Fall Tuğçe Albayrak: Heiligsprechung abgesagt

Martin Lichtmesz: http://www.sezession.de/48438/was-wurde-eigentlich-aus-dem-fall-tugce-albayrak.html (11.2.):

„Die Ermittlungen zum Tod von Tuğçe Albayrak ergeben nun ein überraschendes Bild des Tatablaufs“, meldet der aktuelle Spiegel (7/2015). „Überraschend“ allenfalls für jene, die im Dezember letzten Jahres ihr Hirn ausgeschaltet und vor allem sich das kursierende Überwachungsvideo nicht genauer angesehen haben.

Die ursprüngliche Märtyrerlegende dürfte damit endgültig erledigt sein: demnach sei die 22jährige Tuğçe Albayrak heldenhaft eingeschritten, als eine Gruppe bosnischer Machos zwei junge Mädchen auf der Damentoilette eines McDonald’s-Restaurants in Offenbach belästigten. Diese „Zivilcourage“ habe sie teuer bezahlt: einer der Rädelsführer, Sanel M., habe ihr auf dem Parkplatz „aufgelauert“ und sie gezielt aus Rache erschlagen.

Die Internetplattform change.org startete daraufhin eine Online-Petition, in der das postume Bundesverdienstkreuz für Tuğçe gefordert wurde (bis dato „299.835 Unterstützer/innen“).  Dies geschah, bevor der Tathergang auch nur annähernd geklärt war; meine These ist, daß der Rummel sich vor allem einem aufschlußreichen, kollektiv-seelischen Bedürfnis nach einer „Integrationsheiligen“ verdankt.

Ein hoch interessanter Absatz ist dem genannten Spiegelartikel zu entnehmen:

Ein Gerichtsprozess ist allerdings keinem Idealbild verpflichtet, nur der Wahrheit. Er muss nicht den Wunsch der Öffentlichkeit bedienen, die Chancen und Probleme des Einwanderungslandes Deutschland auf zwei idealtypische Figuren herunterzubrechen, Gut gegen Böse. Er muss aufklären, was wirklich passiert ist. Und die Wirklichkeit ist dann doch nur selten so einfach wie die Wunschvorstellung davon. Das zeigen nun auch die Ermittlungsakten des Falls.

Blogger Hadmut Danisch sieht in diesem Absatz ein Eingeständnis der Lügenhaftigkeit der Presse; er stellt der Wahrhaftigkeit des Gerichtsprozesses den Populismus der Presse gegenüber, die ungeachtet der Wirklichkeit die Wünsche der Leser bediene, um die Verkaufszahlen zu steigern.

Ich meine sogar, der Journalist täuscht hier Populismus nur vor und arbeitet in Wirklichkeit an der Umerziehung seiner Leser im politkorrekten Sinne der transatlantischen Globalisten.

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