Islam vs. Demokratie

http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/menschen-bei-maischberger/sendung/08042014-feindbild-islam-100.html   (9.4.):

Mehr als vier Millionen Muslime leben schätzungsweise in Deutschland. Trotzdem findet das Bekenntnis des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff – „Der Islam gehört zu Deutschland“ – gleichermaßen Zustimmung wie Ablehnung. Die These, der Islam sei eine gewaltbereite, totalitäre Religion und unterwandere unser westliches Wertesystem, wird aktuell wieder verschärft diskutiert. Warum? Müssen wir den Islam wirklich fürchten?

Hamed Abdel-Samad (Islamkritiker und Politologe)

Der deutsch-ägyptische Publizist hat nicht nur in Deutschland Aufsehen erregt mit seiner These, dass im Islam „faschistoide Züge“ angelegt seien. In seinem Geburtsland wurde er von ägyptischen Imamen mit einer weltweiten, lebenslangen Fatwa, einem „göttlichen Rechtsgutachten“, belegt, das ihn zum Tode verurteilt. Er habe den Islam und seinen Propheten Mohammed beleidigt. Seitdem benötigt er auch in seiner Heimat Deutschland Polizeischutz. Doch Hamed Abdel-Samad (Buch: „Der islamische Faschismus“) bleibt bei seiner Kritik: „Der Islam will die Gesellschaft von oben dominieren, die Gesetze bestimmen und die Herrschaftsstrukturen vorgeben. Das alles lässt sich mit einer modernen Demokratie nicht vereinbaren.“

Lamya Kaddor (Vorsitzende Liberal-Islamischen Bundes)

Sie gilt als die „Galionsfigur des liberalen Islams in Deutschland“ („Die Zeit“). Als sie erfuhr, dass fünf ihrer ehemaligen Schüler nach Syrien in den Dschihad gezogen sind, war die Religionslehrerin und Islamwissenschaftlerin schockiert: „Ich hätte nie gedacht, dass sie sich in so kurzer Zeit radikalisieren lassen würden!“ In ihrem Debattenbuch „Muslimisch, weiblich, deutsch“ beschrieb Lamya Kaddor ihren Weg zu einem zeitgemäßen Islam.

Hassan Dabbagh (Imam)

„Der Islam ist gut, der Islam ist die Wahrheit und der Islam ist die Religion, die Allah uns gegeben hat“, sagt der Imam der Leipziger Al-Rahman-Moschee. Scheich Hassan Dabbagh wehrt sich gegen die anhaltende Kritik an seiner Religion: „Der Islam wird schon so lange als Feindbild verkauft, dass die Hetze dagegen inzwischen normal ist. Wie sollen wir da auf Verständnis hoffen?“ Der aus Syrien stammende Geistliche appelliert, sich dem Islam zu öffnen und ihn zu verstehen.

Antonia Rados (Auslandskorrespondentin)

Die RTL-Journalistin ist seit Jahrzehnten im Nahen Osten unterwegs und ist in dieser Zeit zu einer exzellenten Islamexpertin geworden. Für ihr aktuelles Buch „Die Bauchtänzerin und die Salafistin“ hat sie unter teilweise widrigen Umständen in der radikal-islamischen Gruppierung der Salafisten recherchiert. „In Europa erleben wir derzeit eine Art Stellvertreter-Krieg. Der Machtkampf im Nahen Osten wird dort sogar in den Familien ausgefochten. Die Muslime bei uns identifizieren sich teilweise mit diesem Machtkampf, weswegen einige nach Syrien gehen“, sagt Antonia Rados.

Wolfgang Bosbach, CDU (Vorsitzender des Innenausschusses)

Gibt es einen Islam-Rabatt für Straftäter in Deutschland? In der aktuellen Debatte nach dem Urteil gegen einen deutsch-afghanischen Mörder bezieht der CDU-Innenexperte klar Stellung: „Es darf keinen Rabatt für Täter geben, die sich auf religiöse Motive berufen. Maßstab darf bei uns nur die deutsche Rechts- und Werteordnung sein, nicht die der Scharia.“ Wolfgang Bosbach warnt seit Jahren vor den Gefahren des radikalen Islamismus in Deutschland.

Omid Nouripour, B’90/Grüne (Bundestagsabgeordneter)

„Ich bin Muslim. Muslim zu sein, ist in unserem Land immer noch ein Politikum“, betont der sicherheitspolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion. Unter den Muslimen in Deutschland seien Fundamentalisten und Extremisten eine Minderheit. „Wir müssen den Islam endlich integrieren, damit sich die große Mehrheit der friedlichen Muslime für ihren Glauben nicht länger rechtfertigen muss“, fordert Omid Nouripour, der 1988 als 13-Jähriger aus dem Iran mit seiner Familie nach Deutschland kam.

http://www.kath.net/news/45565   Sind Islam und Demokratie unvereinbar?   (10.4.):

Bei „Maischberger“ diskutierten Muslime und Kritiker

Hamburg (kath.net/idea) Islam und Demokratie sind unvereinbar. Diese Ansicht vertrat der Islam-Kritiker und Politologe Hamed Abdel-Samad (Berlin) am 8. April in der ARD-Sendung „Menschen bei Maischberger“. Sie stand unter dem Thema „Feindbild Islam – Wird der Hass geschürt?“. In seinem Buch „Der islamische Faschismus. Eine Analyse“ behauptet Abdel-Samad, die Gewaltbereitschaft des Islam sei keine Erfindung von Extremisten, sondern seit der Zeit des Propheten Mohammed tief in der Religion verwurzelt. Dem radikalen Islam bescheinigt Abdel-Samad „faschistoide Züge“. Sowohl die faschistischen Organisationen in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts als auch der Islamismus seien antisemitisch geprägt, schüchterten die Bevölkerung ein und huldigten einem Führer. Wegen seiner Kritik am Islam hatten muslimische Geistliche in Ägypten eine Fatwa – also ein Todesurteil – gegen den Autor verhängt. Seitdem steht der Deutsch-Ägypter unter Personenschutz. Wie er in der Sendung sagte, ist zwar die Mehrheit der in Deutschland lebenden Muslime friedlich. Eine starke Minderheit versuche allerdings, die Scharia über das Gesetz zu stellen.

Imam: Auch Christen töten Konvertiten

Der Imam der Leipziger Al-Rahman-Moschee, Hassan Dabbagh, der der Salafisten-Szene zugerechnet und vom Verfassungsschutz beobachtet wird, äußerte Verständnis für die Todesdrohung gegen Abdel-Samad: „Wenn man sich vom Himmel abgeschieden hat, muss man damit rechnen, dass Leute in Ägypten so etwas sagen.“ Bislang sei ihm aber offensichtlich nichts passiert. Zudem gebe es solche Todesdrohungen nicht nur im Islam, sondern auch im Christentum, so Dabbagh weiter. Jeder, der einen Mord begehe, sei ein Straftäter. Aber man solle nicht vergessen, dass es „in bestimmten christlichen Dörfern oder Familien auch so etwas gibt“. So töteten Christen in Ägypten mitunter auch weibliche Familienmitglieder, wenn diese den Islam annähmen oder einen Moslem heirateten [„christlicher Ehrenmord“??? Nie gehört!]. Er selbst, so Dabbagh, fühle sich zu Unrecht in die islamistische Ecke gedrängt. Auf die Frage, ob er Salafist sei, antworte Dabbagh: „Ich bin Moslem.“

Bosbach: Hierzulande darf nur die deutsche Rechtsordnung gelten

Der Vorsitzende des Innenausschusses im Deutschen Bundestag, Wolfgang Bosbach (CDU), betonte, dass hierzulande ausschließlich die deutsche Rechtsordnung gelten dürfe. So genannte „Friedensrichter“, mit denen muslimische Großfamilien Streitigkeiten unter sich regelten, seien nicht hinnehmbar. Nach Ansicht des Bundestagsabgeordneten Omid Nouripour (Bündnis 90/Die Grünen) verlaufen die Fronten heute nicht zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen, sondern zwischen Demokraten und Feinden der Demokratie. Die Journalistin Antonia Rados (Köln) sagte, sie habe es im Nahen Osten vielfach erlebt, dass radikale Muslime sich vor der Kamera versöhnlicher gäben, als wenn sie ausgeschaltet sei.

http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article126731438/Den-Islam-darf-man-genauso-wenig-kritisieren-wie-die-Mafia.html   (9.4.)

http://www.spiegel.de/kultur/tv/maischberger-talk-islam-glaube-weltherrschaft-a-963318.html   (9.4.)

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Eine Antwort zu Islam vs. Demokratie

  1. heureka47 schreibt:

    Das Beste – und einzig wahre Vernünftige – das wir tun können, ist die grundlegende Heilung der „Kollektiven (Zivilisations-)Neurose“, der ENTFREMDUNG (vom wahren Erwachsenwerden, von der geistig-seelischen Reife, von der Wahrheit, von der höheren / wirklichen (wahren) Wirklichkeit, von der höheren Bewußtseins- / Seins-Ebene, vom göttlichen Bewußtsein im Menschen, dem „Christus-Bewußtsein“, dem „Höheren / wahren Selbst“.

    Befallen von der „Kollektiven (Zivilisations-)Neurose“ und vom Untergang bedroht (evtl. schon in der nächsten „Kollektiven PSYCHOSE“ – Krieg und/oder ähnliches, wie 1933/1939-1945) ist nicht nur das „Abendland“, wie der Titel des Buches von O. Spengler „Der Untergang des Abendlandes“ glauben machen könnte, sondern der Untergang droht der globalen zivilisierten Gesellschaft, dem „künstlichen / organisierten System“, das sich im Konflikt befindet mit dem natürlichen System.

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