Kardinal Burke auf Insel Guam verbannt?

http://www.katholisches.info/2017/02/16/confino-fuer-kardinal-burke-auf-lampedusa-guam/:

… Der US-amerikanische Kardinal und namhafte Kirchenjurist [Raymond Burke] wurde mit dem Auftrag entsandt, einen ehemaligen Ministranten auf der [Marianeninsel Guam] zu befragen, der behauptet, von Erzbischof Anthony Apuron sexuell mißbraucht worden zu sein, so AP.

… Offenbar weiß Papst Franziskus nicht mehr, wohin mit Kardinal Burke. Der als brillanter Kirchenrechtler bekannte Kardinal war als Präsident des Obersten Gerichtshofes der Apostolischen Signatur höchster Richter beim Heiligen Stuhl. Dann kam Papst Franziskus. Der Kardinal verteidigte 2014 im Vorfeld und auf der ersten Bischofssynode über die Familie das Ehesakrament. Dabei wurde er zum Wortführer der Verteidiger der überlieferten Morallehre und Sakramentenordnung. Er deckte Manipulationsversuche durch die Synodenregie auf und sprach von „vorgefertigten“ Ergebnissen. Eine Kritik, die am Beginn der zweiten Bischofssynode 2015 von dreizehn weiteren Kardinälen in einem Brief an Papst Franziskus wiederholt wurde.

Kardinal Burke war nicht mehr darunter, denn Papst Franziskus setzte ihn nach der ersten Bischofssynode als Präsident des Obersten Gerichtshofes ab und entfernte ihn wegen seines Widerstandes gegen die Kasperianer aus dem Vatikan. Da er dadurch nicht mehr Dikasterienleiter war, konnte er nicht mehr am zweiten Teil der Synode teilnehmen. Eine Maßnahme, die als gezielte Schwächung einer der beiden Parteien durch den Papst gesehen wurde. Seither gilt Kardinal Burke als eigentlicher Gegenspieler von Papst Franziskus im Ringen um den Kurs der katholischen Kirche.

… Franziskus schob den Juristen im November 2014 als Kardinalpatron (päpstlichen Botschafter) zum Souveränen Malteserorden ab. Dort kam Burke dem regierenden Papst Ende 2016 erneut in die Quere. Der Kardinal unterrichtete den Papst im vergangenen November über Logenumtriebe unter den Obödienzrittern des Ordens und die Verstrickung des Malteser Hilfswerkes in die „Kultur des Todes“. Franziskus forderte den Kardinal in einem Schreiben vom 1. Dezember auf, entschlossen gegen diese Umtriebe vorzugehen.

Daraufhin kam es am 6. Dezember zur Konfrontation zwischen dem Großmeister des Malteserordens, Profeßritter Matthew Festing, und dem Großkanzler, Obödienzritter Albrecht Freiherr von Boeselager, der für die Verteilung von Verhütungsmitteln in Hilfsgebieten, auch solchen mit abtreibender Wirkung, verantwortlich gemacht wurde. Die Konfrontation endete mit der Amtsenthebung Boeselagers als Großkanzler. …


Ergänzung:

http://www.katholisches.info/2017/02/16/burke-nach-guam-negri-nach-hause-die-botschaft-ist-eindeutig/:

(Rom) „Burke nach Guam, Negri nach Hause: Die Botschaft ist eindeutig.“ Mit diesen Worten kommentierte Riccardo Cascioli, der Chefredakteur der katholischen Online-Tageszeitung Nuova Bussola Quotidiana und des Monatsmagazins Il Timone, die jüngsten Personalentscheidungen von Papst Franziskus. …

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