Es fehlen die Lehrlinge

Die Wirtschaft sucht krampfhaft neue Lehrlinge, stellt Andreas Unterberger in seinem Artikel War for talents  (21.3.) fest und analysiert die Gründe:

… Zentrale Ursache ist der 1970 praktisch schlagartig erfolgte Geburtenknick. Seither kommen in Österreich nur noch zwei Drittel der zur Erhaltung der Bevölkerungsgröße notwendigen Kinder auf die Welt, während wir in den späten 60er Jahren noch die höchste Geburtenquote hatten. Dieser Knick reduziert heute – fast zwei Generationen später – die Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte dramatisch. Er geht auf drei Faktoren zurück: die Antibaby-Pille, den Wertewandel (insbesondere im Gefolge der 68er-Revolte), aber auch auf den nicht zuletzt von der Wirtschaft ausgehenden Wunsch, dass die Frauen voll erwerbstätig werden.

Das hat zwar etliche Zeit für einen Zuwachs exzellenter Arbeitskräfte gesorgt. Die Doppelbelastung, wenn eine berufstätige Frau auch Mutter wird, hat aber viele Paare auf das Kinderkriegen vergessen lassen. Unter den Akademikerinnen bekommen heute 40 Prozent kein Kind mehr. Aber gerade sie sind nachweislich immer die Mütter der später auch für die Arbeitswelt am besten qualifizierten jungen Menschen. Damit hat die Wirtschaft die entscheidende Zukunftsinvestition selbst sabotiert. …

Kommentator Simplicissimus ergänzt richtigerweise:

Das gehört zu den Vorboten des in Gang gebrachten, sich allmählich beschleunigenden Niedergangs. Nur eine radikale politische und gesellschaftliche Wende könnte versuchen, diesen für Negativdenker bereits irreversibel erscheinenden Trend zu stoppen. Dazu gehörte vordringlich:

  • – die gesellschaftspolitische Verächtlichmachung des FeminIsmus, die Lächerlichmachung der vollkommen unnotwendigen Schwulen-Lesben-Mania (in beiden Fällen, da die Gleichberechtigung bereits 100 % gegeben ist, aber jetzt durch krankhafte Gleichmacherei bis hin zur „positiven“ Diskriminierung ins Gegenteil verdreht wird),
  • – die idealisierte Aufwertung der Familie, natürlicher Reproduktion, Hinwendung zu Kindern und massive Aufwertung von deren Rechten auf eine gute Zukunft (das ist der „Minderheitenschutz“ der kommenden Generation und Ablöse der Schwulen- durch Kindermania),
  • – die massive steuerliche Entlastung von Familien mit Kindern und Belastung von Kinderlosen (und das am besten hauptsächlich über die Einkommenssteuer, nur das wird die gewünschten qualitativen Effekte haben) und schrittweise Ausdehnung dieser Maßnahme auf Pensionshöhen (mehr Kinder, mehr Pension und umgekehrt),
  • – Stopp der Einwanderung ins Sozialsystem und Förderung der Einwanderung ausgebildeter und leistungswilliger Menschen (das wird gehen, auch wenn Deutsch nicht so attraktiv wie Englisch ist),
  • – Sofortiger Stopp des Bail-out- und ESM-Wahnsinns bei gleichzeitiger Nulldefizitpolitik (das moderat mittelfristig abnehmende Lohnniveau wird nach all diesen Maßnahmen langfristig wieder mehr vielgeschmähte Industrie ins Land bringen),
  • – usw.

Aber bitte, WO IST DIE PARTEI, DIE POLITISCHE BEWEGUNG, DIE GEWILLT UND IN DER LAGE IST, DIES ALLES DURCH- UND UMZUSETZEN?

Noch schwelgen wir im Überfluß und ergötzen uns an dummdreisten Verhaltensweisen, gelebt durch die rotgrüne Wohlstandsmelone, unterstützt durch naiv-satte Bürgerliche.

Winzige Hoffnungsfunken sehe ich im Programm der FPÖ, obwohl die Partei offensichtlich nichts unterlässt, den positiven Eindruck nicht erst richtig aufkommen zu lassen.
Und in der „Identitären Bewegung“ als einer emotionalen Antwort der Jugend auf die selbsthasserische Gesellschaftszersetzung der „fortschrittlichen“ Linken. Dieselben haben allerdings die Identitären schon ins Visier genommen und werden ihre totalitäre Meinungsmaschinerie auf sie loslassen, um das zarte Pflänzchen im Keim zu zertreten.

Lassen wir uns trotzdem nicht unterkriegen. Protestieren wir weiter!

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Eine Antwort zu Es fehlen die Lehrlinge

  1. Dörflinger André schreibt:

    Ihr Artikel ist völlig im Ziel. FrE, 22.3.13
    Wir leben seit etwa 1970 in ansteigender E v a -lution, .h. die fehlende Geburtenfreudigkeit rührt eben auch daher, dass die immer kopflastiger werdenden Frauen (60 % Maturandinnen) sich der Ehe verschliessen bis sie einen „Prinzen“ geangelt haben. Nicht umsonst gehen immer mehr Frauen an die Hochschulen, weil dort das beste Tummelfeld für Partnerschaftssuche ist. Solches hat uns schon 1964 ein Dekan an der Uni Strassburg gesagt, dass 1/4 aller Studentinnen vorab einen Partner suchen. Und so geht die Entwicklung weiter mit Verstädterung > = Verkopflastung, Wohnverzettelung, Anonymisierung > Verein-Sam-ung, keiner will mehr dem andern Einhei-mischen zu Diensten stehen, weil er sich dabei genieren würde, also sollen solche unter ihrer Würde stehenden Arbeiten Fremdländische verrichten > Man lese mal wieder die Geschichte des allmählichen > schleichenden die Kultur, die Schrift-Sprache > die Zivilisation zerfällt auf ewig auseinander.
    Da ist die deutschsprachliche Schweiz besonders verwundbar, hat sie doch keine Schrift-Mutter-Sprache, neigt sie daher seit jeher – durch die Berner, Solothurner, Basler zum Welschtum, kennt sie – auch wegen der früheren Reis(e)läuferei, der späteren abträglichen, deutschen Aussenpolitik (1871 – 1890, 1916-1945, der heutigen Reise-, Englischsucht, eher die welschen > > englischen Begriffe als die echten deutschen.
    Dann spielen immer mehr verderbliche Umwelteinflüsse ein Rolle: d i e eigentlich für die die Familienplanung abschliessen wollende Familienmutter gedacht war, nicht bereits als Vorbeugung für weibliche Backfische, dadurch das immer auch durch andere Schadstoffe I(Medikamente, Jauche durch extensive Mastwirtschaft) verdorbenere Grundwasser, Luft u.a., so dass die Geschlechter sich immer mehr verpolen > Hermaphrodisierung = Neutralisierung => Unfruchtbarkeit nehmen zu, so, dass sich die Gesellschaft verändert und damit auch die politische Zielvorgabe, Ab-Zu-Ein-Um-Durch-wanderung gibt danach der Rest. Die frevelhaft abgeschafften Grenzen verschieben sich, der Druck von Süden und Osten unaufhaltsam, auch wegen Gebär-fähig-freudigkeit der noch nicht vom Kopflastvirus betroffenen Frauen. Da ist der Katholizismus noch ein letztes Bollwerk gegen überbordenen Feminismus und Islamismus.
    Schliesslich und endlich geht die von Anfang an geschundene Menschheit so oder so ihrem Untergang entgegen, durch Uebervölkerung am falschen Ort, durch selbstverursachte andauernde = fatale Umweltschädigung (CO2-Ausstoss, Oellecks, Atom, Urwaldrodung, Macht-Kriege), durch Erderwärmung / -Erkältung > Flucht in den Weltall bis 3000.
    Philosophisch betrachtet sollte man sich nicht all zu sehr darüber Gedanken machen, denn 1) kommt es anders und 2) als man denkt (W.Busch). Wenn die heutigen 1500 Milliärde und Hunderttausende von 100 & mehr Mio-Besitzende sich nicht endlich mal zusammen-finden –> raufen, um die Welt zu retten, wird sich nichts Entscheidendes zum Positiven bewegen, denn die papiertigernde UNO und die USA- & EU-Pleitestaaten sind dazu nicht mehr in der Lage. Daher auch wird unser zukünftiges „Heil“ vom rohstoffträchtigen Osten und Süden (Afrika) kommen, mit dabei natürlich alle kulturpolitischen Folgen (Sprachen, Religion, Rechtswesen).

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