Dominique Venner: Freitod aus Protest gegen Frankreichs Homo-Politik

http://www.sezession.de/38833/dominique-venner-hat-sich-in-notre-dame-erschossen-protest-gegen-die-homo-ehe.html  (21.5.):

Der 78-jährige Historiker Dominique Venner hat sich heute in der Cathedrale Notre Dame in Paris erschossen, um gegen die Einführung der Homo-Ehe in Frankreich zu protestieren. Zuvor plazierte er auf dem Altar einen versiegelten Brief und veröffentlichte auf seiner Internet-Seite ein Manifest, in dem er zu „neuen, spektakulären und symbolischen Aktionen“ aufruft, „um uns aus dem Schlaf zu schütteln, unsere eingeschläferten Gemüter aufzurütteln und die Erinnerung an unsere Grundlagen wiederzuerwecken“.

Venner weiter: „Wir kommen in eine Zeit, in der Worte durch Taten beglaubigt werden müssen.“ Sezession hat in den vergangenen Wochen den Kontakt mit Venner intensiv gepflegt und für Heft 54 einen Beitrag aus seiner Feder über den französischen Protest gegen die Homo-Ehe erhalten, der jedoch nicht auf diese krasse Form des Protests hinwies. In der Sezession 34/ Februar 2010 erschien ein ausführliches Interview mit Venner. Ein für die Augustausgabe geplantes Gespräch enthält indes Andeutungen, die zeigen, daß Venner seinen symbolischen Freitod bereits vor Wochen geplant hatte.

Wörtlich heißt es darin: „Unser Zeitalter fordert nicht mehr ein, die Macht zu ergreifen, wie man früher sagte. Es gewährt dem Traum vom Tag der Wende keinen Raum mehr. Die Politik ist nicht mehr das Band, das dem Leben einen Sinn gibt. Ungeachtet der Stärken der politischen Aktion ist es nicht die Politik, die den Europäern das Gewissen zurückgeben kann, was sie sind, und sie kann ihrem Leben desgleichen keine Orientierung bieten. Dieses Gewissen kann nur durch eine starke Wahrnehmung der Identität kommen. Mit anderen Worten: keine politische Aktion von hohem Niveau ist denkbar ohne die Vorbedingung eines identitären Gedächtnisses, das fähig ist, sie zu lenken. Aber Worte reichen dann nicht aus. Man muß Worte durch Taten bekräftigen können, man muß das Leben einsetzen, und dies muß bis zur Bereitschaft reichen, das Leben zu opfern, wenn es erforderlich erscheint.“ …

http://www.sezession.de/38844/man-mus-das-leben-einsetzen-interview-mit-dominique-venner.html  (21.5.)

Ergänzung 22.5.:

JF: Erklärung von Dominique Venner im Wortlaut  (21.5.):

… Die Demonstranten des 26. Mai werden Recht haben, wenn sie ihre Ungeduld und ihre Wut herausschreien. Ein schändliches Gesetz, einmal beschlossen, kann auch wieder aufgehoben werden.

Ich habe gerade einem algerischen Blogger zugehört: „Auf jeden Fall, sagt er, in fünfzehn Jahren  werden die Islamisten in Frankreich an der Macht sein und werden dieses Gesetz abschaffen.“ Nicht um uns einen Gefallen zu tun, ganz klar, sondern weil es gegen die Scharia (islamisches Recht) verstößt.

Das ist der einzige gemeinsame Nenner, oberflächlich betrachtet, zwischen der europäischen Tradition (die die Frau respektiert) und dem Islam (der diese nicht respektiert). Aber die entschiedene Bestätigung dieses Algeriers läßt es einem eiskalt den Rücken herunterlaufen. Dessen Konsequenzen würden auf andere, riesenhafte und katastrophale Weise uns noch beklommen machen, als es das verachtenswerte Gesetz Taubiras vermag.

Frankreich wird den Islamisten in die Hände fallen

Man muß klar erkennen, daß ein den Islamisten in die Hände fallendes Frankreich wahrscheinlich ist. Seit 40 Jahren haben Politiker und Parteien (außer des Front National), so wie auch die Spitze der Kirche, daran aktiv gearbeitet, und unter Aufwendung aller denkbaren Mittel, stets die afro-maghrebinischen Einwanderung beschleunigend.

Seit langer Zeit haben große/namhafte Schriftsteller Alarm geschlagen, beginnend mit Jean Raspail in seinem prophetischen „Heerlager der Heiligen“ (Robert Laffont), von welchem die neue Auflage Rekordauflagen erreichte.

Die Demonstranten des 26. Mai können diese Realität nicht ignorieren. Ihr Kampf kann sich nicht auf eine Ablehnung der Homoehe begrenzen. Der „Große Austausch“ der Bevölkerung Frankreichs und Europas, von dem Schriftsteller Renaud Camus aufgezeigt, ist eine ebensogroße Gefahr für die Zukunft.

Worte durch Taten bestätigen

Es wird nicht mehr reichen, solche hübschen Straßen-Demonstrationen zu organisieren, um das zu verhindern. Es geht um eine wirkliche „intellektuelle und moralische Reform“, wie Renan sagte, die es gilt zunächst ins Werk zu setzen. Sie müßte eine Wiedergewinnung der zu erinnernden französischen und europäischen Identität ermöglichen, deren Notwendigkeit noch nicht in aller Klarheit wahrgenommen wird.

Es müssen gewiß neue Ausdrucksformen gefunden werden, spektakuläre und symbolische, um die Schlaftrunkenen durchzurütteln, um das betäubte Bewußtsein aufzurütteln und die Erinnerung an unsere Wurzeln zu wecken. Wir werden in eine Zeit eintreten, in der Worte durch Taten bestätigt werden müssen.

Wir sollten uns auch erinnern, wie es auf geniale Weise Heidegger formuliert hat (Sein und Zeit), daß der Kern des Menschen in seiner Existenz und nicht in einer „anderen Welt“ sei.

Genau hier und jetzt spielt sich unser Schicksal bis zur letzten Sekunde ab. Und diese allerletzte Sekunde hat genauso viel Bedeutung wie der Rest eines Lebens. Darum mußt Du bis zum letzten Augenblick Du selbst sein. Es ist ein sich entscheidendes Selbst, wirklich sein Schicksal bejahend und die Nichtigkeit überwindend. Und angesichts dieses Anspruches gibt es auch keine Ausrede, da wir nur dieses eine Leben haben, in welchem wir selbst entweder alles oder nichts sind.

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7 Antworten zu Dominique Venner: Freitod aus Protest gegen Frankreichs Homo-Politik

  1. heureka47 schreibt:

    Allein in Deutschland begehen jährlich ca. 10.000 Menschen Suizid.
    Wen „rüttelt“ das??
    Unter den Selbstmördern sind zum Teil KINDER im Grundschulalter!!
    Ich sprach vor Jahren mehrfach mit dem damaligen Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uni-Klinik Hamburg-Eppendorf, Prof. Peter Riedesser, der sich sehr bemüht hat, über die erschreckende Entwicklung in seinem Arbeitsbereich aufmerksam zu machen.
    ABER: Wer – anders als Riedesser – nicht aufgeschlossen ist im Geiste für die tieferen Ursachen und folglich auch keine wirksamen Gegenmaßnahmen treffen kann, kann in der modernen Gesellschaft typischerweise nichts anderes, als das Schreckliche VERDRÄNGEN. DAS ist die mehrheits-„normale“ Umgangsweise mit unlösbar scheinenden Problemen – und das ist ein Zeichen der krankhaften Unreife und Inkompetenz der „Verantwortlichen“ (in Politik und anderswo).

    Ich bin bin insbesondere deswegen auch an diesem Thema „dran“, weil ich meine beiden jüngeren Brüder durch Suizid verloren habe und selbst auch eine schwere suizidale Krise durchlebt habe. Nur durch ein „Wunder“ wurde ich gerettet.
    Durch die eigene Erfahrung am dunkelsten Punkt des Lebens, am „Nullpunkt“, wurde mir u.a. auch klar, daß wahrscheinlich die meisten Suizide kein „Freitod“ sind. Die Betreffenden gehen nicht wirklich als freie Bewußtseine in den Tod, sondern handeln eher „zwanghaft“ unter der Wirkung einer schweren psychischen Störung.

    Und ich weiß seit 20 Jahren, daß so gut wie ALLE psychischen und psychosomatischen Störungen grundlegend heilbar sind bzw. präventiv vermeidbar.
    Allerdings nicht durch Medikamente oder Medizintechnik oder ähnliches, sondern durch richtige Bewußtseins- / Persönlichkeitsentwicklung – zur rechten Zeit. Nämlich in der Zeit vor der Pubertät bzw. in der Pubertät durch den Prozeß der Initiation bzw. den „Übergangsritus“, bei dem das Wesentliche der Wandel / Wechsel des Bewußtseins, der Bewußtseins-Ebene, ist.
    Leider ist die zivilisierte Gesellschaft davon „entfremdet“. Nur deswegen gibt es so viel Krankheit in ihr.
    Die „Homo-Politik“ ist eines von zahllosen Teilproblemen der zivilisierten Gesellschaft. Und die Lösung aller Teilprobleme kann nur geschehen durch die Lösung des ursächlichen, ursprünglichen, Grund- / Hauptproblems: Der Entfremdung des zivilisierten Menschen von sich selbst, von seiner wahren Natur, seiner wahren Identität, seinem wahren SEIN / Bewußtsein.

    Die Soziologie kennt das Problem unter dem Namen (die) „Kollektive Neurose“. Ich habe ihr 1992 den konkreteren Namen (die) „Kollektive ZIVILISATIONS-Neurose“ gegeben. Damit meine ich diejenige Neurose, die allen zivilisierten Menschen gemeinsam ist – obschon in verschiedenen Kulturen in unterschiedlicher Ausprägung / Intensität. Die abendländische „Kultur“ – als Nachfolgerin des Römischen Reiches – scheint mir die am schwersten betroffene zu sein.

    Grundlegende Heilung (auf völlig natürliche Weise!) ist – auch und vor allem unabhängig vom Kollektiv – in jedem Einzelfall möglich! Die Schritte dazu sind zu finden in meinen Veröffentlichungen im Internet – vor allem im Text „Wahre Heilung“ auf der HP Seelen-Oeffner.

    • Carolus schreibt:

      Mein höchster Respekt und mein Mitgefühl gilt jedem, der sich aus tiefer seelischer Not das Leben nimmt. Bei Venner hatte ich allerdings den Eindruck, dass er in relativer Freiheit ein politisches Zeichen setzen wollte, quasi ein Selbstopfer gegen den neuen Ungeist. Begrüßen kann ich’s gerade nicht.

      • heureka47 schreibt:

        Auch ich empfinde Mitgefühl. Ich weiß, wie jemand sich am „Nullpunkt“ fühlt. Das Schlimme ist: Die meisten Fälle – von Suizid ebenso wie von „psychischer / psychosomatischer Störung“ sind völlig vermeidbar – aber wir sind vom rationalen / wissenschaftlichen Weltbild vergiftet, sind entfremdet von der Wahrheit und wirklichen Wirklichkeit und es gibt keine keine Aufklärung über die „Präventive Heilung“ in der Initiation / durch den Aufstieg zur höheren Bewußtseins-Ebene, dem FEINstofflichen Bewußtsein, dem regulären, evolutionär gewachsenen, Erwachsenen-Bewußtsein.
        Da liegt der Mangel, weswegen auch Oswald Spengler geschrieben hat „Der Untergang des Abendlandes“.
        Heilung ist möglich!

  2. Dörflinger André schreibt:

    Pensionist Venner hat unglücklich gehandelt, denn die Einführung der Homo-Ehe wird doch nicht der letzte Missgriff dieses unglückseligen franz. Präsi Hollande sein > laufen wir doch seit Jahren voll auf dieser linken Masche, der voll Libera-lisi-erung der Unsitten und Gebräuche: Neues Eherecht, neues Scheidungsrecht, Abtreibungslizenz, Familien-Namen-Freiheit, Adoptionsrecht für alle. usw. einfach alles, was sich so ein linker, feministischer Geist ausdenken kann. Wir befinden uns halt voll in einem Kulturkampf neuartigen Zuschnitts: Die zunehmende Verkopflastung erschwert die zwangslose Annäherung > Anziehungskraft der beiden Gattungen mit allen Verwerfungen: immer spätere Ehe-schliessung > späterem ersten Nachwuchs, wenn überhaupt. Dergleichen Fort-Schritt wird uns das ganze Jahrhundert begleiten, das betreffend Länge uns doch noch weitere Ueberraschungen auftischen wird > Man darf gespannt sein. Sich deswegen umbringen ? Nein! Besteht doch die echte Chance, dass ein „rechter“¨Präsi nach 2017 diese unhaltbaren Zustände wieder ins an-ständige Lot zurückbuchstabieren kann.

  3. Pingback: Dominique Venner: Selbstopferung für die Identität aller Völker | Kreidfeuer

  4. Sarah schreibt:

    Jeder wahre katholische Katholik weiß, dass Selbstmord eine Todsünde ist und wir nicht nur dieses Leben auf Erden (zur Prüfung!) haben. Wer auf Jesus Christus vertraut und IHN an seiner Seite hat, kann nicht verzweifeln.

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