Ägypten: Islamterror wird alltäglich

Michael Heesemann beklagt in Kath.net die laufenden Wellen salafistischer Gewalt gegen die christliche Minderheit: Verwüstungen in neugebauter Kirche direkt vor der Einweihungsfeier — Polizei schaut tatenlos zu bzw. prügelt die Hilferufer — Wahlbehinderung:

Am gestrigen 19. Januar wollten Ägyptens Kopten, die sich nach dem julianischen Kalender richten, eigentlich friedlich das Fest der Erscheinung des Herrn feiern. Sie konnten nicht ahnen, dass es an diesem Tag zu den seit Jahresbeginn gewalttätigsten Ausschreitungen gegen ihre Glaubensbrüder in Unter- und Oberägypten kommen sollte.

Seit gestern Abend berichten die koptischen Fernsehsender des Landes über die jüngste Welle islamistischer Gewalt gegen die christliche Minderheit.

Den Berichten zufolge fand einer der pogromartigen Übergriffe in dem Dorf el-Ibrahimiya (auch als Ibrahim B bezeichnet) in der Diözese Shubra el Kheima nördlich von Kairo statt. Dort war mit Genehmigung der Behörden eine neue Kirche errichtet worden, die, festlich geschmückt, an diesem hohen Feiertag von ihrem Bischof mit einer Festmesse eingeweiht werden sollte. Während einige hundert Gläubige morgens auf die Ankunft ihres Bischofs Markos warteten, tauchte plötzlich eine mit Schlagstöcken und Eisenstangen bewaffnete Gruppe radikalislamischer Salafisten auf. Sie prügelten sich ihren Weg frei, um in die Kirche einzudringen und das Gotteshaus zu verwüsten. Als die unbewaffneten Kopten die Polizei riefen, schickte diese zwar einen Streifenwagen, doch die Ordnungshüter schauten nur zu, statt dem Vandalismus ein Ende zu setzen. Stattdessen forderten jetzt die Angreifer von den Kopten, die Genehmigung für den Bau der Kirche vorzulegen. Weil man ihnen nicht glaubte, dass alles rechtens war, zitierten sie den Bürgermeister herbei, der tatsächlich ebenfalls nach einiger Zeit eintraf. Doch statt die koptische Minderheit zu schützen, stellte er fest: „Ein schöner, solider Bau. Der eignet sich gut als Moschee oder als Krankenhaus“. Seitdem wird den Berichten zufolge in den 25 Moscheen des Dorfes zum Sturm auf die Kirche aufgerufen. Zeitgleich strömten junge Kopten in ihr neues Gotteshaus, um zu beten und es, so wörtlich, „notfalls mit ihrem Blut zu beschützen“.

Weitere Berichte über Unruhen stammen aus dem Dorf el-Rahmaniya bei Qena in Oberägypten, ca. 60 Kilometer nördlich von Luxor. Dort wurde gestern seit den muslimischen Morgengebeten eine regelrechte Hetzjagd auf Kopten veranstaltet, mit dem Ziel, die Christen aus der Region zu vertreiben. Bewaffnete salafistische Schlägertrupps drangen den Berichten zufolge in ein christliches Haus nach dem anderen ein, um dort alles zu verwüsten und die Bewohner zu bedrohen. Zu Dutzenden wurden auch die Autos der Christen ramponiert. Augenzeugen zufolge sollen Männer mit Maschinengewehren Munition abgefeuert haben; ob es bereits zu Todesopfern kam, ist noch nicht bekannt. Andere Salafisten drohten mit Molotowcocktails oder Benzinkanistern. Auf ein Eingreifen der Sicherheitskräfte wartete man zunächst vergeblich. Der koptische Fernsehsender altarek-TV spielte den Anruf eines jungen Kopten ein, der in Panik in den Hörer brüllte. Ihm zufolge waren die Wahlen, die derzeit in Ägypten stattfinden, Auslöser dieses massiven Einschüchterungsversuches gewesen. Der Zeuge erklärte: „Man hat uns heute verboten zu wählen, jeder Kopte wurde behindert. Ihr hört jetzt, wie sie uns überfallen, sie schreien Allahu akhbar! Mindestens 200 schwerbewaffnete Männer ziehen von Haus und Haus und suchen uns. Wir haben ihnen nichts getan, wir wollten sogar den Muslim wählen, den sie uns als Kandidaten vorsetzten, doch sie jagen uns. Gott stehe uns bei!“

Als dann endlich doch eine Hundertschaft der Polizei eintraf, wurden statt der Salafisten die Kopten niedergeknüppelt und zu Dutzenden verhaftet. Gegen Abend sollen sich die Unruhen auf das Dorf Nag Hammadi ausgeweitet haben, das durch den Fund frühchristlicher Schriftrollen berühmt wurde; auch hier kam es schon früher zu Ausschreitungen radikalislamischer Schläger gegen Christen.

 

Der Blog Kopten ohne Grenzen (KoG) alarmiert (19.1.):

Heute feiern die Kopten das Fest der Taufe Jesu Christi, welches auf Ägyptisch Ghetas (Eintauchen) heißt.

Am heutigen Morgen versammelten sich mindestens 800 Salafisten mit vielen muslimischen „Schaulustigen“ um die Kirche des Heiligen Makarius in Bahtim (Bundesland Kaliobya – Diözese Schobra Alkhima).

Sie stürmten dann die Kirche und ließen sich auf ihrem Hof nieder. Dabei verboten sie den Priestern und den Kopten, die zur Messe wollten, die Kirche zu betreten. Wie allzu oft und zum unzähligen Mal behaupteten die Moslems, dass dieser Ort keine Kirche ist, und wenn schon, zeigt uns die Baugenehmigung und die Erlaubnis hier zu beten. Früher sagte man, dass solche bärtige Terroristen keine staatliche Macht genießen. Inzwischen haben sich die Dinge viel zu viel geändert. Allein die beiden salafistischen Parteien Elnour und Alasalaa haben mindestens 30% der Parlamentssitze gewonnen. Die islamischen Parteien gewannen mehr als 90% der Sitze (nach der Koalition mit der Alwafd-Partei). Diese Schikanen werden bald zur Selbstverständlichkeit. An welche Polizei oder welches Gericht will sich ein Kopte dann wenden? Der Parlamentschef wird der Moslembruder Saad Elkatatny und der Premier wird Khairat Elschater, Stellvertreter der Führer der Moslembrüder. Nachdem Elbaradei um sein Leben rannte, bleibt Amr Mussa und der Pepsi-Scheich bzw. der Salafist Abu Ismail. Sehen Sie, worauf ich hinaus will?

Seine Exzellenz Bischof Markus, der zuständige Bischof dieser Diözese, erklärt gegenüber der koptischen Zeitung Watany folgendes: „Diese Kirche ist noch nicht fertig und daher hat sie keine Kuppel und keinen Kirchturm. Wir haben alle erforderlichen Genehmigungen und es wurde keine Messe bis jetzt in dieser Kirche zelebriert. Seit zwei Jahren arbeiten wir daran und bitten die muslimischen Herrschaften darum, uns zu erlauben, die Bauarbeiten fortsetzen zu lassen. In dieser kleinen Stadt gibt es keine einzige Kirche, obwohl dort 1200 koptische Familien leben. Daher wird ein genehmigtes Gebäude [errichtet] – neben der noch nicht fertiggestellten Kirche – als sozialer Mehrzweckraum, wo die Kopten beten, Hochzeiten und Trauerfeier begehen oder Feste wie heute feiern. Warum sollen wir irgendjemand unsere Erlaubnisse und Baugenehmigungen zeigen? Wo ist die Regierung und wo ist das Innenministerium“?

Auf der anderen Seite deutet alles auf einen baldigen Anfang des beispiellosen Endes Ägyptens und Nordafrikas.

Diese Infos habe ich von unseren Familien in Ägypten, mit denen viele Kopten fast täglich telefonieren.

Vor den Bahnhöfen in Kairo (Ramsis), Alexandria und im Bundesland Behira (Hosch Isa, Abu Almatamier und Damanhur) stehen Ganoven und verkaufen schwere Waffen mit Munition: alle Arten von Revolvern und Kalaschnikows. Sie handeln damit in aller Öffentlichkeit und kein Polizist traut sich sie schief anzuschauen, weil sie viele Polizisten auf offener Straße erschossen. Nebenbei handeln sie mit leichten und harten Drogen. Haben Sie vielleicht etwas über die kilometerlangen Schlangen vor den Tankstellen [gehört]? Haben Sie etwas gelesen, wie die Ägypter kilometerlange Schlange stehen, um Brot zu kaufen? Haben Sie etwas gelesen, wie viele Ägypter dabei ums Leben kamen, weil manche sich aufregen, wenn sie sehen, dass Mehlsäcke die Bäckereien verlassen? Viele Ägypter kamen auch ums Leben, weil sie stundenlang Schlange stehen, um eine Gasflasche zu bekommen. Gestern erzählte mir ein Freund von mir, dass eine Gasflasche in Minya offiziell 35 bis 50 Pfund kostet. Ein Kilo Zwiebeln kostet satte 250 Pfund, was normalerweise höchstens 5 Pfund kostet. Koptische Bauern und Landbesitzer werden daran gehindert, ihre Ernte zu verkaufen. Daher verfüttern sie ihr angebautes Gemüse an ihr Vieh. Sie verlieren dabei Unmengen.

Die schlimmste Katastrophe wird die Knappheit der Lebensmittel. Darum meinen viele Ägypter, dass der bevorstehende Bürgerkrieg von den „Hungrigen“ geführt wird.

Da lachen sich die Mächtigen kaputt und bereiten die Blauhelmsoldaten vor.

Schade um Ägypten, Marokko, Tunesien, Libyen, Jemen, Jordanien, den Libanon und Syrien.

So viel unschuldiges Blut wird vergossen, damit die Waffenindustrie angekurbelt und die leeren Kassen gefüllt werden.

Siehe auch: http://sosheimat.wordpress.com/2012/01/20/agypten-der-muslimische-terror-wird-zum-alltag/

 

Dieser Beitrag wurde unter Christenverfolgung abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..