Kopftuchurteil: Grassierende Islamophilie

Adorján F. Kovács: http://www.freiewelt.net/kopftuchurteil-islamophilie-als-politische-doktrin-10056318/ (14.3.):

Anders als mit schleichender Verblödung können Deutschlands viele Widersprüche nicht mehr erklärt werden. Die grassierende „Islamophilie“ mag dazu gehören.

Denn nun ist in diesem Land, in dem politisch vehement eine Frauenquote gefordert, ein Schulunterricht der „sexuellen Vielfalt“ propagiert und die Gendertheorie im öffentlichen Raum breit durchgesetzt werden soll, ein Urteil des Verfassungsgerichts zum islamischen Kopftuch gefällt worden.

Ein politisches Fanal, das die Trägerin, potentiell alle muslimischen Frauen, zu wandelnden Litfaßsäulen des Islam macht, eine Art freiwillig getragener gelber Stern umgekehrten Vorzeichens, der die Trägerin hochmütig aus der geringgeschätzten Mehrheitsgesellschaft ausgrenzt, ein Symbol von Männer- und Frauenverachtung wird vom höchsten deutschen Gericht gebilligt. …

Michael Paulwitz: http://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/neutralitaet-als-selbstabschaffung/ (13.3.):

Wieder eine Bastion geschleift: Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, pauschale Kopftuchverbote an öffentlichen Schulen für verfassungswidrig zu erklären, ist ein weiterer Schritt voran auf dem Weg der schleichenden Islamisierung Deutschlands. …

———————————–

Ergänzung 17.3.2015:

Henryk M. Broder: http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article138471498/Wuerden-Verfassungsrichter-auch-Nudisten-schuetzen.html (16.3.):

Aus dem Kopftuch-Urteil spricht eine Naivität, wie man sie sonst nur in Positionspapieren von Anthroposophen findet. Das Oberste Gericht hat eine ideologisch aufgeladene Entscheidung getroffen.

… In diesem Zusammenhang wäre auch ein Hinweis darauf angebracht, was das Kopftuch von einem, wie es das Bundesverfassungsgericht nennt, „Nonnen-Habit“ unterscheidet. Von einem „Nonnen-Habit“ geht kein Gefühl der Bedrohung aus, es ist auch kein Fall bekannt, dass eine junge christliche Frau mit Gewalt in ein Kloster verschleppt worden wäre, um dort Jesus angetraut zu werden. Man sieht auch keine zehnjährigen Mädchen im „Nonnen-Habit“ auf den Straßen, aber immer mehr Zehnjährige mit Kopftuch, die gerne bestätigen, dass sie es „freiwillig“ tragen.

Und so wie uns immer wieder gesagt wird, dass wir differenzieren sollten, weil es den „einen Islam“ nicht gibt, gibt es auch nicht den einen Grund, das Kopftuch zu tragen. Mal ist es Ausdruck einer religiösen Haltung, mal ein modisches Accessoire, das farblich zum Rest der Kleidung passen sollte. Manche jungen Frauen tragen es, weil deren Eltern es sich wünschen, andere, um ihre Eltern zu ärgern. Oder weil sie sich „oben ohne“ nackt fühlen.

Es angesichts einer solchen Beliebigkeit zu einem Symbol der Glaubensfreiheit zu erklären, das gesetzlich geschützt werden muss, zeigt nur, dass dieser Gesellschaft die Vernunft abhanden gekommen ist. …

———————————-

Regina Mönch: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kopftuch-urteil-eine-gefahr-fuer-die-offene-gesellschaft-13484485.html (16.3.):

Der Kopftuchbeschluss des Bundesverfassungsgerichtes bedroht unser emanzipiertes Selbstverständnis. Vor allem für muslimische Schülerinnen ist er das falsche Signal. …

—————————————–

Ergänzung 21.3.2015:

http://www.medrum.de/content/verdraengt-islamisches-kopftuch-christliche-werte (21.3.):

Hartmut Steeb kritisiert Begründung im Verfassungsgerichtsurteil und fragt: „Gehört das Christentum noch zu Deutschland?“

… Die Bundesverfassungsrichter haben allerdings in ihrem jetzigen Urteil die Auffassung vertreten, dass die „Privilegierungsbestimmung zu Gunsten der Darstellung christlicher und abendländischer Bildungs- und Kulturwerte“ eine „gleichheitswidrige Benachteiligung der Angehörigen anderer Religionen“ darstelle. Das kritisiert Steeb. Mit einer solchen Begründung hebeln die Karlsruher Richter die Landesverfassung Nordrhein-Westfalens aus. Denn in dieser Landesverfassung steht, dass Kinder in Gemeinschaftsschulen „auf der Grundlage christlicher Bildungs- und Kulturwerte in Offenheit für die christlichen Bekenntnisse und für andere religiöse und weltanschauliche Überzeugungen gemeinsam unterrichtet“ werden sollen.

Eingriff in Länderverfassung

Wer also wie die Richter in Karlsruhe bei christlichen Bildungs- und Kulturwerten von „gleichheitswidriger Benachteiligung“ spricht, greift in die Verfassungsgesetzgebung eines Bundeslandes ein, weil er den christlichen Werten ihre Vorrangstellung abspricht. Steeb spricht deswegen völlig zu Recht davon, dass die Richter den in der Verfassung verankerten christlichen Werten ihre werteorientierende Funktion wegnehmen. Zugespitzt könnte formuliert werden: Das islamische Kopftuch verdrängt christliche Werte. Steebs Frage, ob das Christentum noch zu Deutschland gehöre, ist also verständlich. Sie gibt Anstoß zum Nachdenken, nicht nur für Verfassungsrichter.

Forum Christ und Politik

Mit seiner kritischen Analyse sieht sich Steeb nicht nur im Einklang mit der Verfassung, sondern auch in Übereinstimmung mit der christlich fundierten Forderung nach Toleranz, die sich schon aus dem Gebot der Nächstenliebe ergibt. Zu diesem Themenkreis hat er nach Bad Blankenburg zum Forum „Christ und Politik“ eingeladen. Dort wird auch der Frage nachgegangen, welche Rolle der Glauben in einer sich ändernder Gesellschaft noch spielt? Besonders interessant dürfte vor dem aktuellen Hintergrund des Verfassungsurteils zum Kopftuch die Frage werden, ob christliche Grundwerte die Zukunft der Gesellschaft noch gestalten können?

Das Forum steht unter dem Rahmenthema: „Europa zwischen Toleranz & Akzeptanz“. Zeitraum: 25.-27. März 2015. …

——————————————-

http://www.welt.de/politik/deutschland/article138611955/Stellt-Karlsruhe-das-Kopftuch-besser-als-das-Kreuz.html (20.3.):

Einen Widerspruch zum Kruzifix-Beschluss sieht hierin auch der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Thomas Rachel (CDU). Rachel, Bundesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU, findet es seltsam, dass heute beim Kopftuch die positive Religionsfreiheit der Lehrerin betont werde – sie darf ihren Glauben auch in der Schule bezeugen –, aber die negative Religionsfreiheit der Schüler nicht einmal dagegen abgewogen werde. Dabei habe Karlsruhe noch 1995 „den Schutz der negativen Religionsfreiheit im Hinblick auf das Entfernen des Kreuzes an der Wand der Bayerischen Volksschule in den Mittelpunkt gestellt“. …

—————————————-

Ergänzung 25.4.2015:

http://www.kath.net/news/50226 Kann man das Kopftuch mit der Nonnentracht vergleichen? (20.4.):

Bei „Peter Hahne“ erklärte Matthias Matussek, er habe „kein Verständnis dafür, dass Fremde hierzulande ein Recht auf Religionsfreiheit in Anspruch nehmen, das sie in Ländern, in denen sie die Mehrheit bilden, anderen nicht zugestehen“.

Berlin (kath.net/idea) Ist die Tracht einer katholischen Nonne mit dem Kopftuch einer Muslima vergleichbar? Mit dieser Frage befasste sich die ZDF-Sendung „Peter Hahne“ am 19. April. Die muslimische Pädagogin Özlem Nas (Hamburg) sagte, dass sie ein Kopftuch als Ausdruck ihres Glaubens trage. Es habe eine religiöse Bedeutung und sei kein Zeichen für eine bestimmte politische Haltung. …

… Der katholische Publizist Matthias Matussek (Berlin) widersprach den Ansichten der Muslima. Wenn er eine Ordensschwester sehe, denke er an praktizierte Nächstenliebe, Beherzigen der Zehn Gebote und Ehrfurcht vor dem Leben.

Mit dem islamischen Kopftuch verbinde er hingegen eine mittelalterliche Kultur, die Frauen keine Rechte zubillige und Kinder lehre, dass Muslime Juden und Christen töten dürfen. Matussek zufolge muss auch das politische Umfeld betrachtet werden. Es gehöre zum aggressiven Islam, dessen Anhänger mordeten, vergewaltigten, steinigten und plünderten. Muslime, die das Kopftuch bejahten, wollten „eine fremde Kultur nach Deutschland importieren“. …

… Dass das Bundesverfassungsgericht sein Urteil damit begründete, dass es keine Dominanz der christlichen Kultur geben dürfe, sei skandalös. Muslime müssten sich an die christliche Leitkultur anpassen. „Es ist nicht einzusehen, dass wir vor einer uns fremden Kultur kapitulieren sollen“, so Matussek. …

https://www.youtube.com/watch?v=928MNE5FJS4 Peter Hahne: Kopftuch und Kruzifix — Droht ein Kulturkampf? (19.4.   27 min)

**************************************************************************************

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Islamisierung abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Kopftuchurteil: Grassierende Islamophilie

  1. jsbielicki schreibt:

    Hat dies auf psychosputnik rebloggt und kommentierte:
    Archkriecherei gehört zu Deutschland!

  2. Christoph Rebner schreibt:

    Kreidefeuer will nicht, dass Frauen sich anziehen, wo sie es wollen, aber erotische zur-Schau-Stellungen hebt Kreidefeuer als frauenfreundlich hoch? In wessen Namen außer dem Ihren!

    • Carolus schreibt:

      Was ich bedenklich finde, ist, dass die Eroberungssymbolik einer abendlandfeindlichen Gegenkultur überhand nimmt.
      Noch ärgerlicher finde ich ja Niqab und Burka, da müsste ein generelles Vermummungsverbot her.
      Zum hinteren Halbsatz: Wüsste nicht, wo mir so ein „Hochheben“ vorzuwerfen wäre.
      LG

      Zum Blognamen: Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Kreidfeuer

      • Christoph Rebner schreibt:

        vorwurfslos stelle ich fest, dass Sie Frauenhaar nicht als erotisierend empfinden und muss schließen, dass Sie auch niemand kennen, der so fühlt oder solche Gefühle für natürlich hält!

        Mit freundlichen Grüßen,

        Christoph Rebner

  3. regentraum schreibt:

    Hat dies auf kantodeaschrift rebloggt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.