Abrechnung mit den 68ern

Maike Hickson: https://www.katholisches.info/2018/08/offener-brief-an-die-68er-generation/ (11.8.):

… Ihr wart stolze Zerstörer, die dachten, sie würden es viel besser als viele Menschen und Generationen vor ihnen machen. Ihr habt die ganze Kultur mit all ihren Schönheiten, Regeln und all ihrem Schutz pauschal abgelehnt und als Zwang abgetan.

Habt Ihr Euch jemals umgeschaut und Eure eigenen Früchte kritisch betrachtet? Habt Ihr wirklich etwas Schöneres geschaffen?

… Ihr habt von Euren Eltern verlangt, sie hätten gegen Hitler, hinter dem die Waffen standen, aufstehen sollen. Seht Ihr denn die Gefahr durch Eure Politiker nicht? Oder warum schweigt Ihr heute? Merkt Ihr vielleicht jetzt, wie schwer es ist, wirklich Widerstand zu leisten? Beispielsweise wenn etwas auf dem Spiel steht? Oder denkt Ihr jetzt gar, da Ihr selbst an der Macht seid, dass es schön ist, sie auszuleben und andere mundtot zu machen, die Eurer Meinung widersprechen?

… Und Eure Kinder? Wieviele Scheidungen und Brüche haben sie schon durchgemacht? Könnt Ihr euch überhaupt merken, wer gerade der Partner von wem ist, und von wem welches Eurer Enkelkinder stammt? Ihr habt einen Damm eingerissen, der Jahrhunderte stand, und nun schwimmt das Wasser rücksichtslos überallhin. Ihr habt die alte Sexualmoral verhöhnt und Euch von ihr befreit, und damit auch gleich von dem Gott, der sie einst gegeben hat, ohne dass Ihr verstanden habt, was an ihr vielleicht auch richtig und gut und erhebend war.

… Die Kleinen sollen zuhause auch keine Mutter mehr brauchen, die ihnen etwas Feines und Gesundes kocht, mit ihnen bastelt, einen Spaziergang macht und Lieder singt. Nein, dafür ist keine Zeit. Die Mutter muss sich ja selbst verwirklichen, einen Beruf haben. Dabei gibt es doch nichts Würdigeres und Schöneres, als einem jungen Leben zu helfen zu wachsen, zu gedeihen und glücklich zu sein. …

**************************************************************************************

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Anthropologischer Umsturz abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Abrechnung mit den 68ern

  1. Schlagseite? schreibt:

    es liegt wohl in meiner Natur, mich nie mit einer extremen Betrachtung zufrieden zu geben, sondern kontrovers – zu versuchen – pro und contra auszuloten. So gibt es nach aller Aversion hinsichtlich 68 auch durchaus mE berechtigte Einwände an der Kritik. Die schablonenhafte Entscheidung für oder gegen etwas, die heute gefordert ist (und die explizit auch aus der „religösen Ecke“ kommt : ‚man kann nicht ein bisschen schwanger sein‘, ‚wer nicht für mich ist, ist gegen mich‘ usw.), könnte ich nur in wenigen Bereichen anwenden, etwa GEGEN die Todessstrafe, GEGEN Kriege und Waffenaufrüstung….. Nein, ich kämpfe nicht bis aufs Blut. Wenn etwas denn „so“ ist, dann ist es so. Denke noch an „Gesundheit um jeden Preis?“ Oder „Ein Kind um jeden Preis?“. Ein Rest? ist Schicksal. Was viele Esoteriker und auch Philosophen zu überwinden versuchen. Das Schicksal des Schicksalspsychologen Szondi war dann auch nicht von schlechten Eltern.:- (

    [ aktuell Lauber auf Conservo. Drei Stunden später ist der Sonntag vorbei :- ) Oh nein, schaffe es nicht bis zum Ende. Aber mit jener (beobachteten und pauschal übergestülpten Hassanschuldigung) kann ich mich nicht *identifizieren*. Da ist weiter von Feindschaft der Juden untereinander die Rede und die der Amerikaner auf Juden. Kann man mal sehen…..Welche Rolle der eigenen Hintergrund, die Herkunft, doch primär und immer und überall spielen und das Thema Selbsterkenntnis statt dessen im Fokus stehen sollte.
    Da wäre es unfair hervorzuheben, dass der 18jährige iranische Abiturient, der die Tochter mit seinem eigenen Auto vor der Tür zum Jobben abholte, den Arbeitgeber nichts als beschiss; und ebenso unfair der russischen Praktikantin, die zuvor auf der Toilette war, vorzuwerfen, sie würde ostentativ beschmutzen….]
    Im Rahmen der familiären Befreiungen und Bindungen, Erziehung und Sozialisataion und Tradition macht doch nicht nur ‚das deutsche‘ Gefüge schlapp. Lauschte jüngst (beim Autofahren) diversen Buchvorstellungen auf -ähem einem Sender, (der gern provoziert im Rahmen des Neusprech bzw. pol.korr. im Sinne von Flunkermedien….), bin aber durchaus angehalten zu differenzieren https://www.deutschlandfunkkultur.de/lesart.1269.de.html
    und auch wertvolle Inputs zu verbuchen.
    Und nein, Frau Hickson, die NACKTEN waren nicht erst die 68er!
    Und sicher haben Sie selbst eine *privilegierte Stellung*, gern zu kochen und zu umsorgen! Vermutlich in der amerikanisch offenen Hightechkitchen …Herd in der Mitte des Raumes. Kitchenaid und Vitamix in Sichtachse. *Die hatte ich auch. (nicht die Kitchen…) Bin durch die letzten Jahrzehnte glimpflich hindurch gekommen. Aber ohne diese (nicht selbstverständlichen Voraussetzungen) hätte ich mir auch überhaupt nicht meinen Kinderreichtum angeschafft! Sogar in der eigenständigen Schweiz ist man heute beim Mutterschutz geizig (nur 4 Monate). Wer keine Großeltern hat, ist aufgeschmissen.
    Nun, hinter mir liegen „Jahre des schönen Kochens“ usw., Jahre ohne Großeltern und Mithilfe, Jahre im Abseits, Jahre des sich um den Verstand Chauffierens, „Jahre eines dominierenden Meinungskartells“ :- (***. Eine schöne Zeit in meinem Leben war die Zeit meines ersten Studiums…und natürlich die Jahre mit den kleinen Kindern, der Nestbau….Aber am „falschen Ort“ zu sein, weil der Mann es wollte bzw. SEIN Hintergrund…. das hinterläßt Lücken. Und darüber wird wenig gesprochen.
    Nach dieser Zeit hat Frau meistens ausgedient. Die alte Heimat gibt es nicht mehr. Die „neuen Heimaten“ sind keine Heimat. (Und egal welches Bundesland und welche Lobby an der Macht, sie alle hatten/haben stets ihre Gründe und Entschuldigungen = AUSREDEN, entweder Frauen nicht (wieder) einzustellen oder den spürbar geringeren Lohn zu zahlen) Und so wählt man andere Kriterien des Verbleibens. Oder Frau hat KEINE WAHL! Weil keine oder kleine Rente! (warum wohl?)
    Nein, wir waren nicht „arm“. Aber meine längst erwachsenen Kinder haben nicht „die Chancen“.
    A l l e s ist brüchig. Ich möchte nicht mit ihnen tauschen! Und eine gute Kinderstube und die viel zititierte schöne Kindheit nützen wenig! Da gibt es anders, was mehr „nützt!

    DIESES LAND HAT EIN PROBLEM!!!
    ______________________________

    Und ich traue den „neuen Bewegungen“ (oder Parteien) nicht zu, da noch große Schrauben zu verändern.
    Eine Erfolgsautorin, (G.K.) (= zehn Millionen verkaufte Bücher) wird dem einzigen Töchterlein die Olympia-Reitkarriere neben dem Volkswirtschaftsstudium ermöglichen….es geht mit dem (vergünstigten?) Flieger zu den Treffpunkten, wie einst Rita Süss…..es vor machte :- ). Wow… diese (oft gut katholischen NamInnen) haben an ihrer Selbstverwirklichung selten gespart!!!
    (Und eine Bahn-Fahrkarte Studienort-Elternhaus in dieser BRD KOSTET das Mehrfache.)
    Was sind dagegen diese Mühen?!
    Katja Urbatsch:
    „Bei diesem System bleiben die Kinder aus armen Familien auf der Strecke“
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=45424
    (ergänzen wir ruhig auch: aus kinderreichen Familien)

    ***
    http://www.geistlicher-missbrauch.ch/?10_Merkmale

    • Schlagseite? schreibt:

      und hat Deutschalnd nicht auch tatsächlich immer noch ein INTERNES „Faschismus“-„Rassismus“-„Ausgrenzungs“-PROBLEM???
      Die Guten, das Gute also nur jeweils auf der anderen (der eigenen) Seite? Hölle ODER Paradies? Das Klima/Wetter macht nicht vor der Grenze oder Brücke halt.
      Muß gerade an die „Nackten“ der „Guten“ und Konservativen denken! :- ( (deren Redaktionsverantwortung ichnicht am Stecken haben möchte!)

      „BILD zeigt einmal mehr, wie hauchdünn die Decke unserer Zivilisation doch ist
      Veröffentlicht in: Medienkritik, Wertedebatte

      “Darf man sich freuen, dass Syriens mörderische Mutter Krebs hat?”. Mit diesem infamen Gedankenspiel kommentiert heute der BILD-Redakteur Daniel Böcking die Meldungen der Krebserkrankung der syrischen Präsidentengattin Asma al-Assad. Man darf, dies ist nur all zu menschlich, aber christlich sei dies nicht, so Böcking sinngemäß, der ansonsten vor allem als frisch bekehrter Christ und Autor christlicher Erweckungsliteratur von sich reden macht. Nun sollte selbst für die letzten Zweifler klar sein, dass BILD nicht nur keinen Anstand hat, sondern in puncto Verkommenheit und Niedertracht mittlerweile jeden Maßstab sprengt. Die Tatsache, dass die BILD immer noch die meistgelesene Tageszeitung des Landes ist und bild.de zu den reichweitenstärksten deutschen Internetseiten gehört, wirft ein dunkles Licht auf uns und unsere Mitbürger.“ Jens Berger auf nachdenkseiten.
      https://www.nachdenkseiten.de/?p=45400
      ——-
      nachhören
      https://www.ndr.de/ndr2/NDR-2-Spezial-Ihr-Thema-Rassismus,audio430604.html
      ——-
      und um ein wenig von dem ungeliebten deutschen Gesellschafts-und Familienkontext abzulenken: hier ein Schwenk nach Frankreich
      https://www.deutschlandfunk.de/sylvie-schenk-eine-gewoehnliche-familie-wenn-geschwister-zu.700.de.html?dram:article_id=425169

      Hauptsache Geschwister, Kindlein fein 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.