Franziskus entmachtet wichtige Institutionen Papst Johannes Pauls II.

http://www.katholisches.info/2017/02/papst-franziskus-und-die-annullierte-akademie-fuer-das-leben-humanoekologie-statt-bioethik/ (28.2.):

… Kurienerzbischof Vincenzo Paglia … wurde am 15. August 2016 zum Präsidenten der Päpstlichen Akademie für das Leben und zum Großkanzler des Päpstlichen Instituts Johannes Paul II. für Studien zu Ehe und Familie ernannt. Beide Institutionen waren von Papst Johannes Paul II. mit einem klaren Auftrag errichtet worden. Beide sollten Verteidigungswerke für das Leben, die Ehe und die Familie sein, die unter schwerem Beschuß stehen.

… Beide Institutionen fanden unter Papst Franziskus keine Beachtung. Das Studieninstitut, ein Hort der Verteidigung des Ehesakraments, stand offenbar seinen Plänen zur Aufweichung der Unauflöslichkeit der Ehe im Weg. Obwohl am Institut die hauseigenen Experten des Heiligen Stuhls zum Thema sitzen, wurde es nicht in die Doppelsynode über die Familie eingebunden und niemand von den Experten zur Synode hinzugezogen. Ein untrügliches Indiz, wie groß die Distanz zwischen der Position des Papstes und jener des Instituts ist.

Ähnliches gilt für die Päpstliche Akademie für das Leben. Der neugewählte Papst machte kein Hehl daraus, daß für ihn – im Gegensatz zu seinen Vorgängern Paul VI., Johannes Paul II. und Benedikt XVI. – das Lebensrecht ungeborener Kinder keine Priorität darstellt. Dabei sahen seine Vorgänger darin eine der größten, weil blutigsten Herausforderungen unserer Zeit. Das erste halbe Jahr seines Pontifikats schwieg Franziskus zum Thema Abtreibung. Als in der Kirche die Unruhe darüber zu groß wurde, nahm er in einem Gefälligkeitsinterview, das von seinem Mitbruder und engen Vertrauten, dem Jesuiten Antonio Spadaro (Civiltà Cattolica) geführt wurde, dazu Stellung. Hörbar genervt, durch interne Kritik zur Stellungnahme gezwungen zu sein, ließ er Kirche und Welt wissen, daß man „nicht dauernd“ über Themen wie die Abtreibung sprechen müsse. …

… Die Doppelernennung von Erzbischof Paglia vom August des Vorjahres ist mit dem Auftrag verbunden, das Studieninstitut und die Akademie, die wegen ihrer Ausrichtung von der amtierenden Kirchenführung als Fremdkörper empfunden wurden, auf Papst-Kurs zu bringen.

… Am 1. Januar traten die neuen Statuten der Päpstlichen Akademie für das Leben in Kraft. Mit einem kleinen Trick entledigte sich der Vatikan der Akademiemitglieder, die den Einsatz für das Lebensrecht von der Zeugung bis zum natürlichen Tod als ernstzunehmende Herausforderung und Verpflichtung verstanden. Mit einem Vorwand wurden Persönlichkeiten wie Kardinal Carlo Caffarra, einer der vier Unterzeichner der Dubia (Zweifel) zum umstrittenen nachsynodalen Schreiben Amoris laetitia von Papst Franziskus, und Kardinal Willem Jacobus Eijk sowie renommierte Wissenschaftler und und verdiente Lebensrechtler wie Josef Maria Seifert und Luke Gormally vor die Tür gesetzt. …

http://www.katholisches.info/2017/03/nach-den-juengsten-skandalen-fordern-wir-den-ruecktritt-von-erzbischof-paglia-und-bischof-sanchez-sorondo/ (1.3.)

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2 Antworten zu Franziskus entmachtet wichtige Institutionen Papst Johannes Pauls II.

  1. strafjustiz schreibt:

    Ach, dazu gäbe es wieder viel zu schreiben, was doch niemand liest, sonst gäbe es mehr Reaktionen auf meine stets zugespitzt sein müssende, überklare Schreibe. Kurz: die AMTS-Kirche ist sich also selber in zentralen Punkten nicht einig > Bene-nicht-nickt-dikt = Nicht-bene-Nickt XVI wird seinen Nachfolger nur notfalls, an den grossen Festtagen, treffen wollen/müssen. Ich schreibs ja seit einiger Zeit, dass die Bibel > der hl. Geist der 4 unterschiedlichen Evangelien Fragen offenlässt, die Gläubigen in so wichtigen Punkten ratlos alleine lässt. Die Christdogmen sind teilweise unlogisch, man kann sich doch nicht stets hinter dem Slogan „Geheimnis des Glaubens“ verstecken. Wahrlich, die Christenwelt bräuchte einen neuen Reformatoren, der alles klarstellt

    • Carolus schreibt:

      Na, Franziskus ist doch der große „Klarsteller“ (siehe AL)!
      Wie’s dem Benedikt wohl wirklich gehen mag? Kann mir schwer vorstellen, dass er mit seinem Nachfolger sehr glücklich ist.

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