MH17: Neue Ungereimtheiten

http://www.heise.de/tp/artikel/44/44625/1.html Wer hat die MH17 abgeschossen? (11.4.):

Noch ist alles offen, das Untersuchungsteam blockiert die Veröffentlichung von Dokumenten, was Misstrauen erregt

Der Abschuss der Passagiermaschine MH17 über der Ostukraine ist weiterhin ungeklärt. Klar ist, dass die Maschine abgeschossen wurde, wie das geschehen ist und vor allem von wem, ist umstritten. Die niederländische Behörde Dutch Safety Board hat zwar einen vorläufigen Bericht veröffentlicht, in dem sie von einem Abschuss ausgeht, aber sie hält sich seitdem zurück und erklärt, sie würde allen Hinweisen nachgehen.

Nach Medienberichten gebe es für die Gemeinsame Untersuchungsgruppe (JIT) aus Belgien, Australien, der Ukraine, Malaysia und der Niederlande, starke Vermutungen, dass die MH17 von einer BUK-Rakete abgeschossen wurde, die von den Separatisten gefeuert worden sein soll. Man geht Hinweisen und Fotos nach, nach denen ein BUK-System auf einem Lastwagen in die Nähe des Abschussorts gebracht und danach wieder Richtung Russland abtransportiert worden sei. Dazu gebe es vom ukrainischen Geheimdienst abgehörte Gespräche zwischen Separatisten, Emails, ein Skype-Gespräch und ein VK-Posting aus denen hervorgehe, dass die Separatisten vermutlich versehentlich die Passagiermaschine abgeschossen haben. …

http://www.heise.de/tp/artikel/44/44763/1.html MH17: Forensikprofessor wurde aus Untersuchungsteam geworfen (27.4.)

Als Grund wird das Zeigen von Fotos von Leichtenteilen in einer öffentlichen Vorlesung genannt, aber der Professor hatte zum Absturz auch eigene Gedanken geäußert

In den Niederlanden wurde der forensische Anthropologe George Maat, der an der Identifizierung der Toten der abgeschossenen Passagiermaschine MH17 beteiligt war, Ende letzter Woche von der weiteren Mitarbeit ausgeschlossen. Die Anweisung kam von ganz oben, vom Justizminister Ard van der Steur.

Der Professor von der Universität Leiden hatte in einer Vorlesung Anfang April, die von der Studievereniging Gezondheidswetenschappen Maastricht University, einer Organisation von Medizinstudenten, organisiert worden war, Fotos von Leichenteilen gezeigt und erklärt, wie man vorgehen kann, um die Toten zu identifizieren. Der Minister fand das „völlig unangemessen und geschmacklos“. Thomas Aling, Sprecher des holländischen Forensikteams, erklärte, dass man über die Suspendierung hinaus weitere Maßnahmen erwäge. …

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/04/27/vor-mh17-bnd-warnte-bundesregierung-vor-linien-fluegen-ueber-ukraine/:

Die Bundesregierung wurde offenbar bereits vor dem Abschuss von Flug MH17 über die Gefahren im Luftraum über der Ukraine informiert. Die Regierung hat die Warnungen des BND und des Auswärtigen Amts jedoch nicht an die deutschen Fluggesellschaften weitergegeben. Andere Airlines mieden den Luftraum zu diesem Zeitpunkt bereits. Die Ukraine wäre verpflichtet gewesen, den Luftraum zu sperren. Der Fall bleibt unaufgeklärt und das ist ein Skandal. …

http://www.heise.de/tp/artikel/44/44781/1.html MH17: Das Auswärtige Amt gerät in die Kritik (28.4.):

Eigentlich hätte Kiew den Überflug über das Kriegsgebiet sperren müssen, aber man wollte auf die Einnahmen nicht verzichten

Es ist ein Nebenschauplatz, den der Rechercheverbund von NDR, WDR und SZ im Hinblick auf den Abschuss von MH17 nun aufgemacht hat. Es geht schlicht darum, dass die Bundesregierung darüber informiert war, dass der Krieg in der Ostukraine auch für Passagiermaschinen, die das Gebiet überfliegen, gefährlich werden könnte. Auch der ganz normale Medienkonsument hatte mitbekommen, dass die Separatisten im Kampf gegen die Angriffe der ukrainischen Luftwaffe in der sogenannten „Antiterroroperation“ aufgerüstet und am 14. Juli 2014 eine Militärmaschine in 6500 Meter Höhe abgeschossen hatten.

Es wäre in erster Linie die Aufgabe der damaligen ukrainischen Übergangsregierung gewesen, eine Warnung an alle Fluggesellschaften auszugeben oder den Überflug über das Kriegsgebiet zu sperren. Zumal auch deswegen, weil Kiew bereits damals russische Truppen mit ihrem Gerät auf russischem Territorium für den Abschuss verantwortlich machte (Ukraine: Wirrwarr im Propagandakrieg). Das erfolgte nicht, vermutlich auch aus dem Grund, weil Kiew nicht auf die Gelder verzichten wollte, die aus den Überflugrechten erzielt wurden. Allerdings wurde die Mindestflughöhe für Maschinen auf 10.000 Meter erhöht. Das hätte allen Fluggesellschaften zeigen können, dass es über der Ostukraine nicht ganz ungefährlich war. Aber auch die Fluggesellschaften vermeiden gerne Mehrausgaben, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. …

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Ergänzung 3.6.2015:

http://www.mmnews.de/index.php/politik/46522-mh17-russ1 MH17 Russland: SPON rudert zurück (3.6.):

Gestern noch Aufmacher bei SPIEGEL online, heute dann die Zweifel: Bild-Forensiker greifen Bellingcats MH17-Analyse an. Error Level Analyse (ELA) „nicht streng wissenschaftlich und subjektiv“

Im Zusammenhang mit dem Absturz des Fluges MH17 in der Ukraine kritisieren Experten für Bild-Forensik die Bellingcat-Untersuchung zu angeblichen manipulierten russischen Satellitenbildern.

„Das ist eine Fehlinterpretation“, sagte der renommierte Hamburger Bild-Forensiker Jens Kriese SPIEGEL ONLINE. Die von Bellingcat durchgeführte Error Level Analyse (ELA) sei eine „Hobby-Methode“. Sie sei „nicht streng wissenschaftlich und subjektiv. Bellingcat betreibt Kaffeesatzleserei.“

Auch der Hinweis auf eine Bearbeitung mit Photoshop in den Metadaten der Fotodatei sei kein Beweis für eine Manipulation. Womöglich habe Moskau mit dem Programm lediglich die Satellitenaufnahmen für die Öffentlichkeit aufbereitet und Erklärungen eingefügt, so Kriese. Die von Bellingcat identifizierten Unregelmäßigkeiten „könnten darin ihre Ursache haben, oder auch durch mehrfaches Abspeichern im JPG-Format entstanden sein“.

Via Twitter hatte sich bereits der Betreiber der Webseite Fotoforensic.com, auf die sich Bellingcat beruft, von der Untersuchung distanziert. Der Bericht sei ein Beispiel, wie eine Analyse nicht gemacht werden sollte, twitterte Neal Krawetz.

Ohne Kenntnis der Originalaufnahmen des Satelliten sei eine Aussage über mögliche Manipulationen unmöglich, sagt Bild-Forensiker Kriese: „ob man das für plausibel hält, hängt allein davon ab, ob man es glauben will oder nicht.“ …

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