Wien 10.12.: Aktionstag für verfolgte Christen

http://www.csi.or.at/index.php/veranstaltungen/133-stopp-christenverfolgung-fackelzug-am-10-dezember:

Die Plattform „Solidarität mit verfolgten Christen“ veranstaltet am Dienstag, dem 10. Dezember 2013, in Wien unter der Devise „Arabischer Frühling – blutiger Winter für Christen“ einen Aktionstag für verfolgte Christen:

Fackelzug – 17:15 Uhr – Oper
anschließend ökumenischer Wortgottesdienst im Stephansdom

Ergänzung 12.12.2013:

http://www.kath.net/news/44094   Christenverfolgung: Fackelzug durch die Wiener Innenstadt   (11.12.):

3000 Teilnehmer bekundeten Solidarität mit verfolgten Christen in aller Welt und protestierten gegen Untätigkeit des Westens – „Christian Solidarity International“-Generalsekretär Kuhn: „Menschenrechte sind nicht teilbar“ 

Mit einem Fackelzug durch die Wiener Innenstadt und einem Gottesdienst im Stephansdom haben am Dienstagabend rund 3000 Teilnehmer gegen die Christenverfolgung in vielen Ländern der Welt und die Untätigkeit des Westens protestiert. Der „Fackelzug“ wurde von der Plattform „Solidarität mit verfolgten Christen“ getragen. An der Spitze marschierten der Wiener Weihbischof Franz Scharl, der syrisch-orthodoxe Metropolit Mar Eustathios Matta Roham und der syrisch-orthodoxe Chorepiskopos Emanuel Aydin.

„Die Menschenrechte sind nicht teilbar, vor allem nicht das grundlegende Menschenrecht auf Religionsfreiheit“, betonte der Generalsekretär der österreichischen Sektion von „Christian Solidarity International“ (CSI), Elmar Kuhn. Er erinnerte daran, dass vor 65 Jahren – am 10. Mai 1948 – die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte proklamiert wurde. Trotzdem würden diese Menschenrechte ständig „mit Füßen getreten“; zum Beispiel in Ägypten, wo nach wie vor allwöchentlich minderjährige koptisch-christliche Mädchen entführt, vergewaltigt und zwangsislamisiert werden. „Ohne Religionsfreiheit gibt es keinen Frieden und keinen Wohlstand“, betonte Kuhn, der für einen „Pakt mit moderaten Muslimen guten Willens“ plädierte. Religionsfreiheit müsse „überall“ – auch in Saudiarabien und anderen muslimisch dominierten Ländern – „voll und ganz lebbar sein“, forderte der CSI-Generalsekretär.

Zum Abschluss des „Fackelzugs“ fand im Stephansdom ein ökumenischer Gottesdienst statt. Pfarrer Gregor Jansen erinnerte dabei an die vielen Christen, die um ihres Glaubens willen verfolgt werden. Zugleich rief er zum Gebet für alle auf, „für die Verfolgten und für die Verfolger“. Ebenso appellierte er an die „Verantwortungsträger“, dass sie ihre Stimme für die Religionsfreiheit erheben. Im Verlauf des Gottesdienstes wurde vor allem für Ägypten, Irak und Syrien gebetet.

Die aus der Türkei stammende syrisch-orthodoxe Nonne Hatune Dogan berichtete über ihre dramatischen Erfahrungen bei der Hilfe für christliche Mädchen im Irak und für christliche junge Soldaten in Syrien. Insgesamt könne man im „fruchtbaren Halbmond“ von „Völkermord an den Christen“ sprechen, so Schwester Hatune laut einer Presseaussendung der Stiftung „Pro Oriente“. Sie appellierte an die Christen in Europa, ihre Stimme zu erheben, aber auch „materiell, moralisch und vor allem im Gebet“ ihre christlichen Schwestern und Brüder im Nahen Osten zu unterstützen. Zugleich betonte die Nonne, dass ihre Hoffnung und ihr Gebet der Bekehrung der radikalen Islamisten gelte, damit sie „wie Saulus zu Paulus werden“.

CSI-Generalsekretär Kuhn war wenige Stunden vor dem Fackelzug von einem Lokalaugenschein in Nigeria zurückgekommen. Dabei sei er, so Kuhn, mit dem Leid von Millionen christlicher Flüchtlingen aus dem Norden des Staates konfrontiert [worden], die von fanatischen Milizionären der islamistischen „Boko Haram“-Milizen aus ihren angestammten Heimatorten vertrieben wurden. Kuhn erinnerte daran, dass Nigeria ein Staat ist, in dem es 50 Prozent Christen und 50 Prozent Muslime gibt und dass die aus dem Ausland geförderten „Boko Haram“-Leute sich nur auf eine kleine Minderheit stützen können.

Der Plattform gehören u. a. CSI Österreich, die Kategoriale Seelsorge der Erzdiözese Wien, Pro Oriente, Kirche in Not, der Malteserorden, Open Doors Österreich, der Österreichische Cartellverband und die Vereinigung der Frauenorden Österreichs an.

Ergänzung 14.12.2013:

http://www.pi-news.net/2013/12/wien-tag-der-menschenrechte-mit-schwester-hatune-1000-teilnehmer-beim-fackelmarsch/   (14.12.):

Es kommt selten vor, dass bei einer Pressekonferenz die anwesenden Pressevertreter sich so sichtlich schockiert zeigen, dass sie nur noch schwerlich in der Lage sind, die gezeigten Bilder und Videos anzuschauen. Bilder, auf denen grausam vergewaltigte und verstümmelte Christinnen im Irak gezeigt wurden, Christen in Syrien, denen auf bestialische Weise vor laufender Kamera unter “Allahu Akbar”-Geschrei der Kopf mit stumpfen Messern abgeschnitten wird, nur weil sie Christen sind. So geschehen auf einer Pressekonferenz in einem Presseklub direkt neben dem Wiener Stephansdom am vergangenen Dienstag. …

************************************************************************************

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Christenverfolgung abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.