Viktor Orbán im Interview

https://www.oe24.at/welt/Orban-im-Exklusiv-Interview-Wir-sind-jetzt-die-Bad-Boys/360897953 (22.12.):

Orbán: Ungarn hält sich an seine Verfassung und internationale Abkommen und Verträge. Man darf Ungarn nicht ohne Überprüfung betreten und so auch nicht von Ungarn nach Österreich reisen. Hier standen [2015] Ungarns Vertrauenswürdigkeit sowie der Respekt vor der Rechtsstaatlichkeit auf dem Spiel. Wir wollten unseren westlichen Verbündeten zeigen, dass wir die Grenze schützen können. Die Menge wurde größer, die Situation schwieriger, aber ich stand dazu, dass niemand die Grenze überqueren darf. Ich verstehe diejenigen, deren erste Reaktion war, „gut“ zu erscheinen. Unsere Reaktion war Verantwortung. Man darf nichts zulassen, was unumkehrbar ist. Auch wenn das damals vermeintlich human erschien. Die Verteidigung eines Landes benötigt aber nicht „Gutmenschen“, sondern verantwortliche Menschen. Glauben Sie mir, ich habe kein Herz aus Stein, aber mit Plüsch-Bären und Blümchen kann man keine Grenzen schützen. Die Migranten auf der anderen Seite stürmten die Grenze, bewarfen den Grenzschutz und attackierten die Polizei. Da muss man sich wehren. Das ist natürlich keine Wohlfühlarbeit, aber man muss das tun, wenn es die Sicherheit des Landes erfordert. Wer ein Land führen möchte, muss solche Entscheidungen treffen. Ich möchte ein Mensch sein, dessen Entscheidungen die Ungarn unterstützen und respektieren. Wenn ich nebenbei auch noch ein guter Mensch bin, ist das gut, aber an erster Stelle steht bei mir die Verantwortung für Ungarn.

Orbán: 2010 war Ungarn in einer schlechten finanziellen und seelischen Lage. Die sozialistische Regierung war gescheitert. Ich habe damals den Ungarn versprochen: Wenn sie mich unterstützen, werden wir unser Selbstvertrauen und unser Selbstachtung zurückgewinnen und wir werden auch wirtschaftlich erfolgreich sein. Dazu müssen wir aber Ungarn erneuern. Das taten wir in vier Schritten. Erstens: Wir haben die christliche Identität der Nation gestärkt mit einer neuen Verfassung. Zweitens: Wir streben erfolgreich seit 2010 die Vollbeschäftigung an. Drittens: „Re-Industrialisierung“ mit Hilfe ausländischer Firmen, so dass die Stärkung von ungarischen Klein- und Mittelbetrieben nicht in den Hintergrund gerät. Und viertens: Aufbau und Stärkung von Mitteleuropa, wir wollten in die Visegrad-Staaten neues Leben einhauchen und das ist uns bisher auch ganz gut gelungen.

Orbán: Es wäre für Europa gut, wenn Europa mit einer Stimme sagen würde: Europa gehört den Europäern und bleibt ein europäischer Kontinent. Wir haben eine Kultur. Wir haben unsere Religionen. Wir haben hier unsere Werte. Das ist eine Zivilisation. Man kann herkommen, zusammenleben, aber von unseren Werten wollen wir nichts zu Disposition stellen. Frauen und Männer genießen bei uns die gleichen Rechte. Für uns ist das Modell der Familie mit einem Mann und einer Frau wichtig. Für uns ist die Religionsfreiheit wichtig, wir wollen in Europa offen unsere eigene Religion ausüben können. Das betrifft vor allem die jüdische Religion. Wer hier leben möchte, sollte das akzeptieren – und darf kein Antisemit sein. Aber wenn wir nicht klar sagen, dass das unsere Erwartung ist, dann werden sie unsere Kultur nicht respektieren und unsere Kultur wird untergehen. Dann entsteht Chaos. Europa ist nur stabil und erfolgreich, wenn Europa europäisch bleibt. Das erwarte ich mir von der EU. …

https://www.journalistenwatch.com/2018/12/25/orban-migration-hauptthema/ Orbán: Migration wird das Hauptthema im Europawahlkampf:

In einem Interview mit oe24.at sagte Viktor Orbán am Sonntag, daß bei den Wahlen zum Europäischen Parlament im nächsten Jahr die europäischen Nationen zum ersten Mal ein gemeinsames Thema hätten. Auf dem ganzen Kontinent gehe es um Migration. Dies wird überall das zentrale Thema im Wahlkampf sein, fügte er hinzu. …

https://www.journalistenwatch.com/2018/12/25/ein-weihnachtsgruss-aus ungarn/:

Viktor Orbán liebt es traditionell. Er postete an Heiligabend einen Weihnachtsgruß samt Foto, das einen glücklichen ungarischen Ministerpräsidenten und Opa mit fröhlichen Enkelkindern auf dem Schoß zeigt. …


Ergänzung 27.12.2018:

https://www.info-direkt.eu/2018/12/27/orban-wir-wollen-keine-mischbevoelkerung-darum-gegen-einwanderung/ Orbán: „Wir wollen keine Mischbevölkerung, darum sind wir gegen Einwanderung!“:

In einem Interview mit der ungarischen Tageszeitung Magyar Idok verteidigte der ungarische Präsident das neue Arbeitsgesetz und die ungarische Einwanderungspolitik. Ungarn wolle keine Mischbevölkerung und nicht das Gesellschaftsexperiment der westlichen Staaten nachahmen, so Orbán. Die Opposition verbreite gezielt Lügen über das neue Arbeitsgesetz, die Alternative dazu würde nur in der Einwanderung bestehen. …


Ergänzung 28.12.2018:

https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/chefredakteur-der-budapester-zeitung-in-ungarn-protestiert-die-opposition-nicht-die-bevoelkerung-a2751823.html (28.12.):

… Das Politmagazin „Cicero“ sprach mit Jan Mainka, dem Chefredakteur der deutschsprachigen Budapester Zeitung über die Proteste in Ungarn und die Lage der aktuellen Medienlandschaft.

Laut Mainka sind die Poteste in Ungarn nicht mit den Protesten der Gelbwesten in Frankreich zu vergleichen. Die Proteste der Gelbwesten hätten tiefere Wurzeln und würden die Bevölkerung auf die Straße bringen. Bei den Protesten in Ungarn handelt es sich hauptsächlich um Studenten und Anhänger der Oppositionsparteien.

Die Opposition würde seiner Ansicht nach kräftig übertreiben. Die Proteste seien am Anfang heftig gewesen, würden aber immer stärker nachlassen. Auslöser für die Protestwelle war eine Änderung des Arbeitszeitgesetzes, in dem unter anderem die erlaubte Überstundenzahl pro Jahr von 250 auf 400 angehoben wurde. …

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