins-krieg-ist-bidens-krieg-2/:

Es bedarf keines Verstandes, um der veröffentlichten Meinung des Tages anzuhängen, aber es bedarf eines einigermaßen scharfen, um heute über den schrecklichen von der NATO provozierten und von einem darob genervten Putin in die Wege geleiteten Krieg in der Ukraine schon so zu denken, wie viele erst in späteren Jahren denken werden (können). Daher nachfolgend wieder einige Denk-Anregungen.

… Kürzlich erfuhr man aus dem Munde von US-General Joseph Hilbert, dass das US-Militär seit 2015 bis heute mehr als 23.000 ukrainische Soldaten aus- und weitergebildet habe. Und TJ Coles, US-Forscher an der Universität Plymouth, schreibt in „The Grey Zone“, dass die  USA seit zwei Jahrzehnten alles unternommen hätten, um die Ukraine, mit auf Russland gerichtetem Fokus, zu militarisieren. Darüber hinaus schrieb Coles, dass „es die amerikanische Seite ist, die die Verantwortung für das trägt, was heute im Land passiert“, und fügte hinzu: „Seit dem von den USA angeführten Putsch in der Ukraine 2013-14 haben die US-Streitkräfte Ukrainer, einschließlich Neonazi-Einheiten, für den Kampf in besiedelten Gebieten ausgebildet. Und Coles stellte klar, dass „die Militarisierung der Ukraine Teil von Washingtons Paranoia“ in dem ist, was das Pentagon „totale Hegemonie“ nennt. Und deshalb, so Chas Freeman, ein pensionierter US-Diplomat, führten die USA in der Ukraine eine nicht deklarierten Krieg gegen Russland.

Was nicht nur auf dem Schlachtfeld längst sichtbar geworden ist, sondern auch auf dem politischen Parkett, seit in letzter Zeit führende US-Spitzenpolitiker ihrer Puppe im von Großkorruption blühenden Kiew ihre Aufwartung machen, nach Nancy Pelosi (Demokraten) zuletzt Mitch McConnell (Republikaner). Die Ukrainer werden noch begreifen müssen, dass, wer sich aus einer vermeintlich drohenden Unterwerfung (Selenskyj: „Möchten nicht Russland unterworfen werden“) durch eine andere Großmacht „befreien“ lässt, diese andere an die Stelle der vorherigen treten und erst recht Unterwerfung fordern wird. Und diese könnte sehr teuer zu stehen kommen. …


Ergänzung 20.05.2022:

HL: https://fassadenkratzer.wordpress.com/2022/05/20/die-geopolitischen-ziele-putins/:

Westliche Medien und Politiker behaupten immer wieder, Wladimir Putin wolle die EU schwächen und spalten und strebe überhaupt eine imperiale Ausdehnung Russlands auf die übrigen Länder der früheren Sowjetunion an. Insbesondere die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen beschwören ständig die Gefahr, von Russland wieder geschluckt zu werden und sehen sich durch den derzeitigen Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine darin bestätigt.

Doch die Reden Putins, die er während seiner Präsidentschaft zur Thematik gehalten und in ihnen die geopolitischen Ziele Russlands dargelegt hat, sprechen allesamt eine andere Sprache. Sie müssen in jede fundierte Urteilsbildung einbezogen werden.

Der frühere Experte für Osteuropa in Versicherungs- und Finanzdienstleistungs-Unternehmen in Russland, Thomas Röper, der seit 15 Jahren in Russland lebt, hat bereits am 15. März 2020 in einem Vortrag in Hamburg1 eingehend auf vor allem drei Reden Putins hingewiesen, die er geradezu als historisch bezeichnet. Alle drei hatten geopolitische Themen zum Inhalt: die Rede Putins vor dem deutschen Bundestag im Jahre 2001, seine Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz 2007 und seine Ausführungen vor der UNO-Vollversammlung im Jahr 2015. …


https://www.freiewelt.net/nachricht/hans-georg-maassen-der-krieg-in-der-ukraine-ist-nicht-unser-krieg-10089227/ (19.5.):

Maaßen vertritt die Ansicht: »Der Krieg in der Ukraine ist nicht unser Krieg«. Seiner Meinung nach gehe es dort nicht um Freiheit, nicht um Demokratie und auch nicht um Menschenrechte. Solche Behauptungen seien unredlich. Die Ukraine sei ein »hoch korrupter Staat«. »Die Ukraine ist kein Staat, der zum Westen gehört«, konstatiert er. Selbst in den deutschen Mainstream-Medien war Selenskyj noch vor wenigen Monaten verurteilt worden wegen der Korruption und der Verletzung der Rechte von Minderheiten in der Ukraine. Plötzlich werde er wie ein Heilsbringer angepriesen, das sei nicht wahrheitsgemäß. …


Ergänzung 01.06.2022:

Eva Maria Barki: https://helmutmueller.wordpress.com/2022/06/01/ukraine-kriserechtliche-stellungnahmeunter-berucksichtigung-des-volkerrechts/:

1. Seit 24. Februar 2022 wird Russland ein Überfall auf den souveränen Staat der Ukraine und damit eine völkerrechtswidrige Aggression vorgeworfen. Präsident Wladimir Putin persönlich wird beschuldigt, Völkerrechtsverbrechen in Auftrag gegeben zu haben, und gab es Stimmen, ein Verfahren beim Internationalen Strafgerichtshof in den Haag einzuleiten, sogar aus den USA, welche für sich selbst den Internationalen Strafgerichtshof nicht anerkennen.

2. Die Anschuldigungen entbehren jeder faktischen und rechtlichen Grundlage. Sie sind als Teil des bereits 1991 von den USA konzipierten und in der „National Security Strategy 2002“ begründeten Krieges gegen Russland zur Ausschaltung als Rivalen und zur Wahrung des Machtmonopols der USA zu sehen. Der geopolitisches Stratege Zbigniew Brzezinski hat die Ukraine als wichtigen Raum auf dem Eurasischen Schachbrett und als politischen Dreh- und Angelpunkt bezeichnet. Der Krieg in der Ukraine ist daher ein Krieg der USA gegen Russland.

3. Rechtsverletzungen, insbesondere auch Verletzungen des Völkerrechts sind nicht Russland, sondern im Gegenteil den ukrainischen Machthabern vorzuwerfen und zwar:
· Verletzung von Volksgruppenrechten und Rechten nationaler Minderheiten
· Verletzung der beiden Abkommen von Minsk
· Verletzung des Selbstbestimmungsrechtes der Völker
· Verletzung des Budapester Memorandums (5. Dezember 1994) …


Ergänzung 14.06.2022:

https://www.anti-spiegel.ru/2022/die-gruende-warum-russland-in-der-ukraine-interveniert-hat/ (14.6.):

Vor dem Hintergrund der tagesaktuellen Meldungen und Diskussionen wird mit der Zeit vergessen, was der Grund dafür war, dass Russland sich Ende Februar zu der Intervention in der Ukraine gezwungen gesehen hat.

In diesem Artikel will ich zusammenfassen, warum Russland sich ausgerechnet Ende Februar gezwungen gesehen hat, in der Ukraine zu intervenieren. Natürlich wird dieser Artikel wieder als „russische Propaganda“ bezeichnet werden, aber ich werde mich hier fast ausschließlich auf Quellen westlicher Medien und Aussagen westlicher Politiker stützen, die nicht im Verdacht stehen, russische Propaganda zu betreiben.

… Es sei daran erinnert, dass der ukrainische Präsident Selenskyj nur wenige Tage vor dem Beginn der russischen Militäroperation auf der Münchner Sicherheitskonferenz offen mit einer atomaren Bewaffnung der Ukraine gedroht hat. Wenn das für Sie neu sein sollte, lesen Sie das hier nach, ich will die Details jetzt nicht wiederholen, weil das zu weit führen würde. …

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3 Antworten zu Hintergründe des Ukraine-Kriegs

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