Legalisierte Prostitution: Armutszeugnis für unsere Gesellschaft

Birgit Kelle: http://www.freiewelt.net/blog-4870/jenseits-von-pretty-woman.html  (13.12.):

In der Mehrheit der Gesellschaft ist der Gang zur Prostituierten nach wie vor verpönt. Ob ihre Legalisierung den Frauen wirklich geholfen hat, darf in vielen Fällen bezweifelt werden. …

… Nein, ich will mich nicht daran gewöhnen, dass Prostitution angeblich ein normaler Beruf wie jeder andere sei. Nicht, weil ich die Frauen verurteile, die ihm nachgehen, sondern weil ich es als Armutszeugnis für unsere Gesellschaft empfinde. Weil es erschreckend ist, dass Frauen heute noch mitten in Deutschland offensichtlich glauben, mit nichts anderem ihren Lebensunterhalt verdienen zu können als mit ihrem Körper. Wir sind eines der reichsten Länder der Erde, unsere Mädchen sind heute besser ausgebildet als je zuvor. Wir wollen sie in den Führungsetagen sehen und nicht in den dunklen Gassen und Saunaclubs unserer Großstädte.

Die Frage nach der Freiwilligkeit der Prostitution erinnert ein bisschen an die Debatte um ein Kopftuch-Verbot. Auch dort haben wir die Frauen, die nach eigener Aussage ganz bewusst und stolz dasselbe tragen. Für die es eine Beschneidung ihrer Rechte bedeuten würde, sollte man ihnen das Tragen des Tuches verbieten. Gleichzeitig ist es für sehr viele ein Symbol der Unterdrückung. Es verfestigt die Ansicht, dass Frauen minderwertig sind und dem Mann untertan. Dass er bestimmen darf, was sie tut. …

… Hinzu kommen in heutiger Zeit noch ganz andere Formen der Prostitution, die sich weltweit langsam, aber sicher ausbreiten. …

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Eine Antwort zu Legalisierte Prostitution: Armutszeugnis für unsere Gesellschaft

  1. Wolfgang Heuer schreibt:

    Der Vergleich hinkt mir zu sehr.
    Der Autorin scheint die tiefere Ursache des „ältesten Gewerbes“ der zivilisierten Gesellschaft nicht klar zu sein.

    Nachdem der zivilisierte Mensch durch die „Verführung zur Sünde“ (= „Abtrennung“ = Neurose) „aus der (göttlichen, bedingungslosen) Liebe gefallen“ war, betraf das Bedürfnis nach ERSATZ beide Geschlechter, Mann UND Frau.

    Dieses sehr alte Problem – die Zivilisation ist ca. 10.000 oder mehr Jahre alt – nennt man in neuerer Zeit die „Krankheit der Gesellschaft“ oder „Kollektive (Zivilisations-)Neurose“.
    Aus systemtherapeutischer Sicht handelt es sich um eine „Neurose des Systems“ (der zivilisierten Gesellschaft). Das heißt: krank sind nicht nur die, die sich krank fühlen bzw. eine ärztliche Diagnose haben, sondern auch die anderen – die „Normalen“ und scheinbar „Gesunden“.
    Obwohl die Gesundheitsminister der EU schon vor über 10 Jahren veröffentlicht haben, daß damals nur (noch) ca. 20 % der Menschen als „gesund“ galten. 5% waren konkret „krank“, aber 75% (!) wurden als „nicht gesund“ eingestuft.

    Wahre Liebe – göttliche, bedingungslose Liebe – ist in der zivilisierten Gesellschaft kaum mehr zu finden. Was in dieser seelisch / neurotisch verwahrlosten (Christa Meves) Gesellschaft praktiziert wird, ist zu ca. 99,9% billiger, letztlich unbefriedigender, nicht erfüllender, Ersatz.

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