Gesundheitsgefährdung durch Kinderkrippen

Dringende Leseempfehlung:
Birgit Kelle: http://www.atkearney361grad.de/kolumne/was-macht-die-krippe-mit-unseren-kindern/   (1.10.):

Frühe Kinderbetreuung ist mit Vorsicht zu genießen, findet Birgit Kelle. Die Auswirkungen von Betreuungsangeboten auf die Entwicklung von Kindern seien nicht ausreichend erforscht. Unsere Kolumnistin fordert daher eine wissenschaftliche Betrachtung.

Stellen Sie sich vor, man böte Ihnen ein neues Medikament an, dessen Risiken und Nebenwirkungen nicht erforscht wurden. Würden Sie es nehmen? Nein, vermutlich nicht. Als verantwortungsbewusste Erwachsene wollen wir wissen, was auf uns zukommt, kurzfristig und langfristig. Übertragen wir das Ganze auf die aktuelle Krippen-Debatte, stellen wir fest: In Bezug auf unsere Kinder gehen wir gerade nicht mit der gleichen Sorgfalt vor, die wir für uns Erwachsene selbstverständlich in Anspruch nehmen würden.

Zu frühe Kinderbetreuung ist riskant …

Stresshormone verursachen Knocheninstabilität …

Frühe Kinderbetreuung verursacht höheren Stresspegel …

Risiken und Nebenwirkungen von Krippen müssen erklärt werden …

Wenn das Gerede um das Kindeswohl nicht nur Worthülsen bleiben sollen, dann müssen wir Antworten finden auf diese Fragen. Wenn wir Eltern Krippen empfehlen, verdienen Sie die ganze Wahrheit zu hören, auch die Risiken und Nebenwirkungen. Dann könnten sie wirklich neutral abwägen, was das Beste für ihr Kind ist. Vor allem aber verdienen es unsere Kinder, dass wir es ernst meinen, wenn wir sagen, dass wir das Beste für sie wollen. Und wenn etwas schlecht für sie ist, dann wollen wir das als Eltern nicht.

(Danke an Elisabeth für den Hinweis!)

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Birgit Kelle: http://frau2000plus.net/verrat-an-der-familie/   (30.9.):

Ein ungewöhnlich ehrlicher Report ist aktuell im FOCUS erschienen von der Redakteurin Ulrike Plewnia mit dem wunderbaren Titel: “Verrat an der Familie”. Sie analysiert, wie der Druck gerade auf Mütter steigt, ihr Kind immer früher in eine Krippe zu geben, und stellt Familien vor, die sich dem Druck nicht beugen wollen. Was uns besonders freut: Frau 2000plus ist zu dem Thema ebenfalls befragt worden und im Artikel zitiert. Der Beitrag ist online noch nicht zu lesen, sondern derzeit nur in der aktuellen Printausgabe des FOCUS. Bei der Huffington Post ist allerdings eine kleine Zusammenfassung online unter diesem Link.

Ein Ausschnitt: “Gegen die immer frühere Unterbringung von Kleinkindern in Krippen, der vom Staat mit dem Kita-Ausbau forciert wird, formiert sich Widerstand. Die Autorin Birgit Kelle kritisierte im Nachrichtenmagazin “Focus”, dass „Eltern keinerlei Anerkennung für ihre Erziehungsleistung bekommen“. Weiter sagte sie: “Viele meinen heute doch tatsächlich, dass nur noch naive oder blöde Frauen sich für das traditionelle Lebensmodell entscheiden würden.”

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Ergänzung:

Zum Eingangsartikel „Was macht die Krippe mit unseren Kindern“ steuert die Therapeutin Ankra einen lesenswerten Kommentar bei:

Liebe Frau Kelle, Sie haben es wieder auf den Punkt gebracht! Herzlichen Dank für Ihre unermüdliche Aufklärung und ihren Einsatz zum Schutz unserer Kleinsten. Unsere Initiative Frühe Kindheit tut das auch … Als Psychotherapeutin für Erwachsene und auch für Mütter von Kleinkindern sehe ich oft die Kleinen selbst in meiner Sprechstunde. Die Mütter sind gestresst und leiden doppelt, weil ihre Kinder seit dem Krippeneintritt mit 14 bis 24 Monaten leiden oder auch noch danach.

Kürzlich: Ein Baby (14 Monate) war nach der „gelungenen Eingewöhnung“ sofort an Bronchitis erkrankt, kam dann mit der Mutter in die Therapie mit. Als ich mich zum Schluss verabschiedete, weinte es auf, obwohl ich ihm fremd war. So würde es das auch beim Abschied von der Erzieherin machen, meinte die Mutter. Fazit: Die Trennung triggerte sein Verlustgefühl. Es erlebte diese also traumatisch. Nicht selten werden aus diesen Kleinen später Kinder und Erwachsene, die klammern und nicht loslassen können.

Aber es gibt auch die umgekehrte Situation: Ein Kind gewöhnt sich scheinbar problemlos ein, aber wendet sich bei Verletzungen und Kummer nicht mehr an andere Personen. Es hat aufgegeben, Nähe bei Bezugspersonen zu suchen, weil diese nicht verlässlich für es da sein konnten. So wurde einem Dreijährigen ein Finger im Kindergarten gebrochen, es hat seinen Schmerz unterdrückt, die Mutter hat es erst bemerkt, als am nächsten Morgen der Finger stark geschwollen und blau war. Das sind leider keine Einzelbeispiele.

Es ist unvorstellbar, welchen geringen Stellenwert Gefühle unserer Kleinsten in unserer Kultur haben. Wenn sich die Trennungen zwischen Mutter und Kind verstärken, werden immer mehr Störungen auf dem Gebiet der Fortpflanzung in der nächsten Generation entstehen: Unerfüllter Kinderwunsch, Fehlgeburten, schwere Geburten, Kaiserschnitt, Stillprobleme und Bindungsschwierigkeiten und Störungen im Wochenbett und damit psychische Beeinträchtigung des Nachwuchses.

Leser Ulrich Beck gibt zu bedenken:

Liebe Frau Ankra,
Ihre Aufzählung von negativen Folgen der Kitas ließe sich noch lange fortsetzen durch Beispiele in diesem und anderen Foren.
Hat sich Ihnen nicht auch schon der Gedanke aufgedrängt, daß all diese Folgen gewollt sein könnten?

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Ergänzung 3.10.2014:

http://familienarbeit-heute.de/?p=3857   Diakonie hält an der Diffamierung der Eltern fest   (18.8.):

Der stellvertretende Vorsitzende des Verbands Familienarbeit und Facharzt für Psychiatrie, Dr. Johannes Resch, meint …

„… Pfarrer Albrecht Bähr [Sprecher des Diakonischen Werks in Rheinland-Pfalz] … ignoriert offensichtlich die zahlreichen seriösen wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass die Trennung von den vertrauten Bezugspersonen für Kinder unter drei Jahren ein erhebliches Risiko für die spätere soziale Entwicklung bedeutet. Solange sich das ‚Urvertrauen‘ von Kleinkindern noch nicht gefestigt hat, werden Trennungen als Gefahr erlebt, die die Entwicklung von persönlicher Sicherheit erschwert.

Die Folgen sind oft mangelndes Neugierverhalten, was Bildungsfähigkeit und in der späteren Jugend den Bildungswillen („Null Bock auf Schule“) beeinträchtigt bis hin zu Lebensunzufriedenheit und Depression. – Namentlich für Kinder aus prekären Verhältnissen, die ohnehin schon einer stärkeren Belastung ausgesetzt sind, bedeutet der zusätzliche Krippenstress eine besonders hohe Gefährdung. …“

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4 Antworten zu Gesundheitsgefährdung durch Kinderkrippen

  1. Arkturus schreibt:

    Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

  2. Gassenreh schreibt:

    Frauenerwerbstätigkeit bedingt oft alternativlos Krippenaufbewahrung, welche beachtliche Probleme für die Kleinkinder bringen kann (Stresshormonausschüttung, Wachstumshormonreduktion infolge Schlafmangel, Zerstörung der für die frühkindliche Sprachentwicklung wichtigen Dyadenbindung an die Mutter, auf deren Stimme der Foet bereits ab der 20. Entwicklungswoche massiv fixiert ist), wodurch z. B. mangelnde Stressresistenz und Angstbewältigung, Sprachentwicklungsstörungen (Lese- Rechtschreibstörungen) und auch ADHS teilweise erklärbar sind. [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014, ISBN 978-3-9814303-9-4]

  3. Elisabeth schreibt:

    nicht im Fokus bisher sind die vielen Allergien, die bei Kita-und Schulkindern auftreten, die den ganzen Tag in geschlossenen Räumen verbringen (statt an frischer Luft oder auf verkeimten Bauernhöfen :- ( und ab 18.00h sich dann an die Hausaufgaben machen dürfen) Für die „innerräumliche“ Pratikelforschung (u.a. Silikon) steht allerdings noch kein Geld bereit.
    Ja, Folgen wie Auswirkungen falscher Ernährung oder wenn nur ein Betreuer für sieben bis zwölf Kinder bereit steht, wie im kostenlosen Kitaland Hamburg, wird man bald zu spüren bekommen!

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